Forst

Hauk kritisiert Änderungsvorschläge zur EU-Entwaldungsverordnung

Minister Peter Hauk findet den Änderungsvorschlag der Kommission der Europäischen Union zur Entwaldungsverordnung nicht ausreichend.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
Symbolbild

„Die aktuellen Vorschläge der Europäischen Kommission zur Änderung der Entwaldungsverordnung der Europäischen Union (EU) (EUDR) habe ich mit Besorgnis zur Kenntnis genommen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen müssen dringend überdacht und überarbeitet werden. Echter Bürokratieabbau sieht anders aus. Denn anstatt der bereits angekündigten Verschiebung um ein Jahr, plant die EU-Kommission nun den Start der Verordnung ausschließlich auf kleine und Kleinstunternehmen zu verschieben. Mittlere und Große Betriebe sollen weiterhin mit denselben bürokratischen Herausforderungen konfrontiert bleiben. Dies ist weder nachvollziehbar, noch pragmatisch und reicht bei weitem nicht aus. Die europäische Entwaldungsverordnung ist in ihrer bisherigen Form ein Schlag ins Gesicht der gesamten mittelständischen deutschen Wirtschaft. Daher brauchen wir die Verschiebung für alle Betriebe, um die Zeit zu nutzen, um echte Entlastung zu schaffen und inhaltlich grundlegend nachzubessern. Denn der enorme Zusatzaufwand, der durch die EUDR für die betroffenen Akteure im Wald und entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen würde, geht völlig an dem vorbei, was die Verordnung eigentlich bewirken soll“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Einführung einer Null-Risiko-Variante

„Wir brauchen keine Flickschusterei, sondern eine klare, pragmatische und sinnvolle Sachpolitik. Dazu gehört zwingend auch die Einführung einer Null-Risiko-Variante. Wir brauchen eine Vorordnung, die sicherstellt, dass weltweit weniger Wälder gerodet werden. Wir brauchen aber auch eine Verordnung, die sicherstellt, dass dort wo es keine Probleme gibt, wie bei uns in Deutschland und in Baden-Württemberg, auch kein Bürokratiemonster entsteht. Wo wir kein Entwaldungsrisiko und -problem haben, da brauchen wir auch keine weiteren bürokratischen Belastungen“, so Minister Hauk.

„Daher fordere ich klar und deutlich: Die Null-Risiko-Variante muss in die EUDR aufgenommen werden und die Fristen für die Umsetzung der EUDR müssen für alle Unternehmensgrößen verlängert werden. Die unverhältnismäßig hohen bürokratischen Belastungen müssen abgebaut und die sehr hohen Standards nachhaltiger Waldwirtschaft in Deutschland erhalten und berücksichtigt werden. Die EUDR darf die nachhaltige Waldwirtschaft in Europa und Deutschland nicht verhindern und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft schwächen“, machte Minister Hauk deutlich.

Weitere Meldungen

Landtagspräsident Thomas Strobl (links) und Cem Özdemir (rechts) bei dessen Vereidigung als Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Landesregierung

Cem Özdemir ist neuer Ministerpräsident

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Steuereinnahmen des Landes sinken nur leicht

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Kleinkind auf Rutsche
Stadtentwicklung

Land fördert drei nichtinvestive Städtebauprojekte

Ministerpräsident Kretschmann und Minister Strobl
Bundesrat

Strobl hält letzte Rede im Bundesrat

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) im Gespräch mit Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (rechts), Bürgermeister von Bremen.
Bundesrat

Kretschmann im Bundesrat verabschiedet

Organspendeausweis
Organspende

Bundestag diskutiert über Widerspruchsregelung bei der Organspende

Luftbild vom Quartier Kanadaring in Lahr
Flächenmanagement

Land entwickelt kostenloses Tool zum Digitalen Flächenmanagement

Portrait Neue Finanzamtsleitung Schorndorf Frau Danzebrink
Verwaltung

Neue Leiterin des Finanzamts Schorndorf

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Menschen besser auf Krisen vorbereiten

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land stärkt digitale Innovationszentren

Traktor auf dem Feld
Landwirtschaft

Stichtagsregelung für Ackerflächen kommt

Holzbau
Forst

Fünfter Fachkongress Holzbau

Eine Hand hält einen in augmented Reality illustrierten Kopf.
Digitalisierung

Land fördert Digital Hubs Bodensee und Region Bruchsal

Mitarbeiter des Bereichs der atmosphärischen Aerosolforschung beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeiten im Wolkenlabor an der Anlage für Aerosol Interaktionen und Dynamik in der Atmosphäre (AIDA). (Foto: dpa)
Innovation

Land fördert kommunale Innovationsinfrastrukturen