Forst

Waldgebiet Schönbuch ist Hotspot für den Waldnaturschutz

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wald (Bild: © Archiv ForstBW - Fotografin Ulrike Klumpp)
Symbolbild

Das Waldgebiet Schönbuch ist nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet, sondern auch ein Hotspot für den Waldnaturschutz. Der Naturschutz ist dabei ein wichtiger Teil der modernen Waldwirtschaft und mit aktiven Maßnahmen zum Schutz der Arten verbunden.

„Unsere Wälder sind für den Schutz seltener und gefährdeter Arten von unschätzbarer Bedeutung, als Lebensraum und Rückzugsort. Das Waldgebiet Schönbuch im Herzen Baden-Württembergs ist ein bedeutendes Naherholungsgebiet für die ihn umgebenden Ballungsräume. Rund drei Millionen Menschen besuchen die Waldoase im Jahr. Zudem ist der Schönbuch ein Hotspot für den Waldnaturschutz, ein zentraler Knotenpunkt, der viele Trittsteine bietet, um die wertvollen Biotope und Refugien im Land miteinander zu vernetzen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Max Reger, Vorstandsvorsitzender von ForstBW sagt anlässlich des Termins: „Wir im Staatswald legen großen Wert darauf, den Naturschutz in unsere Waldbewirtschaftung zu integrieren. Es ist nicht immer einfach, alle Anforderungen an die Wälder unter einen Hut zu bekommen. Forstleute arbeiten jeden Tag daran, den Naturschutz, die Holznutzung, die Erholungsfunktion und den Klimaschutz miteinander zu verbinden.“

Land fördert die Umsetzung von Naturschutzprojekten

Die Waldnaturschutzkonzeption 2030 legt den Grundstein dafür, dass sowohl der Staatswald und der Kommunalwald sowie private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer bestmögliche Information und Unterstützung für die Umsetzung von Naturschutzprojekten im Wald erhalten. Ein ineinandergreifendes, eng verzahntes und in die Waldbewirtschaftung integriertes Waldnaturschutzkonzept sei die Basis dafür, dass bestimmte Waldarten Baden-Württembergs im Rahmen der Waldwirtschaft gefördert werden.

„Wir können bestimmte Waldarten nur erhalten, wenn wir aktiv etwas für sie tun. Offene und lichte Waldstrukturen sind Oasen für die heimische Artenvielfalt und besonders wertvoll für den Artenschutz, weil viele Arten an den lichten Wald angepasst sind. In der natürlichen Waldentwicklung sind lichte Waldstrukturen meist nur von kurzer Dauer, da sich der Wald meist rasch wieder schließt. Aktuell sind diese wertvollen Lichtwaldhabitate nur in geringem Umfang im Wald von Baden-Württemberg vorhanden, daher wollen wir an geeigneten Stellen, wie hier im Schönbuch, diese Strukturen fördern“, sagte Minister Peter Hauk.

Verknüpfung von Naturschutz und Erholungsaspekt

Die Verknüpfung von Naturschutz im Wald mit dem Erholungsaspekt der Wälder bietet sich im beliebten Naherholungsgebiet Schönbuch an. An den Wochenenden besuchen viele tausende Menschen den Schönbuch. Zudem ist es ein besonderes Anliegen von ForstBW, den Naturschutz im Wald in die Waldbewirtschaftung einzubauen.

Die Beweidung lichter Wegränder im Wald ist dafür ein beispielhaftes Vorhaben von ForstBW. Die Weidetiere sind einerseits eine besondere Attraktion für Waldbesucher und sie halten den Wald offen und frei von Bewuchs. Damit leisten sie ganz nebenbei einen wichtigen Beitrag für den Arten- und Naturschutz. „Mit ihren Hufen und dem Kot sorgen die Rinder für wichtige Kleinstlebensräume für Arten, die dringend darauf angewiesen sind. Sie halten die Landschaft offen und sorgen so für abwechslungsreiche Strukturen im waldreichen Schönbuch. Damit bieten wir auch großen und kleinen Waldnutzern ein schönes Walderlebnis am Wegesrand“, resümiert Max Reger.

ForstBW  

Die Anstalt öffentlichen Rechts Forst Baden-Württemberg arbeitet seit dem 1. Januar 2020 als eigenständiges Unternehmen. ForstBW trägt die Verantwortung für die Bewirtschaftung von über 324.000 Hektar Staatswald – das entspricht einem Viertel der Waldfläche Baden-Württembergs – und ist damit der größte Forstbetrieb des Landes. ForstBW setzt sich zum Ziel, ökologisch vorbildlich, sozial ausgewogen und ökonomisch erfolgreich zu arbeiten. Im Sinne des Waldes und der Menschen bildet das Prinzip der Nachhaltigkeit die Grundlage unserer Tätigkeit. Dazu tragen landesweit circa 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei. Die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung des Staatswaldes durch Forst Baden-Württemberg, AöR ist FSC® C120870 und PEFC zertifiziert. Seit dem 1. Oktober 2020 trägt ForstBW zudem das Gemeinwohl Ökonomie Zertifikat.   

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Waldstrategie Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Der Luchs wird eingefangen, um ihn zu besendern
Forst

Luchs im Landkreis Rastatt mit Halsbandsender ausgestattet

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Ein Landwirt pflügt ein Feld. Luftaufnahme mit einer Drohne. (Foto: Patrick Pleul / dpa)
Landwirtschaft

FIONA-Antragssaison 2026 startet

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Ein Intercity steht in einem Bahnhof. (© picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa)
Sicherheit

Landesweiter Prozess für mehr Sicherheit im Bahnverkehr

Kühe stehen auf einer Weide.
Naturschutz

Jetzt für Landesnaturschutzpreis 2026 bewerben

Minister Winfried Hermann mit der AMEISE des Fraunhofer-Instituts
Autonomes Fahren

Autonomes Fahren im ÖPNV macht weiter Fortschritte

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Land stärkt Ländlichen Raum mit 112,4 Millionen Euro