Forst

Plattform Integriertes Waldbrandmanagement nimmt Arbeit auf

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Mischwald

Mit der Plattform Integriertes Waldbrandmanagement stärkt das Land die Zusammenarbeit der Akteure bei Prävention und Vorbereitung zum Schutz vor Waldbränden in Baden-Württemberg.

„Das Land Baden-Württemberg geht beim Thema Waldbrandmanagement neue Wege. Der Klimawandel, aber auch Brandstiftung und Fahrlässigkeit als Brandursachen in Wäldern fordert die Behörden und Einsatzkräfte immer wieder neu heraus. Baden-Württemberg setzt daher vor allem auf Prävention und Vorbereitung, indem die Zusammenarbeit der Akteure gestärkt wird. Dass in diesem Jahr witterungsbedingt nur wenig Einsätze der Feuerwehr im Wald nötig waren, ist wohl leider nur eine Verschnaufpause. Daher ist es richtig, dass wir unsere Infrastruktur zum Waldbrandschutz mit der Plattform Integriertes Waldbrandmanagement schärfen. Denn wir wollen auch in Zukunft beim Thema Waldbrand vor der Lage bleiben“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 15. August 2024.

Kernstück des Präventionskonzeptes des Landes ist die Plattform Integriertes Waldbrandmanagement. „Ein Expertengremium aus Vertretern verschiedener Organisationen erarbeitet im Rahmen der Plattform Strategien und Managementkonzepte für den Waldbrandschutz im Land“, betonte Minister Hauk.

Die Plattform vernetzt die Akteure und schafft über Kooperationen Synergien, die zudem im wachsenden Forschungs- und Entwicklungsfeld Waldbrand für das Land zum Tragen kommen.

Zudem dient die Plattform als Kontaktstelle für Anfragen und setzt einen Schwerpunkt auf Information und Bewusstseinsbildung in der Fachwelt und der Bevölkerung.

Tandem Forst und Feuerwehr

Ein weiterer Baustein der Zusammenarbeit ist das Tandemkonzept, das Verbindungsförster und Feuerwehrleute auf Stadt- und Landkreisebene zusammenbringt und vernetzt. Im regelmäßigen Austausch werden Wissen und Strategien im Umgang mit Waldbränden geteilt und die Praxis beratend unterstützt.

Gerade jetzt in der Ferienzeit suchen viele den Wald als Erholungsort auf. „Waldbrände entstehen häufig durch Unachtsamkeit in der Freizeit. Daher können und müssen alle mit ihrem Verhalten dazu beitragen, dass wir gemeinsam die Waldbrandgefahr im Land verringern“, betonte Minister Hauk.

Verhaltensregeln im Wald

  • Vom 1. März bis 31. Oktober besteht ein gesetzliches Rauchverbot im Wald.
  • Nutzen Sie nur offiziell eingerichtete Grill- und Feuerstellen.
  • Prüfen Sie vorher den Waldbrandgefahrenindex, bei Gefahrenstufe 4 oder 5 in Ihrer Region bitte auf Feuer verzichten.
  • Stellen Sie sicher, dass das Feuer beim Verlassen der Grill-/Feuerstelle komplett gelöscht ist und lassen Sie das Feuer nie unbeaufsichtigt.
  • Parken Sie Fahrzeuge nicht auf Gras oder Wiesen, heiße Fahrzeugteile können die Vegetation entzünden.
  • Halten Sie Zufahrten in den Wald und Waldwege immer für Einsatzkräfte frei.
  • Wenn Sie einen Brand im Wald entdecken, bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr und rufen Sie umgehend die Feuerwehr über die Nummer 112.

Gefördert werden die Aktivitäten durch die Waldstrategie Baden-Württemberg 2050, die Initiativen zur Stärkung der Waldwirtschaft im Zuge des Klimawandels und gestiegener gesellschaftlicher Anforderungen und Ansprüche an den Wald unterstützt.

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