Lärmschutz

Dialog mit Motorradfahrenden im Lautertal

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Ein Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße. (Bild: dpa)

Auf ihrer Sommertour traf sich Verkehrsstaatssekretärin Elke Zimmer mit Vertretern der Motorradfreunde LILA im Lautertal. Der Verein setzt sich für eine rücksichtsvolle und leise Fahrweise von Motorrad- und Autofahrenden ein.

Die Staatssekretärin des Ministeriums für Verkehr, Elke Zimmer, hat sich auf ihrer Sommertour mit Vertreterinnen und Vertretern der Motorradfreunde LILA e.V. („Leise im Lautertal“) getroffen. Der Verein setzt sich für eine rücksichtsvolle und leise Fahrweise von Motorrad- und Autofahrenden ein. Die Staatssekretärin und der Vorsitzende Horst-Rüdiger Meyer auf der Heyde diskutierten die Frage, wie effektiver Schutz vor Kraftfahrzeuglärm, insbesondere Motorradlärm gelingt. Besprochen wurde auch, ob es dafür in Ausnahmefällen Verkehrsbeschränkungen für laute Fahrzeuge an besonders von Lärm belasteten Strecken geben sollte. Im Anschluss an das Gespräch konnte sich die Staatssekretärin bei einer gemeinsamen Motorradtour durch das Lautertal davon überzeugen, dass Motorradfahren auch ohne Lärm gelingt.

„Der Verkehr muss leiser werden – zum Schutz von Anwohnerinnen und Anwohnern, Erholungssuchenden sowie für attraktive Ortsmitten gerade auch im ländlichen Raum.“ erklärte die Staatssekretärin. „Verkehrslärm beeinträchtigt die Lebensqualität und schädigt die Gesundheit.“ Es würden landschaftliche reizvolle Gebiete beeinträchtigt, die für Erholungssuchende eine hohe Bedeutung haben. Ortsmitten im ländlichen Raum veröden, wenn Verkehrslärm den Aufenthalt im öffentlichen Raum unattraktiv macht.

Eine defensive Fahrweise senkt den Verkehrslärm

Der Vorsitzende der Motorradfreunde LILA, Horst-Rüdiger Meyer auf der Heyde, betonte: „Schon mit den herkömmlichen Kraftfahrzeugen ist eine lärmvermeidende, rücksichtsvolle Fahrweise möglich und deshalb auch geboten. Zur Vermeidung von Streckensperrungen muss bewusste Unvernunft in geeigneter Weise nachdrücklich unterbunden werden. Dies gilt aber nicht nur für Motorräder, sondern für alle Kraftfahrzeuge.“

Die Staatssekretärin und der Vereinsvorsitzende richteten daher gemeinsam ihren Appell an alle Kraftfahrer, eine leise, defensive Fahrweise im gemäßigten Drehzahlbereich zu praktizieren. Die Staatssekretärin begrüßt, dass Motorradlärm nun unter den Motorradfahrenden stärker diskutiert wird. Hierfür spricht auch, dass die Motorradfreunde LILA die Initiative Motorradlärm unterstützen. Die Initiative Motorradlärm ist ein Zusammenschluss des Landes mit mittlerweile über 160 Gemeinden und Landkreisen sowie dem Regionalverband Südlicher Oberrhein. Unterstützt wird die Initiative durch weitere Vereine, Verbände und Institutionen. Sie fordert, dass Motorräder leiser werden und leiser gefahren werden.

Moderne Fahrzeugtechnik kann Lärm vermeiden

„Der große Zuspruch und Erfolg der Initiative zeigt, dass Motorradlärm im ganzen Land ein akutes Problem darstellt“, unterstreicht die Staatssekretärin bei ihrem Besuch. „Motorradfahren muss aber nicht laut sein. Als High-Tech-Land, das stets Vorreiter einer modernen Mobilität war und ist, sollten wir unseren Fokus auf leise, nachhaltige und moderne Technik richten und für eine rücksichtsvolle Fahrweise werben.

Einig waren sich der Vorsitzende der Motorradfreunde LILA und die Staatssekretärin darüber, dass der Rechtsrahmen auf Bundesebene effektiven Lärmschutz behindert. Es fehlt an rechtlichen Voraussetzungen, um in Konfliktfällen eingreifen zu können und Mutwillige nachdrücklich zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften anzuhalten. Das Land wirkt seit Jahren auf Anpassungen des Rechtsrahmens auf Bundesebene hin und sucht gleichzeitig nach kurzfristig umsetzbaren Lösungen auf Basis der aktuell geltenden Regelungen.

Ganzheitlicher Ansatz zur Lärmverringerung

„Wir müssen die Handlungsoptionen nutzen, die wir im Einsatz gegen Motorradlärm und andere laute Fahrzeuge haben“, erklärt die Staatssekretärin. Sie wirbt für Offenheit in der Debatte: „Denkverbote helfen nicht weiter. In Einzelfällen müssen Verkehrsbeschränkungen geprüft und punktuell, zeitlich begrenzt umgesetzt werden. Das Beispiel Lautertal, wo eine Geschwindigkeitsbeschränkung wegen Motorradlärms umgesetzt wurde, zeigt, dass dies möglich ist.“

Der Vorsitzende der Motorradfreunde LILA, Horst-Rüdiger Meyer auf der Heyde, ergänzt: „Den Lärm lauter Fahrzeuge zu verringern bedarf allerdings eines umfassenderen Ansatzes. Hierzu haben die Motorradfreunde LILA einen konkreten Vorschlag erarbeitet, der intensiv diskutiert wurde.

Ministerium für Verkehr: Mobilität und Lärmschutz

Ministerium für Verkehr: Initiative Motorradlärm

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