Forschung

Baden-Württemberg tritt Allianz zur Fusionsforschung bei

Mehrere Länder wollen gemeinsam die Entwicklung von Fusionsreaktoren zur Energiegewinnung vorantreiben. Baden-Württemberg bringt die Kompetenzen des Karlsruher Instituts für Technologie in diese Fusionsallianz ein.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Logo des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
Symbolbild

Die Fusionsforschung nimmt weltweit rasant an Tempo auf. Staaten und Unternehmen investieren massiv, um diese Energiequelle der Zukunft nutzbar zu machen. Deutschland bündelt nun seine Kräfte noch entschlossener: Mit Baden-Württemberg schließt sich ein weiteres starkes Wissenschaftsland der Allianz zur Fusionsforschung um Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein an. 

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski sagte: „Wir treten der Fusionsallianz bei, weil Deutschland seine Führungsrolle in der Fusionstechnologie nicht nur sichern, sondern mutig ausbauen muss. Der Weg hin zu Fusionskraftwerken ist ein weltweiter Wettlauf um die Energie der Zukunft. Das KIT in Karlsruhe spielt eine ganz entscheidende Rolle bei der Entwicklung der relevanten Technologien.“

International führende Expertise in Karlsruhe

Baden-Württemberg hat international führende Expertise in der für Fusionskraftwerke notwendigen Tritium-Versorgung, dem Brennstoffkreislauf und in der Materialforschung. Herzkammer dieser Kompetenzen ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Mit dem dortigen Fusionsmateriallabor (FML), dem weltweit einzigartigen Tritiumlabor (TLK) und weiteren Forschungsinfrastrukturen trägt das KIT entscheidend dazu bei, Deutschlands Spitzenstellung zu stärken.

Das KIT forscht und entwickelt insbesondere an sogenannten Flaschenhälsen der Fusionstechnologie: Erstens der Versorgung mit dem für Fusionskraftwerke zwingend notwendigen Tritium und der Entwicklung des Brennstoffkreislaufs sowie zweitens der Erprobung von Materialien, die den enormen Energie- und Hitzeentfaltungen der Fusion standhalten können. Baden-Württemberg wird sich ideal in die arbeitsteilige Aufgabenverteilung der Fusionsallianz einbringen und dabei die Kompetenzen der weiteren Allianzmitglieder zusätzlich stärken. Mit seinen Fähigkeiten wird das KIT zu den Grundvoraussetzungen für Fusionskraftwerke erheblich beitragen.

Brücke zur Wirtschaft festigen

Alle Partner wollen zudem die Brücke zur Wirtschaft festigen und ausbauen, um die Innovationskraft der Unternehmen einzubinden und schlussendlich Wertschöpfung in dieser Hochtechnologie in Deutschland sicherzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung von Fachkräften. Start-ups und etablierte Unternehmen investieren zunehmend – und der Bedarf an spezialisierten Fachpersonen wächst deshalb stark. Besonders gefragt sind Kompetenzen in Physik, Chemie, Materialwissenschaften und Maschinenbau. Das KIT richtet seine Ausbildungsprogramme gezielt auf diesen steigenden Bedarf aus und zahlt somit in die Ziele der Fusionsallianz ein.

Eckpunkte Fusionsforschungsallianz der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein (PDF)

Weitere Meldungen

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Steuereinnahmen des Landes sinken nur leicht

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Kleinkind auf Rutsche
Stadtentwicklung

Land fördert drei nichtinvestive Städtebauprojekte

Abiturienten lesen sich kurz vor Beginn der Prüfung die Abituraufgaben im Fach Deutsch durch. (Foto: © picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Abschlussprüfungen

Start der schriftlichen Haupt-, Werkreal- und Realschulabschlussprüfungen

Luftbild vom Quartier Kanadaring in Lahr
Flächenmanagement

Land entwickelt kostenloses Tool zum Digitalen Flächenmanagement

Portrait Neue Finanzamtsleitung Schorndorf Frau Danzebrink
Verwaltung

Neue Leiterin des Finanzamts Schorndorf

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land stärkt digitale Innovationszentren

Holzbau
Forst

Fünfter Fachkongress Holzbau

Eine Hand hält einen in augmented Reality illustrierten Kopf.
Digitalisierung

Land fördert Digital Hubs Bodensee und Region Bruchsal

Mitarbeiter des Bereichs der atmosphärischen Aerosolforschung beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeiten im Wolkenlabor an der Anlage für Aerosol Interaktionen und Dynamik in der Atmosphäre (AIDA). (Foto: dpa)
Innovation

Land fördert kommunale Innovationsinfrastrukturen

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Neue Fortbildung im Weinbau

Eine Haltekelle der Polizei ist bei einer Kontrolle vor einem Polizeifahrzeug zu sehen. (Foto: © dpa)
Innere Sicherheit

Länderübergreifender Sicherheitstag am 6. Mai

Bildungsmesse Learntec
Bildungsmesse

Kultusministerium auf der LEARNTEC 2026

(Foto frei verwendbar, v.l.n.r.): Amtschef Elmar Steinbacher, Präsidentin des Finanzgerichts Baden-Württemberg Dr. Christina Reuss, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges MdL
Justiz

Neue Präsidentin des Finanzgerichts

Häuser in Stuttgart werden von der Morgensonne beschienen. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Wohnberechtigung

Wohnberechtigungsschein digital beantragen