Polizei

Weitere Verstärkung für die Landespolizei

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Junge Polizeibeamtin.

1.300 Polizistinnen und Polizisten verstärken die Landespolizei. Die größte Einstellungsoffensive in der Geschichte der Polizei kommt in der Fläche an – und stärkt die Polizei in einer Phase höchster Einsatzbelastung den Rücken.

„Die Corona-Pandemie hat unsere Polizei in den letzten beiden Jahren stark gefordert – mit der Kontrolle der Corona-Maßnahmen und der Absicherung der Demonstration. Jetzt kommen die Proteste gegen den Krieg in der Ukraine hinzu, ebenso wie ganz manifeste Bedrohungen der Cybersicherheitslage. In einer Phase höchster Einsatzbelastung verstärken in den nächsten Tagen 1.300 hervorragend ausgebildete Polizistinnen und Polizisten die regionalen Polizeipräsidien. Die größte Einstellungsoffensive in der Geschichte der Polizei wirkt!“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl in Stuttgart.

9.000 junge Polizistinnen und Polizisten seit 2016

„Seit 2016 haben wir 9.000 junge Polizistinnen und Polizisten neu eingestellt – das ist ein Drittel aller Polizistinnen und Polizisten in Baden-Württemberg. Diese massive Einstellungsoffensive ist eine Erfolgsgeschichte. Und diese setzen wir auch in diesem Jahr, in 2022, mit der gleichen Entschlossenheit wie bisher fort und stellen erneut mehr als 1.300 Polizeianwärterinnen und -anwärter ein. Wir sorgen dafür, dass Baden-Württemberg auch in Zukunft im Bereich der Inneren Sicherheit spitze bleibt!“

Unterstützung für die Polizei vor Ort

Bereits seit dem 1. März 2022 unterstützen 489 frisch ausgebildete Polizistinnen und Polizisten im mittleren Polizeivollzugsdienst die Polizeidienststellen und Einrichtungen vor Ort.

Schon zum 1. April 2022 werden ihnen nach erfolgreichem Abschluss des Studiums an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg mehr als 800 zusätzliche Polizeikommissarinnen und Polizeikommissare folgen. Davon haben rund 200 den Aufstieg vom mittleren in den gehobenen Polizeivollzugsdienst absolviert und kehren zumeist zu ihren bisherigen Dienststellen zurück.

Historische Einstellungsoffensive zeigt Wirkung

Die Polizei steht vor einem riesigen Generationenwechsel. Bereits zu Beginn der vergangenen Legislaturperiode hatte die Landesregierung mit der historischen Einstellungsoffensive die sich abzeichnenden Auswirkungen der Pensionierungswelle angepackt und gleichzeitig dafür gesorgt, dass die Polizei auch langfristig weiter personell gestärkt wird. Mit 1.787 Einstellungen im Jahr 2018 und 1.732 Einstellungen im Jahr davor, wurden mehr denn je junge Menschen bei der Polizei in Baden-Württemberg eingestellt. Auch wurden die Ausbildungskapazitäten bei der Hochschule für Polizei auf ein Maximum hochgefahren, damit die angehenden Anwärterinnen und Anwärter professionelle Bedingungen für ihre Ausbildungen auf höchstem Niveau vorfinden.

„Freilich sind wir mit dieser beispiellosen Einstellungsoffensive in der Geschichte der Polizei an die Grenze des Machbaren gegangen – aber jetzt trägt diese Kraftanstrengung Früchte. Nun profitieren wir nach und nach von unseren vorausschauenden Investitionen. Mit diesem gewaltigen Kraftakt haben wir es bereits im vergangenen Jahr geschafft, die personelle Talsohle zu durchschreiten. Die mehr als 9.000 eingestellten Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter seit 2016 bewirken in den kommenden Jahren eine weitere spürbare personelle Verstärkung und Verjüngung der Landespolizei. An diesen Erfolg knüpfen wir nun nahtlos an und setzen unsere Einstellungsoffensive weiterhin fort“, unterstreicht Innenminister Thomas Strobl.

Polizei ist beliebtester Arbeitgeber

Die Anstrengungen in das zukünftige Personal tragen auch anderweitig Früchte: In der bundesweiten Umfrage des Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Trendence nach dem beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland konnte die Polizei auch 2021 den ersten Rang verteidigen. Über 25.000 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 13 gaben ihr Votum ab.

Um auch in Zukunft als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden und den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden, hat die Hochschule für Polizei Baden-Württemberg im Auftrag des Innenministeriums auch die Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst weiterentwickelt. Bereits am 1. September 2022 soll mit der neuen Ausbildung gestartet werden.

Wesentliche Änderungen betreffen unter anderem den Aufbau der 30-monatigen Ausbildung, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Unterrichtsinhalte. So führen wir etwa eine Teilzeitregelung ein, die während des Einführungspraktikums eine Ausbildung im Umfang von 50 Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit ermöglicht. Mehr Gewichtung erhalten auch digitale Lehr- und Lernmethoden. Mit Blick auf die Ausbildungsinhalte rücken Themen wie Wertekultur, demokratische Resilienz und interkulturelle Kompetenz stärker in den Fokus, ohne dass die für den Polizeiberuf wichtigen praktischen Inhalte dabei vernachlässigt werden.

Mit Sicherheit für Baden-Württemberg

„Unser Anspruch in Baden-Württemberg ist klar: Wir bilden die besten Profis in Sachen Sicherheit aus, sind bei der Ausbildung auf dem neuesten Stand der Polizeiarbeit und setzen hier ganz gezielt Maßstäbe. Nur so sichern wir uns nachhaltig bundesweit unseren Spitzenplatz in Sachen Innere Sicherheit und nur so bieten wir den Menschen ein attraktives Land, in dem es sich sicher leben lässt“, betont Innenminister Thomas Strobl.

Wer sich noch in diesem Jahr auf einen der begehrten Ausbildungsplätze bewerben möchte, muss schnell sein: die Bewerbungsfrist für eine Einstellung in den mittleren Polizeivollzugsdienst im September 2022 endet am 15. März 2022.

Polizei Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Eine Frau steckt ihren Stimmzettel für die Bundestagswahl in einem Wahllokal in eine Wahlurne.
Landtagswahl

Stimmabgabe – so geht wählen

Spatenstich Geradstetten
Berufliche Bildung

21 Millionen Euro für Neubau des Bildungscampus Geradstetten

Schüler einer Grundschule melden sich im Unterricht (Bild: © dpa).
Schule

2.800 Lehrkräfte gesucht

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Eine Professorin steht beim Unterricht vor Studentinnen und Studenten.
Gleichstellung

Land beim Professorinnenprogramm vorn

Ein Intercity steht in einem Bahnhof. (© picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa)
Sicherheit

Landesweiter Prozess für mehr Sicherheit im Bahnverkehr

Logo Öffentlicher Gesundheitsdienst. Die Abkürzung "ÖGD" ist in dicken Buchstaben dargestellt. Darunter steht in "Öffentlicher Gesundheitsdienst - Schützt. Hilft. Klärt auf."
Gesundheit

Neue Vorabquote fürs Medizinstudium

Gruppenbild mit Minister Thomas Strobl (3. von links) bei der Innovationskonferenz Drohnen
Sicherheit

Erste Innovationskonferenz Drohnen

Stethoskop vor farbig eingefärbtem Kartenumriss von Baden-Württemberg mit Schriftzug: The Ländarzt - Werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg
Gesundheitsberufe

Bis 31. März 2026 für die Landarztquote bewerben

Abschiebung nach Afghanistan – Letzter Straftäter der Gruppenvergewaltigung in Illerkirchberg wird abgeführt
Migration

Erneute Abschiebung nach Afghanistan

Polizeivizepräsident Uwe Stürmer
Polizei

Ravensburger Polizeipräsident in den Ruhestand verabschiedet

Preisträger Landesforschungspreis 2026
Forschung

Landesforschungspreise 2026 nach Tübingen, Mannheim und Freiburg

Verabschiedung Bruchsal mittlerer Polizeivollzugsdienst
Polizei

333 bestens ausgebildete Polizisten verstärken die Polizei

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
Wirtschaft

Land präsentiert sich auf Messe für Sicherheit und Verteidigung

Übergabe Krisenmanagement-Handbuch
Bevölkerungsschutz

Krisenmanagement-Handbuch an Kommunen übergeben