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Verkehrsfreigabe für den Ausbau der Altdorfer Kreuzung im Zuge der B 464 Ortsumgehung Holzgerlingen

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Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl (Bild:Lena Lux Fotografie & Bildjournalismus)

Dr. Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Verkehrsministerium Baden-Württemberg, hat am 7. Dezember 2016 gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Norbert Barthle und dem Regierungspräsidenten des Regierungspräsidiums Stuttgart Wolfgang Reimer die ausgebaute Altdorfer Kreuzung im Zuge der B 464 bei Holzgerlingen im Rahmen einer feierlichen Freigabe dem Verkehr übergeben.

„Der Ausbau der B 464 und die neue Verkehrsführung zwischen Holzgerlingen und Altdorf beseitigt ein Nadelöhr auf dieser vielbefahrenen Verbindungsstrecke“, so Ministerialdirektor Dr. Lahl. „Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine Entlastung vom Ausweichverkehr und dem damit verbundenen Lärm sowie Schadstoffemissionen.“

Regierungspräsident Reimer betonte: „Was zunächst nach einer kleinen Renovierung einer Straßenkreuzung klingt, stellt in Wahrheit den Schlusspunkt für ein Projekt dar, das nicht nur für Holzgerlingen, sondern auch für eine Reihe von benachbarten Gemeinden von großer Bedeutung ist. Es geht dabei um nichts Geringeres als um den Ausbau der Umfahrung von Holzgerlingen auf 4 Fahrstreifen, welche nicht nur die Bürgerinnen und Bürger von Holzgerlingen und der umliegenden Schönbuchgemeinden, sondern auch vielen Pendlern auf der B 464 zu Gute kommt.“

Der Durchgangsverkehr auf der vierstreifig ausgebauten B 464 wird zukünftig in einer geschlossenen Grundwasserwanne auf zwei durchlaufenden Fahrstreifen unter dem Knotenpunkt hindurchgeführt. An Stelle der bisherigen Kreuzung befindet sich auf dem „Deckel“ dieser geschlossenen Wanne ein sechsarmiger Kreisverkehrsplatz mit 42 Meter Außendurchmesser. Dieser wird über eine Spursubtraktion bzw. Spuraddition der beiden nicht durchgängig geführten Fahrstreifen der B 464 angeschlossen. Zur Reduktion des Flächenbedarfs liegen diese Spuren parallel zur Fahrbahn der B 464 auf sogenannten holländischen Rampen.

Die Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauzeit konnte sowohl auf der B 464 als auch auf der L 1184 über Provisorien gewährleistet werden. Hierfür wurde der Verkehr vorübergehend über eine durch transportable Schutzeinrichtungen vom Baufeld abgetrennte Fahrbahn östlich der B 464 geleitet. Die L 1184 wurde von Beginn an über eine provisorische Fahrbahn circa 200 Meter südlich der Altdorfer Kreuzung an die B 464 angeschlossen. Holzgerlingen war während der gesamten Bauzeit neben der Anbindung über die Maurener Kreuzung entweder über die Altdorfer Straße oder die K 1074 (Erlachstraße) direkt an die B 464 angebunden.

Die Kosten der Maßnahme liegen mit rund 12,5 Millionen Euro im geplanten Kostenrahmen. Hiervon entfallen rund sechs Millionen Euro auf den Umbau der Altdorfer Kreuzung, an dem das Land und die Stadt jeweils mit rund 1,3 Millionen Euro beteiligt sind.

Ausbau der Altdorfer Kreuzung

Die B 464 verbindet die B 27 im Raum Tübingen und Reutlingen mit der A 81 im Raum Böblingen und Sindelfingen. Der Umbau der Altdorfer Kreuzung steht im Zusammenhang mit dem vierstreifen Ausbau der B 464 zwischen Böblingen und Weil im Schönbuch, dessen Planungen bis in die frühen 90´er Jahre zurückreichen. Bereits im Jahr 2002 konnte der Ausbau zwischen Böblingen-Hulb und Holzgerlingen abgeschlossen werden. Im Jahr 2004 folgte mit dem Umbau der Maurener Kreuzung ein erstes Teilstück des Ausbaus der Ortsumgehung Holzgerlingen im Zuge der B 464.

Die Altdorfer Kreuzung, an der neben der Altdorfer Straße auch die mit rund 16.000 Fahrzeugen pro Tag belastete L 1184 aus dem Raum Herrenberg an die mit rund 25.000 Fahrzeugen belastete B 464 anschließt, stellte bisher ein Nadelöhr für die Bundesstraße dar. Mit dem technisch anspruchsvollen Umbau dieser Kreuzung konnte ein wichtiger Beitrag für den Verkehrsfluss auf der B 464 geleistet werden.

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