Innovation

Kooperation für klimaneutralen Wasserstoff aus Europa gefördert

Das Wirtschaftsministerium fördert das deutsch-niederländische Projekt „genAEMStack“ zur Produktion von klimaneutralem Wasserstoff aus Europa mit rund 1,6 Millionen Euro aus EU-Mitteln.

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Ein Mann hält in Stuttgart den Zapfhahn einer Wasserstofftankstelle an den Stutzen eines Wasserstoffautos.
Symbolbild

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg schlägt ein neues Kapitel in der Innovationszusammenarbeit innerhalb Europas auf: Mit rund 1,6 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert das Ministerium das deutsch-niederländische Projekt „genAEMStack“, das innovative Ansätze für neue Komponenten und Fertigungsverfahren zur Produktion von grünem Wasserstoff entwickeln soll. Das Projekt wird gemeinsam vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und dem Holst Centre, einer in Eindhoven angesiedelten Forschungseinrichtung, durchgeführt. Die Förderung des Wirtschaftsministeriums fließt an das ZSW, während das Holst Centre durch die niederländische Provinz Noord-Brabant unterstützt wird.

Gemeinsam innovativer für die Zukunft

„Gemeinsam innovativer für die Zukunft: Das ist unser erklärtes Ziel, was wir mit diesem neuen Projekt in einer Innovationspartnerschaft mit der Provinz Noord-Brabant umsetzen wollen. Wir arbeiten nicht nur an einer strategischen Technologie, die die Europäische Union insgesamt voranbringen soll – die Produktion von klimaneutralem Wasserstoff. Sondern wir tun dies auch gemeinsam, weil wir zusammen besser und stärker sind als allein“, betonte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 18. November 2025 in Stuttgart.

„Dank der europäischen Mittel können ZSW und Holst Centre ihre Zusammenarbeit vertiefen und zu einer strategischen Partnerschaft ausbauen. Damit stärken beide Regionen ihre Position in einer internationalen Wertschöpfungskette“, sagte Martijn van Gruijthuijsen, Regionalminister für Wirtschaft, Talentförderung und Finanzen der niederländischen Provinz Noord-Brabant.

Strategische Technologie für Europa

Das geförderte Projekt „genAEMStack“ ist Teil eines Maßnahmenbündels im Rahmen der Plattform „Strategische Technologien für Europa“ („Strategic Technologies for Europe Platform“ – STEP), die seitens der EU Anfang März 2024 ins Leben gerufen wurde. Mit STEP sollen kritische und neu entstehende strategische Technologien unterstützt werden, um Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Souveränität der EU zu stärken und Abhängigkeiten in strategischen Technologiebereichen zu verringern. Dazu zählen digitale Technologien und technologieintensive Innovationen (Deep Tech), umweltschonende und ressourceneffiziente Technologien sowie Biotechnologien.

Ein wesentliches Ziel des Projekts „genAEMStack“ ist ein Elektrolyse-Stack, der Unternehmen aus den beiden Regionen als Entwicklungsplattform für eigene Produktentwicklungen und den Aufbau von regionalen Wertschöpfungsketten dienen soll.

Partnerschaft Baden-Württemberg mit Noord-Brabant

Die Provinz Noord-Brabant und das Land Baden-Württemberg arbeiten bereits seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen, insbesondere im Bereich der Wirtschaft sowie der wirtschaftsnahen Forschung. Hier wurden die Beziehungen unter anderem durch die Zusammenarbeit bei Projekten in unterschiedlichen Themenbereichen immer weiter vertieft. Zudem verfügen sowohl die Wirtschaft der Provinz Noord-Brabant als auch die baden-württembergische Wirtschaft über eine solide industrielle Basis und eine hohe Innovationskraft, die sie bei der weiteren Zusammenarbeit nutzen wollen.

EFRE-Förderung in Baden-Württemberg

Um regionale Strukturförderung zu betreiben, erhält Baden-Württemberg in der Förderperiode 2021-2027 rund 279 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem EFRE. Das EFRE-Programm Baden-Württemberg ist an der Innovationsstrategie Baden-Württemberg ausgerichtet und unterstützt die Schwerpunkte Zukunftstechnologien und Kompetenzen sowie Ressourcen- und Klimaschutz.

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