Ländlicher Raum

Resilienzstärkung der Ländlichen Räume

Im Auftrag des Landes hat das Institut für Regionalwissenschaft des Karlsruher Instituts für Technologie ein Konzept zur Stärkung der Resilienz der Ländlichen Räume in Baden-Württemberg entwickelt.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Symbolbild

„Mit Blick auf aktuelle Krisen müssen wir uns auch damit auseinandersetzen, wie wir Gesellschaften und Systeme resilienter machen können, damit sie langfristig die anstehenden Herausforderungen sicher meistern. Daher entwickelte das Institut für Regionalwissenschaft des Karlsruher Instituts für Technologie im Auftrag des Kabinettsausschusses Ländlicher Raum ein Konzept für die Resilienz der Ländlichen Räume in Baden-Württemberg. Untersucht wurde die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit Ländlicher Räume gegenüber Veränderungsprozessen, wie dem Klimawandel oder der Globalisierung sowie kurzfristigen Schocks, wie Wetterereignissen oder Wirtschaftskrisen. Zudem entwickelten die Projektbeteiligten konkrete Handlungsempfehlungen für Gemeinden, Regionen und das Land. Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass unsere Ländlichen Räume bereits heute über ein vielfältiges Potenzial für eine resilienzorientierte Regionalentwicklung verfügen. Ihre mannigfaltigen Stärken und die Ausgewogenheit der wirtschaftlichen, demographischen und ökologischen Faktoren ermöglichen weiterhin eine dynamische Entwicklung. Mit dieser guten Ausgangsposition ist auch ein klarer Auftrag an alle Verantwortlichen verbunden, die Widerstandsfähigkeit der Ländlichen Räume zu stärken und weiter auszubauen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Ein Konzept für resiliente Ländliche Räume

Eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Resiliente Ländliche Räume in Baden-Württemberg“ nahm die Landesentwicklungsplanung, die Regionalentwicklung, die digitale Unterstützung der Daseinsvorsorge und das Potenzial des bürgerschaftlichen Engagements Kernbereiche unter die Lupe. In der Abschlussveranstaltung betonten innovative Technologieführer und Leuchtturmprojekte aus den Bereichen Gesundheit, Wohnen und Nahversorgung die wichtige Rolle der Strukturförderung.

Die umfassende Strukturförderung durch das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und LEADER sorge für Versorgungssicherheit, wirtschaftliches Wachstum und eine hohe Lebensqualität. „Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen im Ländlichen Raum verwirklichen können, ohne in die urbanen Räume abwandern zu müssen“, sagte Minister Peter Hauk. Diese Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse spiegele sich auch in der Förderlandschaft wider. Mit dem integrierten, sektorübergreifenden Ansatz und in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den zentralen Akteuren vor Ort würden die Stärken des Ländlichen Raums ausgebaut und gleichzeitig den nachteiligen Folgen des Strukturwandels entgegengewirkt. 

Kabinettsausschuss Ländlicher Raum

Im Zentrum des Kabinettsausschusses Ländlicher Raum steht das Staatsziel der Förderung von gleichwertigen Lebensverhältnissen, Infrastrukturen und Arbeitsbedingungen im gesamten Land. Dieser Verfassungsauftrag soll mit dem Kabinettsausschuss mit Leben gefüllt werden.

Zur Umsetzung dieses Zieles schlägt der Kabinettsausschuss erforderliche Maßnahmen dem Ministerrat vor oder legt diese im Rahmen seines Aufgabenbereiches fest. Der Kabinettsausschuss Ländlicher Raum wurde 2021 erneut von der Landesregierung zur Erarbeitung zukunftsorientierter Zielvorstellungen und konkreter Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der ländlichen Räume eingerichtet.

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Erster Wolf im Süden Sachsen-Anhalts entdeckt
Naturschutz

Fähe im Enztal-Territorium als sesshaft nachgewiesen

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Eine Mitarbeiterin des Kunstmuseums in Stuttgart geht durch eine Ausstellung.
Kunst und Kultur

Land fördert nichtstaatliche Museen mit 300.000 Euro

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Euro-Banknoten
Haushalt

Ratingagenturen bestätigen Spitzenbewertungen für das Land

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Forst

Forstliches Gutachten 2024 Baden-Württemberg

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

Hand hält Smartphone mit geöffneter MeinELSTER+-App, die eine vorausgefüllte Steuererklärung und Abgabe per Klick zeigt, im hellen Bürohintergrund.
Steuern

Anmeldestart für Steuererklärung mit einem Klick

Ehrenamtskarte Baden-Württemberg
Bürgerengagement

Neue Angebote bei Ehrenamtskarte

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land