Innovation

Positionspapier „Intelligente Robotik der Zukunft“ veröffentlicht

Weichenstellung für die Zukunft: Mit dem Positionspapier „Intelligente Robotik der Zukunft“ positioniert sich Baden-Württemberg als Innovationsstandort für intelligente Mensch-Roboter-Systeme.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Roboterarm in einer Fabrik
Symbolbild

„Das bedeutendste Treffen der europäischen Robotik findet erstmals in Deutschland statt. Mit über 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bietet das European Robotic Forum eine ideale Plattform, um den Hightech-Standort Baden-Württemberg der europäischen Robotik-Community zu präsentieren. Im Markt der KI-basierten Robotik wird in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum erwartet. Diese enorme wirtschaftliche Chance wollen wir für unser Land nutzen“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus.

Enorme wirtschaftliche Chance für das Land

„Exzellente Grundlagenforschung, flächendeckende anwendungsnahe Entwicklung und ein wirksamer Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft bilden das Fundament für die Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs. Beispielweise mit dem Cyber Valley, Europas größtem und führenden Zentrum für Exzellenz in Künstlicher Intelligenz (KI) und moderner Robotik, fördern wir seit fast zehn Jahren Forschung und Transfer – und haben so ein leistungsfähiges Ökosystem aus Wissenschaft, Start-ups, Mittelstand und Industrie aufgebaut. Dieses Netzwerk wollen wir in den kommenden Jahren strategisch weiter stärken und ausbauen“, sagte Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Im Rahmen des vom 25. bis 27. März 2025 in Stuttgart stattfindenden European Robotics Forum (ERF) wurde das Positionspapier „Intelligente Robotik der Zukunft“ (PDF) erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus sowie dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst veröffentlichte Positionspapier verfolgt eine klare Vision: Baden-Württemberg ist 2035 die führende Innovationsregion für intelligente Mensch-Robotik-Systeme.

Fünf Aktionsfelder

Zur Erreichung des Zukunftsbildes haben die Akteurinnen und Akteure des Innovationsökosystems KI-basierte Robotik Baden-Württemberg fünf Aktionsfelder definiert. Diese adressieren die Bereiche

  • Forschung, Entwicklung und Transfer,
  • Skalierbarkeit und Integrationsfähigkeit,
  • Qualifizierung und Fachkräfte,
  • Zusammenarbeit, Sichtbarkeit und Akzeptanz sowie
  • Regulatorische Rahmenbedingungen.

Gemeinsam mit den Stakeholdern des Innovationsökosystems werden die Aktionsfelder kurz- bis mittelfristig weiter vorangetrieben, mit dem Ziel die Sichtbarkeit der KI-basierten Robotik über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus zu erhöhen und Baden-Württemberg als strategischen Partner für die moderne Robotik der Zukunft zu positionieren.

„Mit unserem starken Innovationsökosystem KI-basierte Robotik Baden-Württemberg haben wir hervorragende Kompetenzen und Voraussetzungen, um Vorreiter für zukünftige Wertschöpfung zu sein. Die menschzentrierte und KI-basierte Robotik ist nicht nur eine technologische Innovation, sondern auch Katalysator für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftlichen Wandel“, so Prof. Dr. Katharina Hölzle, die Technologiebeauftragte der Wirtschaftsministerin und Initiatorin des Positionspapiers.

Großes Innovationspotenzial für die Wirtschaft

Baden-Württemberg ist eine der führenden Regionen Europas im Bereich Robotik und Automatisierung. Mit einer starken industriellen Basis, weltbekannten Unternehmen und exzellenter Forschung spielt unser Land eine zentrale Rolle in der Entwicklung innovativer Robotiklösungen. Besonders in den Bereichen Industrie 4.0, Medizintechnik und Künstliche Intelligenz treiben Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam den technologischen Fortschritt voran. Auch der Bereich der Servicerobotik gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird als wichtiger Zukunftsmarkt gesehen.

Die menschzentrierte, intelligente Robotik bietet dabei ein großes Innovationspotenzial für die baden-württembergische Wirtschaft. In vielen Anwendungsfeldern der Automobilbranche, des Maschinenbaus, der Logistik und der Medizintechnik ist Baden-Württemberg hervorragend positioniert und kann durch KI-basierte Robotik wichtige Wettbewerbsvorteile sichern. Andere Anwendungsfelder wie Land- und Bauwirtschaft oder Haushalt und Pflege bieten ein großes Potenzial für die Zukunft.

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus: KI-basierte Robotik

Positionspapier deutsche Fassung: „Intelligente Robotik der Zukunft“ (PDF)

Positionspapier englische Fassung „Intelligent Robotics for the Future“ (PDF)

Weitere Meldungen

Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)
Unternehmensgründungen

Pilotprojekt „Schneller Gründen“ gestartet

Organspendeausweis
Organspende

Zahl der Organspenden im Land steigt leicht

Sieger Regional Cup Südlicher Oberrhein
Start-up BW

AugRep GmbH im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Sieger Regional Cup Ludwigsburg
Start-up BW

Camperr im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Blick auf die Burg Hohenzollern.
Heimatforschung

Landespreis für Heimat­forschung 2027 ausgeschrieben

Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
Nichtraucherschutz

Neue Regeln für Raucherinnen und Raucher vom 1. Juni an

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Moderate Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Logo von Start up BW
Start-up BW

OSORA medical im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Windräder
Windenergie

Land setzt sich für Ausbau der Windenergie ein

von links nach rechts: Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts Sintje Leßner, Lukas Wörner, Dr. Fabian Haller, Paul Schwarz, stellvertretende Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes Dr. Cornelia Iffland
Justiz

Examensfeier 2026 zum Zweiten juristischen Staatsexamen

IHK Heilbronn
Start-up BW

Krumm Engineering UG im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

IW JUNIOR Landeswettbewerb - Dorfgemeinschaftsladen
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen beim Landeswettbewerb ausgezeichnet

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Der neue Vorstand des 21. Landeselternbeirats; von links: Jörg Vettermann und Susanne Balzer (beide stellvertretende Vorsitzende), Stephanie Wieland (stellvertretende Kassenwartin), Vanessa Scholz (Vorsitzende), Friedhelm Biene (Kassenwart), Chrissy Bach (Schriftführerin) und Georg Beier (stv. Vorsitzender).
Schule

Neuer Vorstand des Landeselternbeirats gewählt