Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt erholt sich weiter

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Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)

Im Oktober ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg erneut gesunken. Die Quote liegt bei 3,5 Prozent. Auch die Jugendarbeitslosigkeit ging weiter deutlich zurück.

Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen in Baden-Württemberg beträgt im Oktober 221.702, im September hatte sie noch bei 233.832 gelegen. Die Arbeitslosenquote ist damit um 0,2 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gesunken. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote noch bei 4,3 Prozent; 274.241 Menschen waren damals arbeitslos gemeldet.

Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 ging die Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent zurück, im September 2021 hatte sie noch bei 2,9 Prozent gelegen. 17.084 Menschen unter 25 Jahren waren im Oktober 2021 arbeitslos gemeldet, zum selben Zeitpunkt im Vorjahr waren es 26.861. Die Arbeitslosenquote junger Menschen lag damals bei 3,8 Prozent.

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut erklärte anlässlich der Veröffentlichung der neuen Arbeitsmarktdaten für Baden-Württemberg: „Die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt hält an. Mit aktuell nur noch knapp 23.500 Arbeitslosen mehr als im Oktober 2019 nähern wir uns dem Vorkrisenniveau immer weiter an. Die kommenden Wintermonate werden zeigen, wie stabil unser Arbeitsmarkt ist. Dennoch bin ich optimistisch, dass wir mittelfristig wieder das Vorkrisenniveau erreichen werden.“ 

Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, fasst zusammen: „Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit ist deutlich rückläufig, im Vergleich mit dem Vorjahresmonat erreicht der Rückgang mit 36,4 Prozent sogar einen Rekordwert. Insgesamt setzt sich auf dem Arbeitsmarkt der Trend in Richtung Normalität fort.“

Langzeitarbeitslosigkeit deutlich höher als im Vorjahr

Der Anteil derer, die bereits länger als ein Jahr ohne Arbeit sind, ist auf 36,3 Prozent gestiegen, letztes Jahr im Oktober waren es noch 25,3 Prozent.

„Allerdings müssen wir der Verfestigung der Langzeitarbeitslosigkeit entgegenwirken und für die betroffenen Menschen eine Perspektive schaffen. Wir brauchen dabei mehr Möglichkeiten, auch die schwer vermittelbaren Langzeitarbeitslosen wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen“, so die Ministerin weiter. Zwar sinkt auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vergleich zum Vormonat leicht um 2.138 beziehungsweise minus 2,6 Prozent. Während alle anderen Personengruppen im Vorjahresvergleich allerdings wieder besser dastehen, stieg die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 11.032 beziehungsweise 15,9 Prozent. „Für diese Menschen müssen die Bundesagentur für Arbeit und das Land mit ihren arbeitsmarktpolitischen Instrumenten und Programmen Chancen für den Übergang in eine Dauerbeschäftigung ermöglichen“, ergänzte Hoffmeister-Kraut.

Die Zahl der offenen Stellen ist weiter gestiegen. Im Oktober blieben 103.722 der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldete Stellen unbesetzt. Das sind 1.440 mehr als im September 2021 und knapp 33.000 offene Stellen mehr als noch vor einem Jahr. 

„Der anhaltende starke Rückgang der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 ist eine gute Botschaft“, so die Ministerin. Im Vergleich zum September 2021 betrug der Rückgang der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren 3.074 Personen beziehungsweise minus 15,2 Prozent (Rückgang der Quote von 2,9 auf 2,5 Prozent). „Mit einer Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent haben wir die Quote des Vorjahres mit damals noch 3,8 Prozent erheblich unterschritten“, sagte Hoffmeister-Kraut. Im Oktober 2019 lag die Quote bei 2,6 Prozent.

Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg (PDF)

Arbeitsmarktreport Oktober für Baden-Württemberg (PDF)

Quelle:

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus/Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg

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