Elektromobilität

225 neue Ladepunkte für Elektro- und Hybridfahrzeuge der Polizei

Das Land fördert 225 neue Ladepunkte für Elektro- und Hybridfahrzeuge der Polizei Baden-Württemberg. Mit elektrisch betriebenen Polizeiautos kommt das Land den Klimazielen einen weiteren Schritt näher.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Motorhaube eines Polizeiautos, auf welcher ein Förderbescheid des Verkehrsministeriums für Ladepunkte für Elektro- und Hybridfahrzeuge in Höhe von 787.500 Euro liegt.

Verkehrsminister Winfried Hermann übergab im Beisein vom stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenminister Thomas Strobl beim Polizeirevier Schwäbisch Hall einen Förderbescheid über 787.500 Euro an die Polizei Baden-Württemberg. Derzeit gibt es bei der Polizei im Land 264 Ladepunkte – 225 kommen dazu.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Baden-Württemberg ist deutschlandweit Vorreiter bei der Umsetzung der Antriebswende. Seit 2011 haben wir den durchschnittlichen Kohlenstoffdioxid(CO2)-Ausstoß der Dienstwagenflotte Baden-Württembergs mehr als halbiert. Die CO2-Emissionen der Fahrzeugflotte liegen bereits jetzt deutlich unter dem Durchschnitt aller neu zugelassenen Personenkraftwagen (Pkw) in Deutschland. Mit elektrisch betriebenen Polizeiautos sorgen wir dafür, dass wir unseren Klimazielen einen weiteren Schritt näherkommen.“

„Wir tun alles dafür, die Polizei Baden-Württemberg bestmöglich auszustatten. Dazu gehört eine hochmoderne und energieeffiziente Fahrzeugflotte. Bereits 2019 hat die Polizei begonnen Einsatzfahrzeuge mit Plug-In-Antrieb zu testen. Heute hat die Polizei 190 elektrische und 235 Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge in ihrem Bestand. Mit den Fördermitteln kommen wir hier ein weiteres, wichtiges Stück voran: Wir sorgen dafür, dass die Polizei immer häufiger auch klimaneutral auf Streife geht. Und lassen Sie mich dazu deutlich sagen: Es ist uns kein Einsatz bekannt, der aufgrund eines mangelnden Ladezustandes nicht durchgeführt werden konnten. Darüber hinaus sind bei der Polizei – nur um mal die Größenverhältnisse klar zu machen – weiterhin rund 5.000 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor im Einsatz, um ebenfalls jederzeit zuverlässig und schnell tätig zu werden“, so der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.

E-Mobilität bei der Polizei

Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden seit 2019 bereits erste positive Erfahrungen mit Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen und seit 2022 auch mit batterieelektrischen Fahrzeugen im Streifendienst beim Polizeirevier in Kehl gesammelt. Aktuell werden solche Fahrzeuge nun im Rahmen eines weiteren Pilotversuchs bei nahezu allen Polizeirevieren im Land im Streifendienst eingesetzt. Ziel ist es, die Einsatztauglichkeit unter allen denkbaren Bedingungen zu testen. Die Fahrzeuge werden dabei in unterschiedlich großen Einsatzgebieten mit zum Teil ganz unterschiedlichen topographischen Bedingungen eingesetzt und dem Praxistest unterzogen. Bislang ist dem Innenministerium dabei kein Vorfall bekannt, bei dem polizeiliche Sofortmaßnahmen aufgrund eines mangelnden Ladezustandes eines Fahrzeuges mit elektrifiziertem Antrieb nicht durchgeführt werden konnten. Entsprechende Vorwürfe sind ohne Substanz und diskreditieren unnötig die Arbeit der Polizei. Im Fuhrpark der Landespolizei befinden sich insgesamt rund 5.400 Einsatzfahrzeuge, mit denen die Mobilitätsanforderungen der circa 34.500 Polizeibeschäftigten rund um die Uhr und bei allen Einsatzlagen zu erfüllen sind. Seit 2017 hat das Innenministerium rund 4,7 Millionen Euro an Fördermitteln bekommen, um die polizeiliche Elektro(E)-Mobilität zu fördern. Neben E-Fahrzeugen und Ladepunkten umfasst das auch Pedelecs.

Baden-Württembergs moderne Landesfahrzeugflotte

Das Ministerium für Verkehr unterstützt seit 2011 im Rahmen des Programms Elektrifizierung der Landesfahrzeugflotte die Landesverwaltung bei der Flottenmodernisierung. Insgesamt wurden seither die Landesdienststellen bei der Beschaffung von 1.913 Elektro- und Hybridfahrzeugen, 976 Ladesäulen – eine Ladesäule hat in der Regel zwei Ladepunkte – und 1.164 Pedelecs unterstützt. Das entspricht Mitteln in Höhe von rund 14,97 Millionen Euro. Die Landespolizei wurde seit 2017 bei der Beschaffung von insgesamt 489 Elektro- und Hybridfahrzeugen, 241 Ladesäulen sowie 231 Pedelecs und zwei Elektro-Motorrädern unterstützt. Das entspricht Mitteln in Höhe von rund 4,73 Millionen Euro, die der Landespolizei zur Verfügung gestellt wurden. Die Umstellung des Landesfuhrparks auf elektrisch betriebene Fahrzeuge ist ein wichtiger Schritt, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Seit 2011 hat sich der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Dienstwagenflotte zur Personenbeförderung auf 73,19 Gramm pro Kilometer mehr als halbiert.

Darüber hinaus organisiert das Ministerium für Verkehr federführend seit 2021 dienststellenübergreifende Sammelausschreibungen für alternativ betriebene Fahrzeuge. Die Bedarfe von mehr als 250 Dienststellen wurden systematisch erfasst, ausgewertet, zu Losen gebündelt und zentral durch das Logistikzentrum Baden-Württemberg (LZBW) ausgeschrieben. Dabei wurden bislang über 600 Elektro- und Hybridfahrzeuge für die Landesdienststellen beschafft.

Weitere Meldungen

v.l.n.r.: Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz, Leitender Kriminaldirektor Ralf Keller, Polizeivizepräsident Ralf Keppler und Innenstaatssekretär Thomas Blenke MdL
Polizei

Neuer Polizeivizepräsident beim Polizeipräsidium Reutlingen

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Kommunaler Straßenbau

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Neubau Kollegiengebäude 1, Pädagogische Hochschule Freiburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart
Holzbau

Klimafreundlich Bauen mit Holz

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Offene Rohrdurchführungen im Kernkraftwerk Philippsburg

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Logo von Start up BW
Start-up BW

Auswahl für Start-up BW Pre-Seed steht

Verleihung Gigabitkommune@BW
Breitbandausbau

33 weitere Gigabitkommunen

Breitbandübergabe
Digitalisierung

38,4 Millionen Euro für den kommunalen Breitbandausbau

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
Nahverkehr

bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg eröffnet

Projektteam, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (Dritte von links), Direktorin des Amtsgerichts Nürtingen Dr. Sabine Kienzle-Hiemer (Vierte von links), Dr. Markus Volz Vizepräsident des Landgerichts Stuttgart (5. v. l.)
Justiz

Pilotprojekt „Zivilgerichtliches Online-Verfahren“ gestartet

Wort-Bild-Marke der Innovationsallianz Baden-Württemberg
Innovation

Land stärkt Innovationsallianz mit über 40 Millionen Euro

Drohne mit Auslegearm zum Einölen der Eier beim Anflug an einen Baum mit Kormorannestern
Fischerei

Drohnen-Testflug zum Kormoranmanagement am Bodensee

links: Behältnis, das am Ostersonntag (5. April 2026) in einem Garten gefunden wurde; rechts: Laboranalyse
Strahlenschutz

Fundstück enthielt zu keinem Zeitpunkt Polonium-210

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Polizei

Bilanz des europaweiten Speedmarathons 2026