Verkehr

Keine Fußgängerzone in Hechingen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Logo des Kompetenznetz Klima Mobil mit dem ausgeschriebenen Namen und zwei Kreisen, die eine gemeinsame Schnittmenge bilden.

Die Stadt Hechingen hat ihre Aktivitäten im Rahmen des Kompetenznetzes Klima beendet. So kommt es auch nicht zur Einrichtung einer Fußgängerzone.

Die Stadt Hechingen hat entschieden, ihre Aktivitäten als Modellkommune des Kompetenznetzes Klima Mobil ruhen zu lassen. Als Hintergründe werden die erst kürzlich erfolgte Umgestaltung des Obertorplatzes mit Verkehrsberuhigung und dem Wegfall von Parkplätzen sowie die angespannte Situation des Einzelhandels angeführt. Hinzu kommt, dass die Stadt weitere Sanierungsarbeiten in der Innenstadt, vor allem im Bereich des Markt- und Kirchplatzes, beschlossen hat. Hieraus resultiert eine inhaltliche Schwerpunktsetzung des Gemeinderats, die derzeit nicht zu den Inhalten des Kompetenznetzes Klima Mobil passt; auf dieser Basis wird das Modellvorhaben „Erst der Mensch, dann das Auto“ zur Umgestaltung des Marktpatzes im Gemeinderat kritisch gesehen. So kommt es im Frühling 2022 trotz der inhaltlichen und kommunikativen Begleitung des Prozesses durch das Kompetenznetz Klima Mobil weder zur Einrichtung einer Fußgängerzone, noch zu einem mehrwöchigen Verkehrsversuch zur Aufwertung der Aufenthaltsqualität am Markt- und Kirchplatz. Die Stadtverwaltung hat mitgeteilt, sich eine Fortsetzung der begonnenen Aktivitäten ab 2025 vorstellen zu können.

Die Bewerbung der Stadt Hechingen war Anfang August 2020 aus rund 40 Bewerbungen im Rahmen des Modellprojekts Kompetenznetz Klima Mobil als eine von 15 Modellkommunen ausgewählt worden. Das Kompetenznetz Klima Mobil unterstützt die Modellkommunen seither bei Planung und Kommunikation, sowie bei der Akquise von Fördermitteln für die eingereichten Projekte. Das Kompetenznetz Klima Mobil bedauert die Entscheidung der Stadtverwaltung. Ein erneuter Aufruf zu Modellprojekten allgemeiner Art, wie es Teil der ersten Phase des Kompetenznetzes Klima Mobil war, ist nicht vorgesehen. Das Ministerium für Verkehr unterstützt jedoch auch außerhalb des Kompetenznetzes die Entwicklung von lebendigen und verkehrsberuhigten Ortsmitten, zum Beispiel im Rahmen des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (LGVFG).

Das Kompetenznetz Klima Mobil

Das Kompetenznetz wurde auf Initiative des Ministeriums für Verkehr von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) ins Leben gerufen.

Im August 2020 hatte eine Jury des Kompetenznetz Klima Mobil 15 Modellkommunen für die Umsetzung von hochwirksamen Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr ausgewählt. Die Entscheidung fiel auf: Althengstett, Burgstetten, Freiburg, Hechingen, Heidelberg, Karlsruhe, Kehl, Ludwigsburg, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sachsenheim, Schorndorf, Simonswald und Waldkirch.

Gefördert wird das Kompetenznetz Klima Mobil durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg.

Kompetenznetz Klima Mobil

Ministerium für Verkehr: Fußverkehr

Weitere Meldungen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 24. Februar 2026

Windräder stehen während des Sonnenaufgangs auf einem Feld.
Erneuerbare Energien

Schnellere Genehmigungen für Windkraft-Anlagen durch Digitalisierung

Studenten nehmen in einer Mensa ihr Mittagessen ein (Foto: © dpa).
Ernährung

Mehr regionale Bio-Produkte in Kantinen und Mensen

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Elektromobilität

Elektro-Carsharing für 66 Standorte

Übergabe Krisenmanagement-Handbuch
Bevölkerungsschutz

Krisenmanagement-Handbuch an Kommunen übergeben

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Förderung der regionalen Erzeu­gung von Wasserstoff geht weiter

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Verkehrssicherheit

Jahresbilanz 2025 des Verkehrswarndienstes

Landschaft von oben im Neckar-Odenwald-Kreis
Ländlicher Raum

Flurbereinigung in Ravenstein bedeutet Fortschritt und Zukunft

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Städtebauförderung

Nichtinvestive Städtebau­förderung 2026 startet

Eine junge Frau forscht im Life Science Center der Universität Hohenheim an Pflanzen in Klimakammern (Symbolbild: © dpa).
Forschung

Land fördert Zukunftstechnolo­gien an Landesuniversitäten

Ein Scan-Auto, das automatisch Parksünder registriert, fährt bei einem Pilotversuch an vor der Universität Hohenheim geparkten Fahrzeugen vorbei.
Parkraumüberwachung

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Kühe grasen auf einer Weide unterhalb der Kopfkrainkapelle in Simonswald.
Naturschutz

Kompensationsverzeichnis des Landes erweitert

Innenminister Thomas Strobl (Mitte) in Begleitung von zwei Gardemädchen
Fastnacht

Empfang für Karnevals- und Fasnachtsvereine

Logo Öffentlicher Gesundheitsdienst. Die Abkürzung "ÖGD" ist in dicken Buchstaben dargestellt. Darunter steht in "Öffentlicher Gesundheitsdienst - Schützt. Hilft. Klärt auf."
Gesundheit

Einheitliche Software-Landschaft für die Gesundheitsämter

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Öffentlicher Dienst

Tarifabschluss im öffentlichen Dienst