Landwirtschaft

Auszahlung der EU-Frostbeihilfen in Baden-Württemberg

Die Auszahlung der EU-Frostbeihilfen wurde in Baden-Württemberg abgeschlossen. Die EU-Frostbeihilfe sowie der Abschluss einer Mehrgefahrenversicherung sind wichtige Instrumente, um Ertragsverluste durch Wetterextreme abzufedern.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Garten- und Weinbau

„Die Spätfröste im April 2024 haben vor allem in Ost- und Süddeutschland zu erheblichen Schäden im Obst- und Weinbau geführt. Aufgrund der extrem milden Temperaturen im März hatten viele Pflanzen sehr früh ausgetrieben. Die Frostbeihilfe der Europäischen Union (EU) ist für die berührten Betriebe, die erhebliche Ertragsverluste erlitten, eine elementar wichtige Unterstützung, weil sie wirtschaftliche Schäden abmildert und damit die wirtschaftliche Existenz sowie den Fortbestand der Unternehmen sichert. Daher ist es gut und wichtig, dass die betroffenen Betriebe die Frostbeihilfen jetzt ausbezahlt bekommen. Insbesondere die Weinbranche braucht derzeit auf allen Ebenen Unterstützung, denn die wirtschaftliche Situation ist für die meisten Weinerzeuger aktuell sehr angespannt. Trotz der gewährten EU-Hilfen rate ich den landwirtschaftlichen Betrieben, sich vor den Folgen zunehmender witterungsbedingter Extremereignisse zu schützen und eine Mehrgefahrenversicherung abzuschließen. Das Land unterstützt bereits seit 2020 über das Programm Ertragsversicherung Obst- und Weinbau den Abschluss von Versicherungen gegen Frost, Sturm und/oder Starkregen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

In Baden-Württemberg waren die Frostschäden im Hauptobstbaugebiet Bodensee in der Fläche vergleichsweise gering. Demgegenüber waren der Obst- und Weinbau in Nord- und Südbaden und im Unterland, Main-Tauber und Remstal stark betroffen.

545 eingereichte Anträge

Die größten Schäden wurden aus dem Ortenaukreis und dem Landkreis Heilbronn, Rems-Murr-Kreis und dem Landkreis Ludwigsburg gemeldet, was sich auch in der Anzahl der gestellten Anträge auf Frostbeihilfe widerspiegelt.
In Baden-Württemberg summierten sich die geprüften „Bereinigten Schäden“ nach der Verordnung für Beihilfen wegen Frostschäden für bestimmte Agrarerzeuger im Jahr 2024 (AgrarFrostBeih2024V) auf Grundlage von 545 eingereichten zuwendungsfähigen Anträgen auf insgesamt rund 24 Millionen Euro.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) berechnete auf der Grundlage der von den Ländern gemeldeten Schadensummen einen bundesweit anzuwendenden Entschädigungssatz von knapp 37 Prozent für die beantragten Frostschäden. Daraufhin bewilligten die Unteren Landwirtschaftsbehörden die Frostbeihilfen und führten die nach EU-Recht erforderlichen Vor-Ort-Kontrollen durch. Die Auszahlung der EU-Frostbeihilfen startete in Baden-Württemberg am 2. April und wurde am 17. April abgeschlossen, so dass die Auszahlungen an die Antragsteller in Kürze erfolgen. Insgesamt kamen in Baden-Württemberg Beihilfen in Höhe von rund acht Millionen Euro an die geschädigten Obst- und Weinbauunternehmen zur Auszahlung.

Große Schäden im Obst- und Weinbau

Die Spätfröste Ende April 2024 haben in Deutschland und auch in Baden-Württemberg im Obst- und Weinbau große Schäden angerichtet. Als Hilfe für die betroffenen Betriebe hat Deutschland aus der EU-Agrarreserve insgesamt 46,5 Millionen Euro erhalten. Das Antragsverfahren für diese EU-Hilfen wurde über die Bundesländer abgewickelt und lief von Anfang Dezember 2024 bis zum 8. Januar 2025.

Auch Betriebe, die eine Frostversicherung abgeschlossen haben, konnten einen Antrag auf die EU-Hilfen stellen. Allerdings wurden bereits im Rahmen des Frostschadens erhaltene Zahlungen angerechnet, um eine Überkompensation zu vermeiden.

Weitere Meldungen

Studierende sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

„Zukunftsprogramm Hochschule 2030“ stärkt Innovation

Blick über Hohenlohe
Ländlicher Raum

Kulturlandschaftsrat stärkt Landwirtschaft durch Dialog

Kuhweide mit Kühen
Tierseuche

Impfung gegen Blauzungen­krankheit schützt auch nach Neueinstufung erheblich

Logo
Gründungsförderung

Start-up BW Pre-Seed nimmt weitere Unternehmen auf

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Neubau der Kindertagesstätte Wilhelm-Enßle-Straße
Städtebauförderung

Ortsmitte in Geradstetten erfolgreich saniert

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Im alten Fabrikensemble der Eisenlohr’schen Werke in Dettingen an der Erms sind mit Hilfe der Städtebauförderung 67 neue Wohnungen entstanden.
Städtebauförderung

Ortskern in Dettingen an der Erms modernisiert

Das Bild zeigt den neuen Dienststellenleiter der LVT BW Peter Siller frontal im Porträt.
Landesvertretung

Peter Siller neuer Dienststellenleiter der Landesvertretung beim Bund

Kaiserstuhl
Flurneuordnung

Sonderprojekt „Weinbau Mittelbaden“ abgeschlossen

Mohn- und Kornblumen blühen in einem Getreidefeld (Bild: dpa).
Artenschutz

Projekt „Natur nah dran“ wird verlängert

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Tierschutzpreis
Tierschutz

Tierschutzpreis 2027 ausgeschrieben

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland