Landwirtschaft

Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0 in Aalen gestartet

Das Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0 in Aalen ist gestartet. Es verbindet Bildung mit beruflicher Praxis und schafft Zukunft für den Ländlichen Raum.

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Ein Mähdrescher lädt während der Ernte den geernteten Weizen in einen Anhänger ein, der neben ihm von einem Traktor gezogen wird. (Foto: © dpa)
Symbolbild

„Mit der Auftaktveranstaltung an der Justus-von-Liebig-Schule in Aalen geht das Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0 nun offiziell an den Start. Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein für die landwirtschaftliche Weiterbildung in Baden-Württemberg. Das Innovationszentrum überzeugt durch seine enge Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlichen Betrieben, theoretischen und praktischen Forschungseinrichtungen sowie Bildungsträgern. Auf diese Weise werden innovative Ansätze greifbar und aktuelles Fachwissen direkt in die Region getragen und ich bin mir sicher, dass dieser Ansatz auch über die Region hinaus ausstrahlen wird“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz, anlässlich ihres Besuchs der Auftaktveranstaltung „Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0“ an der Justus-von-Liebig-Schule in Aalen im Ostalbkreis.

Mit dem Innovationszentrum geht der Ostalbkreis neue Wege. Sobald sich das Zentrum etabliert hat, werden auch die landwirtschaftlichen Fachschulen davon profitieren. Die Akademie für Landbau und Hauswirtschaft (ALH) in Kupferzell ist in den Innovationsbeirat eingebunden. „So schaffen und verankern wir ein Netzwerk in der Region, das Weiterbildung und Innovation systematisch unterstützt“, sagte Staatssekretärin Kurtz.

Besonders erfreulich ist, dass vor wenigen Tagen der Zuwendungsbescheid des Regierungspräsidiums Stuttgart übermittelt wurde. Damit ist die finanzielle Basis für den Auf- und Ausbau des Innovationszentrums gesichert.

Lebenslanges Lernen

Ein zentrales Thema ist die Innovationskraft – verstanden als die Fähigkeit, sich kontinuierlich weiterzubilden und neue Entwicklungen in der Praxis umzusetzen. Das Innovationszentrum bietet dafür ein Angebot, das Landwirtinnen und Landwirten ermöglicht, lebenslang zu lernen und sich auf die schnelle Entwicklung von Digitalisierung und Technologien einzustellen.

Die Ziele des Innovationszentrums basieren auf der Weiterentwicklung der regionalen Landwirtschaft durch Digitalisierung, Forschung und Praxis. Sie umfassen Digitalisierung und Smart Farming, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, Bildung und Qualifikation, regionale Vernetzung und Zusammenarbeit, Effizienzsteigerung und Wirtschaftlichkeit, wissenschaftliche Forschung sowie gesellschaftliche Akzeptanz und Öffentlichkeitsarbeit. „Diese Schwerpunkte zeigen, dass es nicht nur um technische Innovationen geht, sondern um ein ganzheitliches Verständnis von Fortschritt“, betonte Staatsekretärin Sabine Kurtz.

Innovationsrat

Einen besonderen Impuls bringe die Einrichtung des Innovationsrats, der die Arbeit des Zentrums begleitet. „Er leistet einen wichtigen Beitrag dafür, dass möglichst alle Perspektiven von der Praxis über die Wissenschaft und Bildung bis zur Politik Gehör finden“, sagte Staatssekretärin Kurtz. Der Rat gebe Impulse, begleite Entwicklungen kritisch und trage dazu bei, dass das Innovationszentrum ein wirkungsvolles Instrument für die Landwirtschaft bleibe.

Durch die Vernetzung mit bestehenden Angeboten im Land werden Beiträge und Expertise von externen Partnern eingebunden. Bereits vorgesehen sind unter anderem die Universität Hohenheim, die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), das Landwirtschaftliche Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW) Aulendorf, das Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg, die ALH Kupferzell.

Das Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0 ist weit mehr als ein Bildungsangebot. „Es ist ein Motor für die Zukunft unserer Landwirtschaft. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Wissenschaft und Bildungspartnern entstehen Ideen, die direkt in die Praxis umgesetzt werden können“, unterstrich Staatsekretärin Sabine Kurtz.

In Zukunft sollen verstärkt aktuelle Inhalte zu den Themen „Tierwohl“, „Melkrobotik“, „Herdenmanagement“ sowie zur „Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln“ aufgegriffen und in die Bildungs- und Informationsangebote des Innovationszentrums integriert werden. Die Angebote sollen so gestaltet werden, dass theoretische und praktische Inhalte eng miteinander verzahnt sind – und für den Berufsalltag des Landwirts einen Mehrwert bewirken.

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