Corona-Hilfen

86 Millionen Euro für über 200 Projekte im Land aus EU-Krisenhilfsfonds

Berechne Lesezeit
  • Teilen
EU-Fahnen wehen vor der EU-Kommission in Brüssel.

Im Rahmen der REACT-EU-Initiative erhält das Land Mittel von der Europäischen Union, um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie abzumildern. Über 200 Projekte in Baden-Württemberg werden unterstützt. Die erste Tranche umfasst 86 Millionen Euro.

Mit der REACT-EU-Initiative stellt die Europäische Union (EU) Baden-Württemberg über zwei Tranchen Mittel in Höhe von bis zu 109 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel des EU-Programms ist es, die Folgen der COVID-19-Pandemie in den Mitgliedsstaaten abzumildern. Die Förderschwerpunkte liegen in der Digitalisierung der Bereiche Soziales, Gesundheit und Pflege, der Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung sowie der Unterstützung von Beschäftigung, Wirtschaft und Kultur. Mehr als 200 Projekte stehen in Baden-Württemberg auf der Förderliste, die erste Tranche umfasst 86 Millionen Euro.

„Mit dem Programm REACT-EU können wir einerseits die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abmildern und gleichzeitig die Digitalisierung weiter voranbringen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha. „Das Programm zeigt, wie europäische Politik ganz konkret vor Ort wirkt.“

86 Millionen Euro für über 200 Projekte

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wird die digitale Nutzung von Beratungs- und Unterstützungsangebote im Sozial-, Gesundheits- und Pflegebereich immer wichtiger. Von der zukunftsorientierten Weiterentwicklung digitaler Formate sollen jetzt auch verstärkt diejenigen profitieren, die besonders unter der Krise leiden. Ziel der Förderung ist es, Armut und Ausgrenzung noch stärker zu bekämpfen. So werden fast 70 Prozent der derzeit mehr als 200 Projekte im Förderschwerpunkt „Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung“ umgesetzt. Dabei geht es beispielsweise um Schülerinnen und Schüler, die von Schulversagen und Schulabbruch bedroht sind – eine Situation, die sich durch Corona häufig noch verschärft hat. Auch langzeitarbeitslose Menschen sollen von den Projekten profitieren. 
 
Fast 30 Projekte werden zudem in der REACT-EU-Förderlinie „Digitales Empowerment der sozialen Arbeit“ (PDF) umgesetzt. So sollen etwa Fachkräfte im Bereich der sozialen Arbeit geschult werden, damit sie digitale Kompetenzen in der praktischen Arbeit mit ihren Zielgruppen wie zum Beispiel Langzeitarbeitslosen, sozial Benachteiligten oder Kindern und Jugendlichen stärker einbringen können. Aber auch Künstlerinnen und Künstler profitieren von REACT-EU. Spezielle Weiterbildungsangebote zur Kompetenzentwicklung für die freiberufliche Tätigkeit (PDF) als Selbständige sollen die wirtschaftliche und soziale Lage von Künstlerinnen und Künstler verbessern.

Umsetzung in 2021 und 2022

In vielen Bereichen ergänzen die neuen REACT-EU Projekte die landeseigenen Förderprogramme, beispielsweise beim Aufbau sogenannter Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut. Der REACT-EU-Hilfsfonds wird im Rahmen des laufenden Europäischen Sozialfonds (ESF) in den Jahren 2021 und 2022 umgesetzt. Die Bereitstellung der Gelder erfolgt in zwei Tranchen.

Der ESF ist das wichtigste Finanzinstrument der Europäischen Union für Investitionen in Menschen. Er zielt darauf ab, Beschäftigungs- und Bildungschancen in der EU zu verbessern. Dafür stellt der ESF den Mitgliedsstaaten bereits seit 1957 Mittel zur Verfügung. Ziel ist es, den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in Europa zu festigen und die wirtschaftliche Entwicklung in sämtlichen EU-Ländern zu unterstützen.

Gefördert werden Einrichtungen, Organisationen und kleinere Unternehmen. Diese können ESF-Fördermittel beantragen, indem sie sich auf einen aktuellen Projektaufruf bewerben oder einen Antrag im Zuge eines Förderprogramms stellen.

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration: Europäischer Sozialfonds in Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Eine Hand tippt auf einer Tastatur.
Cybersicherheit

Bedrohungslage im Cyberraum verschärft sich weiter

Startbildschirm der Warn-App NINA.
Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Delegationsreise

Land stärkt Kooperation mit Polen

Ministerin Theresa Schopper spricht auf der Pressekonferenz anlässlich der landesweiten Eröffnung des Tages und der Nacht des offenen Denkmals 2026 in Rottweil.
Denkmalpflege

Nacht und Tag des offenen Denkmals 2026

von links nach rechts: Sebastian Gehring, Vorstand Marketing & Medien der SG Sonnenhof Großaspach, Christian Fischer, Vizepräsident Karlsruher SC, Dominik Schwärzel, Vorstandsvorsitzender des SSV Ulm, Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle (VfB Stuttgart), Manuel Hagel, Innenminister von Baden-Württemberg, Daniel Förderer, Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim und Holger Sanwald, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Heidenheim
Sicherheit

Baden-Württemberg stärkt die Stadionallianzen

Ausbilderin mit Lehrling
Ausbildung

Unternehmen setzen auf berufliche Ausbildung

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Finanzen

Land investiert in Raumfahrt­standort Baden-Württemberg

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand. Auf dem Display sieht man die Startseite der Ehrenamtskarten-App für Baden-Württemberg.
Bürgerengagement

Mehr als 25.000 Ehrenamtskarten ausgegeben

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman.
Automobilwirtschaft

Klares Bekenntnis zu Audi-Werk in Neckarsulm gefordert

Übergabe Tanklöschfahrzeuge Waldbrand
Feuerwehr

Sechs neue Tanklöschfahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung

Menschen besteigen ein Flugzeug. Vor dem Fahrzeug der Bundespolizei stehen auf dem Vorfeld am Flughafen Leipzig/Halle.
Migration

Ein Straftäter aus dem Land nach Afghanistan abgeschoben

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Kinderschutz

Aktionstage Kinder- und Jugend­schutz gehen in zweite Runde

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Sommerpause prägt den Arbeitsmarkt

Bio-Musterregion Bodensee
Landwirtschaft

Der Bodenseeapfel ist weit mehr als ein gesundes Lebensmittel

In einem Büro unterhalten sich zwei Frauen. Eine sitzt an einem Tisch und eine steht neben dem Tisch. Auf dem Tisch steht ein Laptop.
Wirtschaft

Land fördert Beratungen für mittelständische Unternehmen