Corona-Impfung

Mobile Impfteams gehen in sozial benachteiligte Viertel

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Person wird geimpft.

Um alle gefährdeten Menschen zu erreichen und die Pandemie schneller zurückzudrängen, suchen mobile Impfteams der Impfzentren seit dieser Woche gezielt sozial schwache Stadtteile auf. Mehr als vier Millionen Menschen in Baden-Württemberg haben mittlerweile eine Erstimpfung erhalten.

Mobile Impfteams der baden-württembergischen Impfzentren suchen seit dieser Woche gezielt sozial schwache Stadtteile auf. Mannheim, Pforzheim und Tuttlingen gehören zu den Landkreisen mit der niedrigsten Impfquote in Baden-Württemberg.

„Wir unterstützen das Engagement der einzelnen Kreise und Städte sowie ihrer Impfzentren beim Einsatz von Mobilen Impfteams in Stadtvierteln mit niedrigen Impfquoten. Es ist die richtige Antwort, um alle gefährdeten Menschen zu erreichen und die Pandemie schneller zurückzudrängen“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha anlässlich der Aktionen. „Es gibt Gruppen in unserer Gesellschaft, die wir mit unserer Impfkampagne noch nicht ausreichend erreichen. Daher müssen wir raus aus den Impfzentren und hin zu diesen Menschen.“

Impfkampagne schreitet weiter voran

Am vergangenen Wochenende wurde in Baden-Württemberg die Marke von vier Millionen Erstimpfungen in den Impfzentren und bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten überschritten. Vollständig geimpft sind knapp 1,25 Millionen Menschen im Land. Minister Lucha: „Bald hat die Hälfte der Erwachsenen eine Erstimpfung. Die Zahlen zeigen uns, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Schon heute haben über 73 Prozent der über 60-Jährigen eine Impfung erhalten und sind damit geschützt.“

Das Sozialministerium hat Anfang Mai erstmals die Impfquoten (PDF) der Stadt- und Landkreise bezogen auf die jeweiligen Wohnorte der Bürgerinnen und Bürger (ohne Impfungen durch Hausärzte) veröffentlicht. Sie beruhen auf der Postleitzahlenauswertung der Geimpften, unabhängig davon, wo die Impfung stattfand. Ergebnis: Die Impfquoten sind gerade in Universitätsstädten besonders hoch, teilweise auch im ländlichen Raum, wie etwa im Kreis Emmendingen. Städte mit größeren Bevölkerungsgruppen, die im Durchschnitt vergleichbar schwierigere sozioökonomische Bedingungen aufweisen (Arbeitslosigkeit, Bildungsniveau et cetera), haben hingegen oft niedrigere Impfquoten. Bevölkerungszahl, Impfstoffmengen, die Frage, ob ein Zentrales Impfzentrum im Stadt- oder Landkreis liegt, sowie die Entfernung zum nächsten Impfzentrum können die großen Unterschiede zwischen den Landkreisen allein nicht erklären. Die Impfzentren arbeiten überall gut und effektiv, werden in den Kreisen mit niedrigen Impfquoten aber offenbar verstärkt von Menschen aus den Nachbarkreisen genutzt.

Mobile Impfteams

Die Mobilen Impfteams (MIT) sind organisatorisch an die jeweiligen Impfzentren angebunden. Sie sind eine Ergänzung zur Struktur der Zentralen Impfzentren und Kreisimpfzentren. Zu Beginn der Impfkampagne haben die mobilen Impfteams die Alten- und Pflegeeinrichtungen oder auch stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe aufgesucht, um die dort lebenden Personen vor Ort zu impfen. Zwischenzeitlich können die MIT auch Vor-Ort-Termine in den Kommunen anbieten, um dort impfberechtigte Menschen zu impfen.

Fragen und Antworten zur Corona-Impfung in Baden-Württemberg

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Mit unserem Messenger-Service bekommen Sie immer alle Änderungen und wichtige Informationen aktuell als Pushnachricht auf Ihr Mobiltelefon.

Weitere Meldungen

Gesundes Essen bei der Zubereitung.
Ernährung

Impulse für eine gelungene Seniorenverpflegung

Ministerin Theresa Schopper (rechts) spricht zur Eröffnung der Netzwerkkonferenz Baukultur
Baukultur

Netzwerkkonferenz Baukultur 2026

Logo er Frauenwirtschaftstage 2026
Gleichstellung

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet

Ehemalige Chapel auf dem Hospitalgelände in Heidelberg
Städtebau

Land fördert 45 Kommunen mit rund 16,6 Millionen Euro

Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg für besondere berufliche oder unternehmerische Leistungen, die der baden-württembergischen Wirtschaft dienen.
Auszeichnung

Wirtschaftsmedaille für BeneVit-Gründer Kaspar Pfister

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

Land fördert 27 Maßnahmen zur Flächengewinnung durch Innenentwicklung

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt bleibt unter Druck

Kinder jonglieren auf der Bühne mit Tellern
Jugend

20 Jahre Jugendbegleiter-Programm

Flur im Krankenhaus mit Personal und Betten
Kliniken

5,2 Millionen Euro für krisenfeste Krankenhäuser

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Quartiersimpulse

Land fördert 15 Quartiersprojekte

Luftaufnahme des Bodensees mit niedrigem Wasserstand und freigelegtem Uferbereich neben bewaldetem Land
Klimaschutz

Folgen des Hitzesommers 2026 und entsprechende Maßnahmen

Sechs Personen unterhalten sich auf einem Balkon eines mehrstöckigen Gebäudes mit sichtbaren Betonstützen und Pflanzgefäßen
Wohnen

Land will Mietpreisbremse verlängern

Gründungsveranstaltung Medicus
Digitalisierung

MEDI:CUS-Plattform wird zukunftsfest aufgestellt

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Berufliche Ausbildung

Land fördert praxisnahe Berufsorientierung von Jugendlichen

Eine Ärztin impft ein junges Mädchen mit einer Spritze in den Oberarm.
Gesundheitsschutz

Baden-Württemberg stärkt Impfschutz mit Aktionsplan