Forschung

7,2 Millionen Euro für die Batterieforschung

Ein Mitarbeiter arbeitet in der Produktion an einer Zelle für eine Elektroauto-Batterie. (Bild: dpa)

Mit rund 7,2 Millionen Euro fördert das Wirtschaftsministerium Batterieforschungsprojekte in Baden-Württemberg. Das Land will damit seine internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken und einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert mit circa 7,2 Millionen Euro zwischen den Jahren 2022 bis 2024 insgesamt zwölf wirtschaftsnahe Forschungsprojekte im Themenfeld Batterie. Alle Projekte werden unter enger Einbindung der Wirtschaft durchgeführt. Über 40 meist mittelständische Unternehmen sind dazu bereits von Anfang an in die Projekte eingebunden.

„Die enge Zusammenarbeit unserer innovativen Unternehmen untereinander und mit unseren exzellenten Forschungseinrichtungen ist ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil des Batterie-Standorts Baden-Württemberg. Dies trägt entscheidend dazu bei, Know-How, Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land zu schaffen und die Zukunftssicherheit des Standorts zu erhöhen“, so die Wirtschaftsministerin.

Fördermaßnahme trägt zum Klimaschutz bei

Neben der Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und der Resilienz des Standorts soll mit der Fördermaßnahme auch ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. „Die Fördermaßnahme ist ein wichtiger Baustein, um den Standort Baden-Württemberg als Leitregion für Klimaschutz und Nachhaltigkeit weiter zu etablieren. Mit der Förderung mehrerer Projekte mit dem Schwerpunkt Batterierecycling leisten die Forschenden und ihre Partner in der Industrie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, betont Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Neben Batterierecycling bilden die Bereitstellung von Rohstoffen am Beispiel von Lithium im Oberrheingraben, die Erhöhung der Batteriesicherheit, insbesondere bei Heimspeichern, der Einsatz innovativer Materialien, wie Natrium-Ionen-Batterien, sowie flexiblere Produktionsverfahren weitere Schwerpunkte der geförderten Projekte.

Die Fördermaßnahme steht im Kontext des „runden Tischs Batterie“, einem agilen Dialogformat des Wirtschafts- und Wissenschaftsministeriums, um flexibel mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft aktuelle Themen im Bereich Batterie zu diskutieren und daraus mögliche Maßnahmen und Aktivitäten zu entwickeln. Ein Spitzengespräch zum „runden Tisch Batterie“ ist für den 1. Dezember 2022 geplant.

Überblick über die von 2022 bis 2024 geförderten Projekte

Forschungseinrichtung Vorhaben Fördersumme
Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, (EMI), Freiburg Sicherer Betrieb von Heimspeichern  479.866 Euro
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), Freiburg Produktion von Natrium-Ionen-Batterien in Baden-Württemberg 1.974.268 Euro
Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart Bewertung und Konzeptionierung einer agilen Kreislauffabrik Batterie zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg mit Fokus auf Recycling und alternativen Kreislaufwirtschaftsstrategien. 249.987 Euro
Hochschule Furtwangen, Furtwangen Nutzwertsteigerung von Batterien durch Laser-Mikro-/ Nanostrukturierung von Batteriezelloberflächen 332.633 Euro
Hochschule Esslingen, Esslingen

Rezyklat -Upcycling durch hydrogalvanische Aufbereitung von NMC aus direktem Recycling von Traktionsbatterien

504.171 Euro
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe

Inline Lithium-Monitoring zur effizienten Gewinnung und Prozessregelung von Lithium aus Geothermalsolen und aus Recyclingmaterial

707.606 Euro
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe Materialeffizientes Recycling des Elektrodenmaterials von Lithium-Ionen-Batterien
(LIB) – Direktes Recycling der LIB-Funktionsmaterialien
420.558 Euro
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe

Bewertung und Konzeptionierung einer agilen Kreislauffabrik Batterie zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg mit Fokus auf der agilen Batteriezellproduktion

249.997 Euro
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe Akteursbeziehungen in der kreislaufwirtschaftlichen Wertschöpfung von E-Fahrzeugbatterien 367.329 Euro
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe Thermische Ersatzzellen als effizientes Entwicklungswerkzeug zur Optimierung der Auslegung innovativer
Thermomanagementsysteme
364.442 Euro
Universität Stuttgart, Stuttgart Materialeffizientes Recycling des Kathodenmaterials von Lithium
Ionen Batterien Direktes Recycling von
Produktionsausschüssen
315.221 Euro
Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg, Ulm Nachhaltige nächste Generation von Lithium-Ionen-Batterien durch inline Oberflächenbeschichtungsprozess 1.209.501 Euro

 

Porträt von Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
  • Energie

Unerwarteter Beschluss zum Energie-Härtefallfonds

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski mit der die bisherige Wissenschaftsrat-Vorsitzenden Prof. Dorothea Wagner und der neue Vorsitzende Prof. Wolfgang Wick
  • Wissenschaft

Wolfgang Wick ist neuer Vorsitzender des Wissenschaftsrats

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Bild: © Martin Stollberg)
  • Wirtschaft

Beschleunigung von Infrastrukturmaßnahmen notwendig

Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)
  • Wohngeld

Digitaler Wohngeldantrag für Kommunen

Dr. Michael Blume
  • Antisemitismus

Neubesetzung des Expertenkreises beim Beauftragten gegen Antisemitismus

Eine Hand tippt auf einer Tastatur.
  • Polizei

Serverattacken auf verschiedene Webseiten

Schüler eines Musikgymnasiums spielen Geige.
  • Schule

Viertes baden-württembergisches Musikgymnasium

Wort-Bild-Logo der Kampagne Start-up BW. (Bild: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg)
  • Start-up BW

Risikokapitalfonds für Start-ups im Land geschlossen

  • Holzbauoffensive

Feuerwehrgerätehaus in Tübingen-Lustnau übergeben

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
  • Schule

Land stärkt Gesellschaftswissenschaften und MINT an Schulen

Eine Mitarbeiterin demonstriert im 3D-Druck-Applikationszentrum des Maschinenbauers Trumpf in Ditzingen die Bedienung einer 3D-Druck-Maschine per Tablet. (Foto: © dpa)
  • Innovation

Neue Auswahlrunde der Förderlinie „Spitze auf dem Land!“

Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 24. Januar 2023

Symbolbild: Ein junger Mann trägt vor einer einfahrenden Stadtbahn in Stuttgart eine Atemschutzmaske. (Bild: picture alliance/Christoph Schmidt/dpa)
  • Corona-Verordnung

Land passt Corona-Verordnung an

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
  • Wohnungsbau

Mehr Sozialwohnungen in Baden-Württemberg

Grafik zur Ausstellung The Creätive House vom 12.1. bis 17.2.2023 in Stuttgart
  • Creätive House

Die neue Welt von Film und Animation im „Animations-Salon“ erleben

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
  • Künstliche Intelligenz

Einrichtungen aus dem Land werden Teil des Netzwerks „AI-Matters“

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
  • Weiterbildung

Land fördert Weiterbildung zu nachhaltiger Bauwirtschaft

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
  • Erneuerbare Energien

Walker begrüßt geplante Was­serstoffleitung durch Europa

Baden-Württemberg, Neckarwestheim: Dampf kommt aus dem Kühlturm von Block 2 des Kernkraftwerks Neckarwestheim. (Bild: Marijan Murat)
  • Kernenergie

Land informiert zur Freigabe radioaktiver Abfälle

An Fahnemasten hängen die Fahne der EU, die französische Fahne und die baden-württembergische Fahne.
  • Europa

Schulen feiern Deutsch-Französischen Tag

Frau am Computer. (Bild: Land Baden-Württemberg)
  • Hochschulen

Fellowships für digitale Hochschullehre

An Fahnemasten hängen die Fahne der EU, die französische Fahne und die baden-württembergische Fahne.
  • 60 Jahre Élysée-Vertrag

Deutsch-französische Erfolgsgeschichte wach halten

Robert Jakob, Präsident des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung (LGL), und Ministerin Nicole Razavi MdL nehmen per Fernsteuerung die neue SAPOS-Monitorstation in Iffezheim in Betrieb.
  • Geodaten

Vermessungsbehörde liefert hochpräzise Satellitendaten

Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg.
  • Auszeichnung

Staufermedaillen für Margit und Karl-Friedrich Fischbach

Kleinkunstpreis
  • Kunst und Kultur

Land schreibt Kleinkunstpreis 2023 aus