Forschung

Neue Förderinitiative für Quantencomputing

Im Rahmen einer neuen Förderinitiative für Quantencomputing stellt das Land bis Ende März 2027 8,5 Millionen Euro für Verbundforschung bereit.

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In einem Labor der Firmja Q.ANT wird von einer Ingenieurin und einem Ingenieur der Test eines neuentwickelten photonischen Chips mit einem Laserstrahl vorbereitet.
Symbolbild

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg hat eine neue Ausschreibung zur Förderung eines Verbundforschungsvorhabens im Bereich Quantencomputing veröffentlicht. Der Förderaufruf erfolgt im Rahmen des „Kompetenzzentrums Quantencomputing Baden-Württemberg“ in Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft. Ziel ist die anwendungsnahe, vorwettbewerbliche Erforschung und Entwicklung von Algorithmen und Systemarchitekturen für Quantencomputer.

„Mit der neuen Förderung bündeln und stärken wir gezielt die Kompetenzen im Land, um das Innovationspotenzial des Quantencomputings für Wissenschaft und Wirtschaft nutzbar zu machen“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus.

Kooperative Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Fokus

Im Mittelpunkt stehen kooperative Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die Erkenntnisse aus der Grundlagen- und Vorlaufforschung in Richtung praktischer Anwendungen weiterentwickeln. Damit sollen konkrete wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten weiter erschlossen werden. Diese Arbeiten werden in einem großen Verbundvorhaben unter Koordination der Fraunhofer-Gesellschaft gebündelt und sollen intensiv auf die verfügbaren Ressourcen des Kompetenzzentrums zurückgreifen. Diese beinhalten den Zugriff auf die neueste Generation von IBM Quantencomputern im IBM Data Center am Standort Ehningen.

„Das Kompetenzzentrum Quantencomputing in Baden-Württemberg ist das Aushängeschild zum Quantencomputing unserer Landesinitiative QuantumBW mit internationaler Strahlkraft. Mit der jetzigen Förderung wollen wir die exzellenten Fortschrittsarbeiten entlang der Roadmap weiter ausbauen und weiter zielgerichtet daran arbeiten, die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenziale des Quantencomputings im Land zu heben“, betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Standortvorteil für Baden-Württemberg ausbauen

„Unser Ziel ist es, den strategischen Standortvorteil für Baden-Württemberg auszubauen. Mit dem neuen Förderaufruf stärken wir das Ökosystem aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Start-ups und etablierten Unternehmen im Bereich Quantentechnologien. Ich lade alle Interessierten herzlich ein, sich aktiv in die Arbeit des Kompetenzzentrums einzubringen und gemeinsam an der technologischen Zukunft unseres Landes zu arbeiten“, so die Ministerin weiter.

Ziel der Ausschreibung ist insbesondere die Zusammenarbeit herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus baden-württembergischen Forschungseinrichtungen in anwendungsorientierten Verbundprojekten Quanten- Hard- und Software zu stärken. Die Fraunhofer-Gesellschaft wird gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft das notwendige Know-how weiterentwickeln und in die Anwendung überführen. Gefördert werden vor allem standort- und disziplinübergreifende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die substanzielle Fortschritte für das Quantencomputing in Baden-Württemberg erwarten lassen.

Für das geplante Verbundvorhaben stellt das Land bis Ende März 2027 Fördermittel in Höhe von bis zu 8,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus: Förderinitiative für Quantencomputing

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