Delegationsreise

Baden-Württemberg und Maharashtra vertiefen Partnerschaft

Minister Manne Lucha hat auf seiner einwöchigen Delegationsreise nach Indien eine gemeinsame Absichtserklärung mit dem indischen Bundesstaat Maharashtra im Gesundheits- und Pflegebereich unterzeichnet.

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Minister Manne Lucha und Staatsministerin Madhuri Misal des indischen Bundesstaats Maharashtra sitzen nebeneinander an einem Tisch und unterzeichnen Dokumente.
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (rechts) und Staatsministerin Madhuri Misal (links), zuständig für die medizinische Ausbildung in der Regierung des indischen Bundesstaats Maharashtra, unterzeichnen am 5. Dezember 2025 in Mumbai eine gemeinsame Absichtserklärung. Ziel ist, die Partnerschaft im Gesundheits- und Pflegebereich weiter zu vertiefen.

Zum Abschluss seiner sechstägigen Delegationsreise nach Indien hat der baden-württembergische Minister für Soziales, Gesundheit und Integration, Manne Lucha, am Freitag, 5. Dezember 2025, in Mumbai gemeinsam mit Staatsministerin Madhuri Misal, zuständig für die medizinische Ausbildung (Medical Education) in der Regierung des Bundesstaats Maharashtra, eine Gemeinsame Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet.

Die Unterzeichnung markiert den Höhepunkt der Delegationsreise und vertieft die bereits seit 2015 bestehende Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Maharashtra. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Bereich der Gesundheits- und Pflegefachkräfte weiter auszubauen, die Integration von Fachkräften aus Indien zu erleichtern und langfristige Perspektiven für beide Seiten zu schaffen.

„Unsere Partnerschaft mit Maharashtra ist geprägt von Vertrauen, gegenseitiger Wertschätzung und einem klaren Ziel: Menschen, die zu uns kommen, gut vorzubereiten und nachhaltig zu integrieren“, sagte Minister Lucha. „Mit der heutigen Absichtserklärung legen wir den Grundstein für eine faire, transparente und zukunftsgerichtete Zusammenarbeit im Pflege- und Gesundheitsbereich.“

Anerkennung ausländischer Fachkräfte im baden-württembergischen Gesundheits- und Pflegesektor

„Dass wir jetzt einen Schritt weiter sind in der Zusammenarbeit bei der Fachkräftegewinnung für den Gesundheitsbereich, ist ein sehr gutes Ergebnis unserer Indienreise“, sagte die Stuttgarter Regierungspräsidentin Susanne Bay, die ebenfalls an der Delegationsreise teilnimmt. Das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart ist die landesweit zuständige Anerkennungsbehörde ausländischer Fachkräfte im baden-württembergischen Gesundheits- und Pflegesektor. Im RP Stuttgart ist außerdem die Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften (LZF) im Gesundheits- und Pflegebereich angesiedelt – für alle anderen Berufe beim Regierungspräsidium Karlsruhe. Im Fokus steht das sogenannte beschleunigte Fachkräfteverfahren, das Arbeitgebenden eine deutlich vereinfachte und schnellere Einreisemöglichkeit für internationale Fachkräfte bietet. Die LZF hat sich binnen kürzester Zeit als zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle etabliert. Seit ihrem Start im April 2025 gingen dort allein auf das beschleunigte Verfahren für Gesundheits- und Pflegeberufe rund 730 Anträge ein.

Gemeinsame Absichtserklärung für eine zukunftsgerichtete Partnerschaft

Die Gemeinsame Absichtserklärung enthält folgende Punkte:

  1. Direkte Kooperationen mit Einrichtungen: Baden-Württemberg und Maharashtra bauen den Austausch zwischen Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Pflegeschulen in beiden Regionen weiter aus. 
  2. Unterstützung beim Spracherwerb: Gute Deutschkenntnisse sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit und Integration. Daher werden die Fachkräfte gezielt unterstützt, unter anderem durch Sprachschulen in Maharashtra.
  3. Effiziente Anerkennung von Abschlüssen: Mit der Unterzeichnung wird die Grundlage für verkürzte, direkte Anerkennungsverfahren gelegt, damit qualifizierte Pflegekräfte schnell in Baden-Württemberg tätig werden können.
  4. Faire Migration und Integration: Beide Seiten verpflichten sich zu einer transparenten und fairen Migration, bei der das Wohlergehen der Fachkräfte im Mittelpunkt steht. Mentoring, Begleitung und gezielte Vorbereitung auf das Leben in Deutschland gehören zum Konzept.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg wird in den kommenden Jahren stark steigen. Gleichzeitig geht die Zahl der einheimischen Fachkräfte zurück. „Es ist unsere Aufgabe, die pflegerische Versorgung sicherzustellen. Das gelingt nur mit gut ausgebildeten Fachkräften, die wir verantwortungsvoll gewinnen und begleiten“, betonte Minister Lucha. „Mit dem heutigen Schritt stärken wir bestehende Kooperationen, sichern die Sprachförderung und Integration und heben die grundlegende Partnerschaft auf eine neue, operative Ebene.“ Konkret wird angestrebt, das Nursing College der Deccan Education Society in Pune als Pilotpartner in Kooperationen einzubeziehen.

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