Umweltschutz

Schülermentoren für den Umweltschutz zum 20. Mal ausgezeichnet

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Schülerinnen einer siebenten Klasse melden sich während des Deutschunterrichts in einem Gymnasium. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)

Das Land hat 94 Schülerinnen und Schüler aus allen weiterführenden Schularten als neue Mentorinnen und Mentoren für den Klima- und Umweltschutz ausgezeichnet. Die Schülermentorinnen und -mentoren helfen dabei, dass Baden-Württemberg ein Leuchtturm in der Bildung für nachhaltige Entwicklung werden kann.

Das Umweltministerium und das Kultusministerium Baden-Württemberg haben am 1. Oktober in einer gemeinsamen virtuellen Abschlussveranstaltung 94 neue Schülermentorinnen und Schülermentoren für den Umwelt- und Klimaschutz ausgezeichnet. Damit erhielten die Achtklässlerinnen und Achtklässler aus insgesamt 41 Gymnasien, Realschulen, Werkrealschulen und Förderschulen des Landes nach dem Ende ihrer einjährigen Mentorinnen- und Mentoren-Ausbildung mit dem Schwerpunkt Klimaschutz ihr Abschlusszertifikat.

„Die Schülermentorinnen und Schülermentoren sind wichtige Vorbilder, die sich mit großem persönlichen Engagement für den Klima- und Umweltschutz einsetzen. Sie können nun an ihren Schulen zeigen, wie jede und jeder Einzelne dazu beitragen kann, die Erderwärmung im Alltag zu bekämpfen“, lobte der Umweltstaatsekretär Andre Baumann in seiner Videobotschaft zur Abschlussfeier den Einsatz der Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz.

Wichtige Veränderungen für den Klima- und Umweltschutz anstoßen

Im vergangenen Schuljahr haben sich die Jugendlichen intensiv mit dem Treibhausgaseffekt und dem eigenen Kohlenstoffdioxid(CO2)-Fußabdruck, erneuerbaren Energien und Energieeinsparmöglichkeiten sowie einer klimafreundlichen Mobilität und Ernährung auseinandergesetzt. „Damit haben sie das notwendige Rüstzeug erhalten, um wichtige Veränderungen in Sachen Klima- und Umweltschutz in ihrem Umfeld und an ihrer Schule anzustoßen“, sagte Baumann.

Erste Projekte und Aktionen wie ein digitaler Adventskalender zum Klima- und Umweltschutz oder Videoclips mit Tipps für ein nachhaltigeres Leben konnten in der Praxisphase bereits umgesetzt werden. „Diese Begeisterung und dieser Eifer für den Klima- und Umweltschutz verdienen höchste Anerkennung und springen hoffentlich auf möglichst viele Menschen über.“

Land als Leuchtturm in der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das hofft auch Kultusstaatssekretärin Sandra Boser und richtete sich direkt an die Schülermentorinnen und -mentoren: „Die Themen Natur, Umwelt, Klimaschutz und Klimawandel habt Ihr in Eure Schulen getragen. Dafür mein herzliches Dankeschön an Euch und Eure betreuenden Lehrkräfte. Dank Euch können wir diese so wichtige und zukunftsweisende Thematik nachhaltig in unsere Schulen tragen und aktiv begleiten. Außerdem helft Ihr uns, dass Baden-Württemberg ein Leuchtturm in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BnE) werden kann. Mit unserem BnE-Schulnetzwerk wird Eurer Engagement hoffentlich noch weitergetragen. Denn wir benötigen alle Aktivitäten, um nachhaltige Entwicklung in unserem Land zu stärken.“

Das landesweite Programm „Schülermentorin und Schülermentor für den Umweltschutz an Schulen“ fand im Schuljahr 2020/2021 bereits zum 20. Mal statt. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der achten Klasse aller weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg. Inzwischen haben seit dem Schuljahr 2000/2001 insgesamt 1.140 Jugendliche an der Ausbildung teilgenommen. Das schulartübergreifende Programm ist eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport.

Die deutsche UNESCO hat das Schülermentoren-Programm bereits dreimal als offizielles Dekade-Projekt im Rahmen der Weltdekade der Vereinten Nationen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Forscherland BW der Jugendstiftung Baden-Württemberg: Ausbildung zur Umweltmentorin oder Umweltmentor

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