Justiz

143 neue Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger

Justizministerin Marion Gentges hat den 143 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule für Rechtspflege Schwetzingen gratuliert.

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von links nach rechts: Präsidentin des Prüfungsamtes des Ministeriums der Justiz und für Migration Sintje Leßner, Rektor der Hochschule für Rechtspflege Schwetzingen Frank Haarer, Absolventin Greta Maria Pauls, Absolventin Lena Dreher, Prorektor Rainer Hock, Absolventin Annike Greta Schildhauer.
von links nach rechts: Präsidentin des Prüfungsamtes des Ministeriums der Justiz und für Migration Sintje Leßner, Rektor der Hochschule für Rechtspflege Schwetzingen Frank Haarer, Absolventin Greta Maria Pauls, Absolventin Lena Dreher, Prorektor Rainer Hock, Absolventin Annike Greta Schildhauer.

Nach drei Jahren Studium und praktischer Ausbildung bei Gerichten und Staatsanwaltschaften haben 143 Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Diplom-Rechtspfleger/in (FH) der Hochschule für Rechtspflege Schwetzingen an den Studienorten Schwetzingen und Ulm in der Stadthalle Hockenheim ihren Studienabschluss gefeiert.

Justizministerin Gentges gratuliert

Die Ministerin der Justiz und für Migration, Marion Gentges, unterstreicht die bedeutende Rolle von Rechtspflegerinnen und Rechtspflegern im Justizsystem und gratuliert den Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihrem erfolgreichen Abschluss. „Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger übernehmen eine unverzichtbare Funktion in unserem Rechtssystem, indem sie fachlich unabhängig und eigenverantwortlich handeln. Ich bin mir sicher, dass Sie dank Ihres exzellenten Studiums, Ihrem persönlichen Engagement und Ihrer umfassenden Expertise in den verschiedenen Rechtsgebieten, wie dem Grundbuch-, Zwangsversteigerungs- und Insolvenzrecht, einen wesentlichen Beitrag zur Qualität und Effizienz unserer Justiz leisten werden.

Mit Mut und Zuversicht für den Rechtsstaat

In feierlicher Atmosphäre und im Beisein zahlreicher hochrangiger Gäste aus der Justiz der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie der Familien und Freunde der Absolventinnen und Absolventen überbrachte Rektor Frank Haarer den neuen Rechtspflegerinnen und Rechtspflegern herzliche Glückwünsche zu ihrem erfolgreichen Studienabschluss. Glückwünsche sprach auch der Oberbürgermeister von Schwetzingen Matthias Steffan aus. Den Festvortrag zum Thema „Mit Mut und Zuversicht für den Rechtsstaat“ hielt Herr Präsident des Oberlandesgerichts Koblenz, Thomas Henrichs, aus dem Partnerland Rheinland-Pfalz.

„Unsere Absolventinnen und Absolventen haben die Herausforderungen des Studiums erfolgreich gemeistert, indem sie sich mit dem komplexen, vielfältigen und fachlich anspruchsvollen Stoff auseinandergesetzt haben. Herzlichen Glückwunsch! Ich bin stolz auf unsere Absolventinnen und Absolventen! Unsere Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger spielen eine zentrale Rolle in der Justiz, die für die Statik unseres Rechtssystems essentiell ist und unsere demokratische Gesellschaft trägt. Es ist von größter Wichtigkeit, dass diese Bedeutung nicht nur innerhalb der Justiz, sondern auch darüber hinaus allgemein anerkannt und geschätzt wird.“

Erfolgreiche Prüfungsergebnisse

Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes, Sintje Leßner, freute sich über die guten Prüfungsergebnisse bei der Überreichung der Diplomurkunden. Von den drei besten Prüflingen, die alle die herausragende Note „gut“ erzielt haben, stammen zwei Prüflinge aus Baden-Württemberg. Insgesamt haben knapp über zehn Prozent der Prüflinge die hervorragende Note „gut“ und knapp 36 Prozent die überdurchschnittliche Note „befriedigend“ erzielt.

Studiengang Diplom-Rechtspfleger/in (FH)

Das Studium zur Diplom-Rechtspflegerin (FH) beziehungsweise zum Diplom-Rechtspfleger (FH) beginnt jährlich zum 1. September. Das Studium dauert 36 Monate. Zwischen zwei jeweils zwölfmonatigen fachwissenschaftlichen Teilen an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen oder Ulm absolvieren die Studierenden eine zwölfmonatige Studienpraxis, die sie bei Gerichten und Staatsanwaltschaften verbringen. Die Studierenden werden ab Beginn ihres Studiums zu Beamten auf Widerruf ernannt und erhalten Beamtenbezüge sowie Beihilfeleistungen im Krankheitsfall.

Modernisierung des Studiums

Das Studium an der Hochschule wird stetig fortentwickelt und attraktiver gestaltet: Die Studierenden erhalten für das gesamte Studium dienstliche Laptops. Dank neuester Hörsaaltechnik, wie beispielsweise Deckenmikrofonen, bietet die Hochschule ergänzend Online-Vorlesungen an. Die Studienorte sind umfassend mit WLAN ausgestattet. Zum neuen Studienjahr im September 2025 wurden die Inhalte des Studiums umfassend modernisiert und überarbeitet. Darüber hinaus wird die Rechtspflegerprüfung seit 2019 elektronisch an Laptops angefertigt, was den digitalen Aspekt des Studiums weiter unterstreicht.

Partnerländer und Arbeitsbereiche

Die Partnerländer Rheinland-Pfalz und das Saarland bilden ihre Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger ebenfalls an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen aus. Die Absolventinnen und Absolventen der Rechtspflegerprüfung stammen daher aus Baden-Württemberg (2025 etwa 63 Prozent), Rheinland-Pfalz (2025 etwa 28 Prozent) und dem Saarland (2025 etwa neun Prozent). Die Rechtspflegerprüfung wird zentral durch das Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg, dem Landesjustizprüfungsamt, organisiert.

Zu den Schwerpunkten der Arbeitsbereiche der in den Justizbehörden eingesetzten Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger gehören Familien-, Grundbuch- und Betreuungsverfahren, Zwangsversteigerungs- und Insolvenzverfahren sowie Handels- und Vereinsregistersachen und Nachlassangelegenheiten.

Landeskampagne „Sei am Staat. Für Gerechtigkeit.“: Studium zum Rechtspfleger

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