Polizei

Zahl der Motorradunfälle in der Saison 2025 gesunken

In der Motorradsaison 2025 sind die Anzahl an Motorradunfällen und die Zahl der Verunglückten sowie Schwerverletzten im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Gleichzeitig stiegen die tödlichen Motorradunfälle an.

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Ein Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße. (Bild: dpa)
Symbolbild

„Die Motorradunfälle in Baden-Württemberg sind das dritte Jahr in Folge gesunken. Auch wurden deutlich weniger Menschen schwer verletzt. Mit dieser positiven Entwicklung geht leider ein leichter Anstieg bei den Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern einher, die tödlich verunglückten. Das zeigt: Wir haben einiges erreicht, haben freilich noch Arbeit vor uns. Insbesondere müssen wir immer wieder dafür sensibilisieren, wie gefährlich es ist, mit überhöhter und nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs zu sein. Im Zweifel entscheidet sie über Leben und Tod. Auch im kommenden Jahr werden wir weiterhin engagiert daran arbeiten, die Verkehrssicherheit für die Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer in Baden-Württemberg weiter zu erhöhen. Freilich sind hier alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gefragt: Mit gegenseitiger Rücksichtnahme und angepasster Geschwindigkeit können wir uns und andere im Straßenverkehr schützen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der Bilanz der Motorradsaison 2025.

In Baden-Württemberg ist in der Motorradsaison – von März bis Oktober 2025 – die Gesamtzahl der Motorradunfälle um 3,1 Prozent auf 4.050 Unfälle gesunken (2024: 4.178). Ebenso ist die Anzahl der Motorradunfälle mit Personenschaden rückläufig: Insgesamt wurden 3.311 Unfälle mit Verunglückten registriert, das sind 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr (2024: 3.396). Deutlich gesunken ist die Zahl der schwerverletzten Bikerinnen und Biker. Hier verzeichnen wir einen Rückgang um 11,2 Prozent auf 883 Verletzte (2024: 994). Dem gegenüber steht ein Anstieg bei den tödlich verunglückten Motorradfahrenden um 6,3 Prozent auf 67 (2024: 63). Fast zwei Drittel der Unfälle mit tödlichem Ausgang wurden von den Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern selbst verursacht. Die häufigste Unfallursache bei diesen Unfällen ist weiterhin überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit.

1.702 Kontrollen durchgeführt

Um schwere oder gar tödliche Motorradunfälle zu verhindern, hat die Polizei Baden-Württemberg während der Saison 2025 insgesamt 1.702 Motorradkontrollen durchgeführt und dabei mehr als 16.300 Bikerinnen und Biker überprüft. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Bekämpfung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit. Darüber hinaus hat die Polizei bei entsprechendem Verdacht die Bikes auf unerlaubte technische Veränderungen, beispielsweise an der Auspuffanlage, überprüft. Es konnten mehr als 4.700 Verstöße festgestellt werden. Die Kontrollen haben auch immer einen präventiven Charakter. Mit den Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern wird in den Austausch getreten, Hinweise zur Verkehrssicherheit gegeben und die Wichtigkeit von geeigneter Schutzausstattung hervorgehoben. Für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr sind ein Gefahrenbewusstsein, verkehrssichere Fahrzeuge und die Fahrtüchtigkeit elementar. Deshalb setzt die Polizei Baden-Württemberg auch im nächsten Jahr auf ihren bewährten Fünf-Punkte-Plan für die Sicherheit von Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern.

Der Fünf-Punkte-Plan

1. Überwachungsoffensive – Raser und Lärm stoppen
2. Gefahrenbewusstsein schaffen
3. Gutes Equipment – Motorrad und Ausrüstung checken
4. Offensive Öffentlichkeitsarbeit – Verkehrsteilnehmer erreichen
5. Sicherer Verkehrsraum – Gefahrenträchtige Strecken entschärfen

Motorradunfälle in Baden-Württemberg

  Durchschnitt 2021 bis 2023 Motorradsaison 2024 Motorradsaison 2025 Entwicklung 2024/2025
Verunfallte (VU) gesamt 4.083 4.178 4.050 minus 3,1 Prozent
VU mit Personenschaden 3.326 3.396 3.311 minus 2,5 Prozent
VU mit Sachschaden 757 782 739 minus 5,5 Prozent
Getötete Motorradfahrende 66 63 67 plus 6,3 Prozent
Schwerverletzte Motorradfahrende 1.059 994 883 minus 11,2 Prozent
Leichtverletzte Motorradfahrende 2.353 2.492 2.505 plus 0,5 Prozent

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von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
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