Ausbildung

Fortsetzung des Kümmerer-Programms für Integration durch Ausbildung

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Alaa Abdulhak und Ibrahim Hamada, jugendliche Flüchtlinge aus Syrien, arbeiten in der Metallausbildungswerkstatt bei Siemens in Karlsruhe an einer Drehbank. (Bild: dpa)

Das Land fördert das Programm „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ mit 3,7 Millionen Euro in den Jahren 2023 und 2024. Auch mit Blick auf die Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, führt das Land die Angebote, Unterstützungsstrukturen und Netzwerke fort.

„Unsere Kümmerer helfen, den Fachkräftenachwuchs zu sichern und junge zugewanderte Menschen gesellschaftlich zu integrieren. Sie haben dazu beigetragen, dass es Baden-Württemberg gelungen ist, viele der seit 2015 zu uns Geflüchteten in Ausbildung zu vermitteln. Bereits über 3.400 Teilnehmende des Kümmerer-Programms haben eine Ausbildung begonnen. Auch mit Blick auf die Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, führen wir unsere Angebote, Unterstützungsstrukturen und Netzwerke fort. Denn damit ermöglichen wir, dass auch in Zukunft eine passgenaue Begleitung auf dem Weg in eine Berufsausbildung möglich ist, sollte diese angestrebt werden“, sagte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Die Ministerin kündigte an, dass das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus das Kümmerer-Programm „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ in den Jahren 2023 und 2024 fortführen werde. Gefördert werden 37,5 Kümmerer-Vollzeitstellen bei 22 Kammern, Bildungsträgern und Landkreisen mit 3,7 Millionen Euro.

Umfassendes Unterstützungsangebot

Mit dem Kümmerer-Programm fördert das Wirtschaftsministerium seit 2016 flächendeckend im Land sogenannte regionale Kümmerinnen und Kümmerer. Deren Aufgabe ist es, geeignete junge Menschen passgenau in Praktikum, Einstiegsqualifizierung und Ausbildung zu vermitteln. Dafür bieten die Kümmerinnen und Kümmerer ein umfassendes Unterstützungsangebot. Sie helfen den Zugewanderten bei der Berufswahlentscheidung, unterstützen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Gleichzeitig sind sie Ansprechpersonen für die Betriebe und beraten diese etwa zu Unterstützungsangeboten während der Ausbildung. Trotz Corona-bedingter, teilweise massiver Einschränkungen wurden zudem erste Initiativen zur Gewinnung von jungen Menschen aus dem Ausland für eine Ausbildung in Baden-Württemberg begonnen, beispielsweise mit Auszubildenden aus Indien und der Türkei. „Dass sich in der neuen Förderperiode mit den Handwerkskammern Reutlingen und Stuttgart zwei neue Träger am Programm beteiligen, zeigt den anhaltenden Bedarf unserer Unterstützungsangebote für Zugewanderte auf dem Weg in Ausbildung“, so die Ministerin.

Geförderte Kümmerer-Projektstellen 2023 bis 2024

Träger

Fördersumme in Euro

Stellen

Stadt- und Landkreise

Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka)

102.000

1,0

Stadt- und Landkreis Karlsruhe

BBQ Bildung und Berufliche Qualifizierung gGmbH

462.000

5,0

Baden-Baden, Landkreise Rastatt, Rems-Murr, Ludwigsburg, Tübingen, Zollernalb und Rottweil

Förderband Mannheim

51.000

0,5

Mannheim

Handwerkskammer Freiburg

306.000

3,0

Freiburg, Landkreise Emmendingen Breisgau-Hochschwarzwald, Ortenau und Lörrach

Handwerkskammer Heilbronn-Franken

98.749

1,0

Stadt- und Landkreis Heilbronn, Landkreise Schwäbisch Hall, Main-Tauber und Hohenlohe

Handwerkskammer Konstanz

97.748

1,0

Landkreise Waldshut, Konstanz, Rottweil und Tuttlingen, Schwarzwald-Baar-Kreis

Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald

94.788

1,0

Heidelberg, Mannheim, Rhein-Neckar-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis

Handwerkskammer Region Stuttgart

102.000

1,0

Stuttgart, Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr

Handwerkskammer Reutlingen

102.000

1,0

Landkreise Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und Zollernalb

Handwerkskammer Ulm

81.600

0,8

Ulm, Landkreise Ostalb, Bodensee, Heidenheim, Ravensburg, Alb-Donau und Biberach

Internationaler Bund Baden(Bruchsal, Mannheim, Pforzheim)

306.000

3,0

Mannheim, Pforzheim, Landkreis Karlsruhe (Stadt Bruchsal), Enzkreis

Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben

190.400

2,2

Landkreise Sigmaringen, Ravensburg, Bodenseekreis

Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee

153.000

1,5

Landkreise Lörrach, Waldshut und Konstanz

Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg

102.000

1,0

Landkreis Heidenheim und Ostalbkreis

Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart

480.729

5,0

Stuttgart, Landkreise Ludwigsburg, Böblingen, Rems-Murr und Göppingen

Industrie- und Handelskammer Reutlingen

102.000

1,0

Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb

Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar

97.000

1,0

Mannheim, Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis

Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein

204.000

2,0

Freiburg, Landkreise Emmendingen Breisgau-Hochschwarzwald und Ortenau

Industrie- und Handelskammer Ulm

139.000

1,5

Ulm, Alb-Donau-Kreis und Landkreis Biberach

Landratsamt Biberach

102.000

1,0

Landkreis Biberach

Landratsamt Esslingen     

102.000

1,0

Landkreis Esslingen

Landratsamt Schwäbisch Hall

204.000

2,0

Landkreis Schwäbisch Hall

 

3.680.014

37,5

 

Förderprogramm „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“

Das Förderprogramm „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ (sogenannte Kümmerer-Programm) läuft seit 2016. Bis April 2022 wurden rund 7.500 Zugewanderte durch Kümmerinnen und Kümmerer begleitet. Davon wurden über 3.400 in Ausbildung vermittelt. In 2020 wurde die bisherige Zielgruppe von Geflüchtete auf Zugewanderte aus der Europäischen Union (EU) und aus Drittstaaten ausgeweitet. Das Programm steht auch Geflüchteten aus der Ukraine offen.

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus: Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte

Informationen rund um die Ukraine-Krise

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