Delegationsreise

Erneuerbare Energien und Elektromobilität in Norwegen

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Eine Norwegerin steht vor ihrem Haus und lädt ein Elektroauto auf (Bild: © dpa).

Umweltminister Franz Untersteller und Verkehrsminister Winfried Hermann führen eine Delegation aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nach Norwegen. Ziel der Reise ist es, von Europas Vorreiter bei den Themen erneuerbare Energie und klimafreundliche Mobilität dazuzulernen.

An der Spitze einer rund 50-köpfigen Delegation aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik reisen Umweltminister Franz Untersteller und Verkehrsminister Winfried Hermann am kommenden Dienstag, den 16. Januar 2018, für vier Tage in die norwegische Hauptstadt Oslo und die Provinz Akershus. „Norwegen gilt als führend beim Ausbau der Elektromobilität und der erneuerbaren Energiewirtschaft und ist in mancherlei Hinsicht weiter als wir“, sagten die beiden Minister vor Antritt der Reise. „Es ist spannend, zu sehen, wie Norwegen mit den Herausforderungen und Chancen im Bereich der Elektromobilität und der Ladeinfrastruktur umgeht und umgegangen ist, vor denen wir in Deutschland und in Baden-Württemberg gerade stehen.“

Wie fördert Norwegen den Umstieg vom Verbrennungs- auf den Elektromotor, welche Technologien werden bevorzugt, wie wird der Ausbau der Ladeinfrastruktur organisiert und wo kommt der Strom für die Elektromotoren her?

Das sind ein paar der Fragen, mit denen sich die Delegation in Norwegen befasst. Weitere wichtige Themen werden die Digitalisierung im Stromsektor sein – Stichwort Smart Grids – sowie die Stromspeicherung und der Netzausbau im Kontext der europaweiten Stromversorgung.

Zusammenarbeit mit Norwegen ausbauen

Auf dem Programm der insgesamt viertägigen Reise stehen unter anderem Besuche beim norwegischen Stromnetzbetreiber Statnett, bei Europas größtem Produzenten erneuerbarer Energie, Statkraft und beim Zentrum für Internationale Klima- und Umweltforschung Cicero. Die Delegation informiert sich außerdem vor Ort über verschiedene Elektromobilitäts-Systeme in Kommunen der Provinz Akershus, besucht die Smart City Baerum und lässt sich im Norwegian Center for Transport Research über moderne nachhaltige Mobilitätskonzepte informieren. Für die Minister Winfried Hermann und Franz Untersteller sind Gesprächstermine mit Vertretern der norwegischen Regierung und der Stadt Oslo geplant.

„Wir stehen nicht nur mitten im Umbau unserer Energiewirtschaft, sondern auch vor einem so noch nie dagewesenen Umbau unserer Automobilwirtschaft. Deshalb besteht von unserer Seite sehr großes Interesse daran, die Zusammenarbeit mit Norwegen auszubauen“, sagte Umweltminister Franz Untersteller, der sich im Rahmen des von der Landesregierung initiierten Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg mit dem Themenfeld 3 „Energie“ befasst. „Im Forschungsbereich zum Beispiel ist das Norsk Hydrogenforum in Lilleström, das sich mit der Nutzung der Wasserstofftechnologie als Energieträger befasst eine spannende Einrichtung. Gerade auch im Hinblick auf die Nutzung der Technologie im Mobilitätsbereich.

Ich gehe auch davon aus, dass die mitreisenden Unternehmerinnen und Unternehmer wertvolle Kontakte knüpfen und künftige Kooperationen anbahnen können.“ Auf dem Gebiet des Klimaschutzes will Untersteller in Oslo und der Provinz Akershus für deren Beitritt zur Under2 Coalition werben. Dem weltweit größten regionalen Klimaschutzbündnis, das Baden-Württemberg und Kalifornien initiiert haben, gehören inzwischen mehr als 200 Partner weltweit an.

Vom Vorreiter mehr über emissionsarme Mobilität lernen

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Eine auf Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lebensqualität ausgerichtete Mobilitätswende ist unerlässlich, um auch die Energiewende erfolgreich zu gestalten. Ich erhoffe mir von der Reise wichtige Erkenntnisse und Anstöße, wie Norwegen es geschafft hat, in Europa Vorreiter bei der Nutzung einer emissionsarmen Mobilität zu werden. Diese Erfahrungen sind auch von großer Bedeutung für die baden-württembergische Fahrzeugindustrie und die zahlreichen Zulieferbetriebe, die mitten in einem noch nie dagewesenen Transformationsprozess stecken.“ Minister Hermann wird in Norwegen unter anderem einen Fahrzeugimporteuer besuchen und mit den Verantwortlichen für Elektromobilitätsstrategie und Luftreinhaltung sprechen. Ferner ist ein Besuch eines Projekts zur Verkehrssteuerung, eines Verkehrsverbundes sowie eines Instituts für Transportwirtschaft und Verkehrsforschung vorgesehen.

Die Delegationsreise nach Norwegen dauert vom 16. bis zum 19. Januar. Organisiert wird die Reise von der Gesellschaft für Internationale wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit bw-i.

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