Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 12. April 2022

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.

Der Ministerrat hat sich am 12. April 2022 mit der aktuellen Flüchtlingssituation im Land befasst und ein neues Klima-Maßnahmen-Register beschlossen. Weitere Themen waren das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ sowie der Betrieb der Informationstechnologie des Landes.

Ukraine-Krise: Aktuelle Flüchtlingssituation im Land

Mit einer aktuellen Belegung von mehr als 7.300 Geflüchteten in den Landeserstaufnahmeeinrichtungen, davon mehr als 3.400 Personen aus der Ukraine, sind diese vorläufigen Unterkünfte aktuell zu 65,7 Prozent ausgelastet. Ziel bleibt es daher weiterhin, möglichst zeitnah in Anschlussunterbringungen in Kreise und Kommunen weiterzuvermitteln und dabei auf eine möglichst ausgewogene Verteilung unter den Kommunen und Kreisen zu achten. Mehr als 50.000 Personen sind zudem bislang privat im Land untergekommen.

Informationen zum Ukraine-Krieg

Kabinett beschließt Klima-Maßnahmen-Register

Das Kabinett hat in der Sitzung am 12. April 2022 die Überarbeitung des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes (IEKK) und die Weiterentwicklung zu einem Klima-Maßnahmen-Register (KMR) beschlossen. Mit dem neuen Konzept des Klima-Maßnahmen-Registers (KMR) sind nun die Ressorts eigenverantwortlich für die jeweiligen Sektoren federführend zuständig. Sie erarbeiten Maßnahmen, mit denen sie ihre Ziele erreichen wollen und stellen die Umsetzung sicher. Die konkreten Maßnahmen für die Reduktion von Treibhausgasen werden im KMR hinterlegt – als permanent erweiterbares, flexibles Instrument, das öffentlich über das Internet einsehbar sein wird. Der kürzlich eingesetzte Klimasachverständigenrat des Landes begutachtet die Vorschläge und gibt jährlich eine Stellungnahme ab, ob die Landesregierung auf dem Zielpfad ist. Zudem können die Klimasachverständigen auch eigene Vorschläge einbringen.

Mehr

Erfolgreiche Bilanz des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“

Zum 31. März 2022 hat das Land einen Zwischenbericht an den Bund zur Umsetzung des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" erstattet. Aus diesem Anlass berichteten nun Kultusministerin Theresa Schopper, Sozialminister Manne Lucha und Forstminister Peter Hauk für ihren jeweiligen Bereich zu den getroffenen Maßnahmen. Tausende Schülerinnen und Schüler haben von dem Programm „Lernen mit Rückenwind“ profitiert. Kern des Programms ist ein virtueller Marktplatz, auf dem Schulen und Schulverwaltung mit bislang über 8.000 Einzelpersonen und über 900 Kooperationspartnern zusammengeführt werden. Rund 160.000 Schülerinnen und Schüler in über 16.000 Kursen sind so in dem System eingeplant worden. Hinzu kommen Angebote in der unterrichtsfreien Oster- und Pfingstzeit („Ferienband“), zum Schwimmenlernen und zur psychologischen Unterstützung. Neben diesem Aufholprogramm für Lernrückstände werden Kinder und Jugendliche von neuen Freiwilligendienstleistenden und zusätzlicher Sozialarbeit an Schulen unterstützt und gefördert.

Bericht über IT-Betrieb des Landes

Die IT-Infrastruktur des Landes bewegt sich auf einem konstant hohen Niveau. Dies berichtete der Beauftragte der Landesregierung für Informationstechnologie, Stefan Krebs im Ministerrat. Durch den Ausbau der digitalen Kommunikations- und Kollaborationsmöglichkeiten hat sich der IT-Betrieb auch während der Pandemie bewährt. Weiterhin kann die Einführung der landeseinheitlichen E-Akte als Erfolg verbucht werden. Bis Ende 2021 hat das Land 13.700 Beschäftigte in 57 Behörden mit der E-Akte ausgestattet. Auch an der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, welches zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen führen soll, arbeitet man mit Hochdruck. Im Ländervergleich steht Baden-Württemberg hier sehr gut da und nimmt mit Blick auf die digitalisierten Verwaltungsleistungen auf service-bw eine vordere Position ein.

Quelle:

/red

Weitere Meldungen

Blick in den Konferenzsaal anlässlich der 100. Sitzung der Europaministerkonferenz (EMK) in Berlin
Europaministerkonferenz

Bekenntnis zu einer starken und zukunftsfesten EU

Kunststaatssekretär Arne Braun (rechts) und Erich Schmeckenbecher (links) mit der Staufermedaille und der Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Staufermedaille für Erich Schmeckenbecher

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Internationale Beziehungen

Start des EU-Mercosur-Abkommens

Stehender Applaus für Ministerpräsident Winfried Kretschmann
Ministerpräsident

Verabschiedung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Pressegespräch mit Staatsrätin Barbara Bosch (Mitte)
Bürgerbeteiligung

Zugehört – 15 Jahre Politik des Gehörtwerdens

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Rund zwei Millionen Euro für Innovationen in KI und Robotik

Young Heroes
Katastrophenschutz

Austauschprogramm im Katastrophenschutz geplant

Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Staufermedaille an Hubertus Nimsch

Eine Rollstuhlfahrerin fährt in einer Wohnanlage zu ihrer Wohnung.
Konferenz

Behindertenbeauftragte kritisieren Leistungskürzungen

Teilnehmende der Integrationsministerkonferenz 2026 sitzen in großer Runde an Konferenztisch, das Logo der IntMK ist auf eine große Leinwand projiziert.
Integration

Land setzt Impulse bei der Integrationsministerkonferenz

Ein Netzwerk-Kabelstecker leuchtet in der Netzwerkzentrale einer Firma zu Kontrollzwecken rot. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Sicherheit

Strobl begrüßt Einigung zur Speicherfrist von IP-Adressen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und Tadeusz Matacz (rechts) stehen vor Fahnen und präsentieren die Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Ehrentitel Professor an Tadeusz Matacz

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Projektteam, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (Dritte von links), Direktorin des Amtsgerichts Nürtingen Dr. Sabine Kienzle-Hiemer (Vierte von links), Dr. Markus Volz Vizepräsident des Landgerichts Stuttgart (5. v. l.)
Justiz

Pilotprojekt „Zivilgerichtliches Online-Verfahren“ gestartet