Schule

Fachtagung „Französisch unterrichten an Realschulen und Gemeinschaftsschulen“

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Französischunterricht an einem Gymnasium (Bild: © Wolfram Kastl/dpa)

Die Fachtagung „Französisch unterrichten an Realschulen und Gemeinschaftsschulen“ motiviert zu noch mehr Miteinander der Lehrkräfte. Lehrkräfte sind Brückenbauer über den Rhein und leben die deutsch-französische Freundschaft.

Ganz im Zeichen der Partnersprache Französisch, von Mobilitätserfahrungen und interkulturellem Wissen stand die Fachtagung „Französisch unterrichten an Realschulen und Gemeinschaftsschulen“. Die Veranstaltung fand nach zwei pandemiebedingten Absagen nun in Präsenz unter dem Motto „Ensemble, c´est tout“ am 12. Oktober 2022 in Offenburg statt. Sie wurde gemeinsam vom Kultusministerium und dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) ausgerichtet. Etwa 100 Französischlehrkräfte von Realschulen und Gemeinschaftsschulen haben sich bei der Tagung getroffen und die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung genutzt. Zur Vernetzung haben das ZSL und das Kultusministerium auch einen Moodle-Kurs eingerichtet, der es Lehrkräften ermöglicht, Materialien zu teilen und über die Fachtagung hinaus in Kontakt zu bleiben.

„Am Oberrhein begegnen sich Menschen beider Länder täglich bei der Arbeit, in der Freizeit und beim Einkaufen. Ein gutes Miteinander erfordert da nicht nur die sprachliche Verständigung, sondern auch ein interkulturelles Bewusstsein für die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen uns und unseren Nachbarn“, sagte Staatssekretär Volker Schebesta. In diesem Zusammenhang würdigte er die pädagogische Arbeit der Lehrkräfte: „Für mich sind Sie die Botschafterinnen und Botschafter der französischen Sprache und die Brückenbauer über den Rhein, die die ‚amitié franco-allemande‘ (deutsch-französische Freundschaft) jeden Tag neu mit Leben füllen.“

Zu Fachfragen in Seminaren ausgetauscht

Neben dem Staatssekretär des Kultusministeriums hat auch der neu ernannte französische Generalkonsul für Baden-Württemberg, Gaël de Maisonneuve, ein Grußwort an die Lehrkräfte gerichtet. Im Anschluss hat Prof. Dr. Jürgen Mertens von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg den Lehrerinnen und Lehrern über verschiedene Ansätze berichtet, wie der Französischunterricht noch anschaulicher und motivierender gestaltet werden kann. Die folgenden Seminare beschäftigten sich – dem Motto des Vortrags folgend – mit Ideen für einen noch kreativeren und lebendigeren Unterricht.

Hierzu gab es einen Workshop zu Spielen, die in Französisch eingesetzt werden können, zum Lesen und Gestalten von Comics oder zum digitalen Unterrichten. Aber auch die Frage, wie der Sprachanteil im Unterricht erhöht werden kann oder wie die Schülerinnen und Schüler auf die Abschlussprüfungen vorbereitet werden können, war Thema von Seminaren. Während des Nachmittags hatten die Französischlehrkräfte der Realschulen und Gemeinschaftsschulen zudem die Gelegenheit, auf einem „Markt der Möglichkeiten“ mit zahlreichen Akteuren ins Gespräch zu kommen. An Infoständen präsentierten sich deutsch-französische Kultureinrichtungen, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Schulen in Baden-Württemberg und dem Elsass, das Deutsch-Französische Jugendwerk, Erasmus+ sowie Schulbuchverlage.

Französisch an Realschulen und Gemeinschaftsschulen

Das Fach Französisch kann an Realschulen und Gemeinschaftsschulen als Wahlpflichtfach ab Klasse 6 als zweite Fremdsprache gewählt werden. In Klasse 10 findet dann die Abschlussprüfung auch im Wahlpflichtfach (mündlich und schriftlich) statt.

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport: Französisch an Realschulen und Gemeinschaftsschulen

YouTube: Informationen zu Schulpartnerschaften und den Austausch

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport: Deutsch-französische Zusammenarbeit

Regierungspräsidium Freiburg: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Schulen

Außerdem unterstützt das Kultusministerium vier deutsch-französische Kultureinrichtungen im Land: das Centre Culturel Français Freiburg, das Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe, das Institut Culturel Franco-Allemand Tübingen sowie das Montpellier-Haus Heidelberg.

Auch für Lehrkräfte gibt es Austauschangebote. Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) bietet deutschen Lehrkräften aus Grundschulen und der Sekundarstufe I an weiterführenden Schulen die Möglichkeit, im Rahmen des Elysée-Prim-Programms an Primarschulen in Frankreich (erste bis fünfte Klasse) zu arbeiten. Auch über Erasmus+ ist es für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler möglich, Frankreich näher kennenzulernen.

Weitere Meldungen

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Radverkehr

Radfahrabzeichen stärkt Fahrradkompetenz von Kindern

Bescheidübergabe am 7. Oktober 2026
Technologie

Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr

Euro-Banknoten und -Münzen
Haushalt

Haushaltsentwurf für 2027 verabschiedet

Key Visual Wirtschaftsgipfel Afrika
Außenwirtschaft

Fünfter Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Hochschulen

Technologische Souveränität bei Künstlicher Intelligenz stärken

GAP 2026
Landwirtschaft

Internationaler Agrarkongress in Stuttgart

Skulpturen von Homer (links) und Aristoteles stehen vor dem Haupteingang des Kollegiengebäude I (KG1) der Universität Freiburg während Menschen dazwischen hindurchgehen.
Forschung

Universität Freiburg erhält Exzellenztitel

Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg für besondere berufliche oder unternehmerische Leistungen, die der baden-württembergischen Wirtschaft dienen.
Auszeichnung

Wirtschaftsmedaille für BeneVit-Gründer Kaspar Pfister

Symbolbild: Eine Studentin liegt bei schönem Wetter auf einer Wiese und liest ein Buch. (Bild: Mohssen Assanimoghaddam / dpa)
Weiterbildung

Zehn Jahre Fachstelle für Grundbildung und Alphabetisierung

Bei der Paneldiskussion „Wie viel Industriepolitik braucht Europa?“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg hat sich die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (links) mit Anna Cavazzini, Estelle Göger, Freya Lemcke und Daniele Pontarollo ausgetauscht.
Industrie

Bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft gefordert

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt bleibt unter Druck

von links nach rechts: Thomas Uhl von der Justizvollzugsanstalt Ravensburg, Amtschefin des Ministeriums der Justiz und für Migration Gerda Windey, Kevin Brennecke von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Vollzugsanwärter

Kinder jonglieren auf der Bühne mit Tellern
Jugend

20 Jahre Jugendbegleiter-Programm

Flur im Krankenhaus mit Personal und Betten
Kliniken

5,2 Millionen Euro für krisenfeste Krankenhäuser

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Ausbildung

Praktikumswochen starten am 12. Oktober