Corona-Impfung

Vor-Ort-Impfungen in Kommunen für über 80-Jährige erfolgreich gestartet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine betagte Dame wird gegen Covid-19 geimpft

Seit Anfang März können Kommunen Impfungen auch vor Ort durch mobile Impfteams anbieten. Bislang wurden bereits 205 Vor-Ort-Aktionen durchgeführt und insgesamt mehr als 21.100 Menschen über 80 Jahren geimpft.

Impfungen finden in Baden-Württemberg nicht nur in den Impfzentren statt. Seit Anfang März ermöglicht ein Konzept des Sozialministeriums den Kommunen, Impfungen auch vor Ort durch mobile Impfteams anzubieten. Davon profitieren vor allem ältere Personen, die nicht mehr so mobil sind und für die der Weg in ein Impfzentrum oftmals mit größeren Anstrengungen verbunden ist. Bislang wurden bereits 205 Vor-Ort-Aktionen durchgeführt und insgesamt mehr als 21.100 Menschen über 80 Jahren geimpft.

„Ich freue mich, dass zahlreiche Kommunen unser Angebot sehr engagiert umgesetzt haben, um ihren Bürgerinnen und Bürgern Impfungen vor Ort anzubieten“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha. „Noch bevor demnächst nun die Impfungen in den Praxen starten, konnten ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen bereits direkt mit einer Impfung versorgt werden. Wir wollen deshalb an diesem Erfolgsmodell festhalten und weitere Kommunen animieren, Impftermine vor Ort anzubieten.“

Wohnortnahes Impfangebot für Seniorinnen und Senioren

Die Vor-Ort-Impfungen ergänzen die Struktur der Zentralen Impfzentren und Kreisimpfzentren. Die dort angesiedelten mobilen Impfteams können Personengruppen, die nicht oder nur mit großem Aufwand in einem Zentrum geimpft werden können, flexibel eine Impfung ermöglichen. Nachdem die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen weitgehend abgeschlossen sind, besteht mit den lokalen Impfmöglichkeiten durch Kommunen ein wohnortnahes Impfangebot für viele zuhause lebende Seniorinnen und Senioren. 

Ein vom Ministerium zur Verfügung gestellter Handlungsleitfaden (PDF) beschreibt dazu unter anderem die Voraussetzungen, die Abläufe und die Auswahl sowie Anforderungen an die Kommunen. Diese organisieren den Termin vor Ort, das Land stellt den Impfstoff sowie das mobile Impfteam zur Verfügung. „Mein Dank geht an alle Kreise und Kommunen, die bereits von dem Angebot Gebrauch gemacht und erfolgreiche Vor-Ort-Impfungen durchgeführt haben. Viele weitere haben bereits ihr Interesse bekundet und werden ihren wenig mobilen Bewohnerinnen und Bewohnern über 80 in Kürze ebenfalls einen Vor-Ort-Impftermin anbieten können“, so Minister Lucha abschließend.

Transparente Kriterien für Auswahl der Kommunen

Bei den Vor-Ort-Impfungen handelt es sich um zeitliche befristete Angebote. Voraussetzungen sind unter anderem, dass im Zuständigkeitsbereich der mobilen Impfteams alle stationären Pflegeeinrichtungen, von denen Rückmeldungen vorliegen und eine Impfbereitschaft gegeben ist, mindestens erstgeimpft sind und alle Zweitimpfungen terminiert sind. Daneben dürfen die mobilen Impfteams nicht durch andere Einsätze bei besonders vulnerablen Gruppen gebunden sein, beispielsweise in Tagespflegeeinrichtungen oder betreutem Wohnen. Die Impfzentren sind auch aufgefordert, vorher zu prüfen, inwieweit in weiteren angrenzenden Landkreisen noch Unterstützungsbedarf bei den Impfungen in stationären Pflegeeinrichtungen besteht. Dieser hat im Einzelfall ebenfalls Vorrang.

Der Handlungsleitfaden formuliert diese klaren Bedingungen sowie einheitliche und transparente Kriterien, nach denen die mobilen Impfteams die Städte und Gemeinden im Land anfahren: Bei der Auswahl der vorrangig anzufahrenden Kommunen sind die Entfernung zum nächsten Impfzentrum sowie die Verkehrsanbindung die entscheidenden Kriterien. Daneben sollte auch die Anzahl der potenziellen Impflinge in die Auswahl mit einbezogen werden. Ansprechpartner für die Vor-Ort-Impftermine sind die jeweiligen Gemeinden.

Fragen und Antworten zur Impfung und zu den Impfzentren in Baden-Württemberg

Ministerium für Soziales und Integration: Handlungsleitfaden zur aufsuchenden COVID-19-Impfung durch Mobile Impfteams (MIT) in Kommunen (PDF)

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Mit unserem Messenger-Service bekommen Sie immer alle Änderungen und wichtige Informationen aktuell als Pushnachricht auf Ihr Mobiltelefon.

Weitere Meldungen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Ministerpräsident Cem Özdemir spricht während des BMDS-Akademiegesprächs „Staatsmodernisierung mit Wirkung“.
Staatsmodernisierung

Schulterschluss für weniger Bürokratie

Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
Gesundheitsschutz

Wenn Hitze zur Gesundheitsgefahr wird

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine.
Wirtschaft

Investitionen in Pharmaindustrie wandern ab

Promotionsfahrzeug Mehr Leben im Eigenheim
Wohnraumoffensive

Online-Dialog zu „Mehr Leben im Eigenheim“ am 25. Juni

Organspendeausweis
Organspende

Zahl der Organspenden im Land steigt leicht

Eine asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Stechmückensaison hat begonnen

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Blick auf die Burg Hohenzollern.
Heimatforschung

Landespreis für Heimat­forschung 2027 ausgeschrieben

Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
Nichtraucherschutz

Neue Regeln für Raucherinnen und Raucher vom 1. Juni an

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Moderate Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Logo von Start up BW
Start-up BW

OSORA medical im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Teilnehmende der Jugend- und Familienministerkonferenz 2026 sitzen mit Blick auf mehrere kreisförmig angeordnete Bildschirme an einem großen Konferenztisch.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Temperaturanstieg und hohe UV-Strahlung am Pfingstwochenende

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben