Gewalthilfegesetz

Erstes Frauen- und Kinderschutzhaus im Kreis Emmendingen

Das Land fördert das erste Frauen- und Kinderschutzhauses im Kreis Emmendingen mit rund 1,5 Millionen Euro und setzt damit ein starkes Zeichen gegen häusliche Gewalt.

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Eine Frau schaut aus einem Fenster.
Symbolbild

Der Bau des ersten Frauen- und Kinderschutzhauses im Kreis Emmendingen setzt ein starkes Zeichen gegen häusliche Gewalt. Um den Schutz für von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern weiter sicherzustellen, fördert die Landesregierung mit rund 1,5 Millionen Euro das Bauprojekt des Caritasverbands für den Landkreis Emmendingen e. V. und setzt damit wichtige Zeichen für die Versorgung von Hilfsangeboten im ländlichen Raum. Das Land übernimmt damit 75 Prozent der anfallenden Gesamtkosten von 2 Millionen Euro. Mit insgesamt 8,5 Millionen Euro bewilligten Landesförderungen für den Ausbau von Frauen- und Kinderschutzhäusern im Jahr 2025 ist Emmendingen das vierte bezuschusste Großprojekt in Baden-Württemberg.

Wichtiger Schutz in Notsituationen

„Ich freue mich, dass der Kreis Emmendingen mit 22 Plätzen einen Schutzort für elf Frauen und deren Kinder erhalten wird. Es ist der Landesregierung ein wichtiges Anliegen, Betroffenen von häuslicher Gewalt den notwendigen Schutz und eine passende Unterstützung zu ermöglichen“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Dr. Ute Leidig am Montag, 17. November 2025, in Stuttgart. „Im Jahr 2025 sind wir mit der Förderung von vier großen Bauvorhaben der bedarfsgerechten Versorgung mit Schutzplätzen in Baden-Württemberg einen großen Schritt vorangekommen. Hiermit wird deutlich, dass die Landesregierung den Schutz vor Gewalt priorisiert“, so die Staatssekretärin weiter. 

„Ich freue mich sehr über den Zuschuss der Landesregierung, durch den wir im Landkreis Emmendingen mit dem neuen Frauen- und Kinderschutzhaus eine Anlaufstelle für von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder erhalten“, sagte Hanno Hurth, Landrat des Landkreises Emmendingen.

Das Frauen- und Kinderschutzhaus Emmendingen ist Teil des Caritasverbands für den Landkreis Emmendingen e. V., der als Trägerorganisation die fachliche Leitung, Qualitätssicherung und Finanzierung sicherstellt. Durch Schutz und psychosoziale Begleitung der Fachkräfte können Betroffene im Frauen- und Kinderschutzhaus intensiv begleitet werden und sich eine selbstbestimmte und gewaltfreie Perspektive erarbeiten.

Bestehende Unterversorgung im ländlichen Raum begegnen

Als großes Flächenland steht Baden-Württemberg vor der Herausforderung, die Versorgung in allen Regionen zu gewährleisten. Daher ist es besonders wichtig, dass das Schutz- und Beratungsangebot in Emmendingen ausgebaut wird und die aktuell 44 Frauen- und Kinderschutzhäuser in Baden-Württemberg ergänzt. In den Krisen- und Notsituationen der Betroffenen ist die landesweite Gewährleistung von sofortigem und niedrigschwelligem Zugang zum Schutz vor weiteren Gewalttaten für Betroffene unerlässlich.

Umsetzung des politischen Auftrags

Mit dem neuen Gewalthilfegesetz und dem kürzlich veröffentlichten Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Baden-Württemberg 2.0 sind klare politische Aufträge und Maßnahmen formuliert. Der Ausbau von Schutzplätzen für Betroffene geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt ist ein hohes Anliegen der Landesregierung. Neben den bereits begonnen Großinvestitionen im Landkreis Esslingen, Ludwigsburg sowie Ravensburg ist Emmendingen das vierte Bauprojekt in diesem Jahr zum Ausbau der Frauen- und Kinderschutzplätze in Baden-Württemberg.

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