Bioökonomie

Biobasierter Kunstrasenplatz in Ellwangen eröffnet

In Ellwangen wurde der erste Kunstrasenplatz mit biologisch abbaubarem Einstreugranulat eingeweiht. Das Projekt zeigt, wie Mikroplastik vermieden und die Umwelt geschützt werden kann.

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Die Eckfahne eines Kunstrasenplatzes (Bild: © dpa/Fredrik von Erichsen)
Symbolbild

„In Baden-Württemberg gibt es über 1.000 Kunstrasenplätze, deren Beliebtheit aufgrund ihrer ganzjährigen Bespielbarkeit und Pflegeleichtigkeit stetig steigt. Die Verwendung des bisherigen Einstreugranulats ist jedoch mit erheblichen Nachteilen für die Umwelt verbunden. Durch den Austrag von Mikroplastik gelangen nach Schätzungen der Europäischen Chemieagentur jährlich bis zu 16.000 Tonnen Mikroplastik in die Umwelt. Wir wollen Mikroplastik in der Umwelt vermeiden, daher freue ich mich sehr, dass wir mit dem ersten biobasierten Kunstrasenplatz in Ellwangen einen Meilenstein für die Bioökonomie erreicht haben, der vorbildhaft zeigt, wie biobasierte Produkte erdölbasierte Materialien nicht nur ersetzen, sondern mit ihren Eigenschaften einen deutlichen Mehrwert für unsere Gesellschaft und unsere Umwelt leisten können und zudem die Wirtschaft stärken“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz in Ellwangen im Ostalbkreis, anlässlich der offiziellen Eröffnung des neuen Sportplatzes.

Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) hat das zukunftsweisende Modell-Projekt „Nachhaltiger Kunststoffrasenplatz – Entwicklung und Untersuchung am Beispiel der Stadt Ellwangen“ mit initiiert und im Rahmen der Bioökonomiestrategie begleitet. Die Umsetzung wird durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert und vom Projektträger des BMLEH, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), betreut

Vorteile des Kunstrasenplatzes 

Der neuartige biobasierte Kunstrasenplatz in Ellwangen bietet zahlreiche Vorteile für alle Beteiligten. Sportler können auf umweltfreundlicheren Sportplätzen mit hoher Qualität trainieren und spielen. Die Umwelt profitiert von der Reduzierung von Mikroplastik durch die Verwendung von biologisch abbaubaren Werkstoffen. Die Gesellschaft gewinnt durch die Schaffung von ökologisch verträglicher Infrastruktur, und die Wirtschaft wird durch die Förderung von innovativen Technologien gestärkt. „Baden-Württemberg ist weltweit führend in der Entwicklung von Biokunststoffen, dank innovativer Forschungseinrichtungen wie dem Institut für Kunststofftechnik an der Universität Stuttgart und Unternehmen wie TECNARO aus Ilsfeld, die solche Initiativen erfolgreich umsetzen und zeigen, dass Ökologie und Innovation Hand in Hand gehen können. Das ist ganz im Sinne unserer Bioökonomiestrategie des Landes“, betonte Staatssekretärin Sabine Kurtz.

Bioökonomiestrategie

Die Landesregierung hat 2024 die Fortsetzung der Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg“ bis 2029 beschlossen.

Mit der ressortübergreifenden Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg (LSNB) wird angestrebt, Baden-Württemberg zu einer Leitregion für biobasiertes, kreislauforientiertes Wirtschaften zu entwickeln.

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