Corona-Pandemie

Land verlängert Finanzhilfen für Unikliniken

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Patientin wird in einem Krankenhaus in Stuttgart in einem Computertomographen (CT) untersucht (Bild: © dpa)

Die aufgrund der Corona-Pandemie extrem belasteten Universitätskliniken werden vom Land auch im Jahr 2021 finanziell unterstützt. Aus den verbliebenen Mitteln der letztjährigen Hilfen hat das Kabinett insgesamt bis zu 283,5 Millionen Euro für das laufende Jahr zugesagt.

Die aufgrund der Bekämpfung der Corona-Pandemie extrem belasteten Universitätskliniken Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm werden vom Land auch in 2021 finanziell unterstützt. Bereits im Frühjahr 2020 hatte das Land den vier Kliniken in Trägerschaft des Landes bis zu 615 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, damit diese den laufenden Betrieb sicherstellen und in den Ausbau von Intensivkapazitäten investieren können. Aus den daraus verbliebenen Mitteln hat das Kabinett nun insgesamt bis zu 283,5 Millionen Euro für das Jahr 2021 zugesagt.

„Die Unikliniken nehmen bei der Bekämpfung der aktuellen Corona-Pandemie eine herausragende Rolle ein“, betonte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. „Sowohl bei der Versorgung der Menschen sowie in der regionalen Koordination zur Bekämpfung der Pandemie gehen sie über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus.“ Zugleich wirkten sich die Pandemie selbst und die erforderlichen Maßnahmen zur Bewältigung dieser unmittelbar auf die wirtschaftliche Lage der Kliniken aus. „Die Universitätskliniken sind seit gut einem Jahr einer andauernden Doppelbelastung ausgesetzt, die an die personelle wie wirtschaftliche Substanz geht“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Herausforderung durch die Pandemie hält an

Finanzministerin Edith Sitzmann sagte: „Die Pandemie ist ein Stresstest für die Unikliniken im Land. Unter schwierigsten Bedingungen mussten sie den Betrieb aufrechterhalten und gleichzeitig für zusätzliche Intensivbetten sorgen. Das ist gelungen. Doch die Herausforderung hält an – auch finanziell. Deshalb verlängert das Land die finanzielle Unterstützung für die Kliniken und damit selbstverständlich vor allem für Patientinnen, Patienten und all die engagierten Beschäftigten.“

Im vergangenen Jahr war es den Universitätskliniken gelungen, durch umfassende Maßnahmen sehr schnell einen pandemiekonformen und sicheren Krankenhausbetrieb möglich zu machen. Im Ergebnis mussten sie den durch das Land bereitgestellten Finanzrahmen nur in deutlich geringerem Umfang in Anspruch nehmen, als dies im Frühjahr 2020 zu erwarten war.

Liquidität der Kliniken gewährleistet

Trotzdem sahen und sehen sich die Kliniken mit erheblichen Erlösausfällen insbesondere durch freizuhaltende Betten oder in Folge von Belegungsrückgängen konfrontiert. Außerdem sind erhebliche Mehraufwendungen zur Sicherstellung des Betriebes unter Pandemiebedingungen wie auch für die genannten Koordinationsaufgaben erforderlich. Der nun für 2021 bereitgestellte Finanzrahmen stellt damit sicher, dass die Liquidität der Universitätskliniken auch unter den aktuellen schwierigen Bedingungen gewährleistet ist und sie ihren wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung leisten können.

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Mit unserem Messenger-Service bekommen Sie immer alle Änderungen und wichtige Informationen aktuell als Pushnachricht auf Ihr Mobiltelefon.

Weitere Meldungen

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Wissenschaft

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Eine Mitarbeiterin der Parasitologie der Universität Hohenheim zeigt in einem Labor eine Buntzecke.
Gesundheit

Start der Zecken-Saison

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan