Hochschulen

Olschowski mit Wissenschaftsdelegation in Indien

Indien hat nach China das zweitgrößte Hochschulsystem der Welt. Wissenschaftsministerin Petra Olschowski reist mit einer Wissenschaftsdelegation nach Mumbai und Pune, um bestehende Kooperationen zu stärken und neue Türen zu öffnen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski steht in ihrem Büro
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski

Die Vertiefung der Kooperationen zwischen Hochschulen in Baden-Württemberg und Maharashtra, etwa in den Ingenieurwissenschaften oder der Informatik, sowie der stärkere Austausch von Wissen sind die wesentlichen Ziele der fünftägigen Reise. „Indien ist eine aufstrebende Hochschulnation mit großem Interesse an gemeinsamen Programmen und Projekten“ sagte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski vor dem Start der Reise in Stuttgart. „Unsere Hochschulen sind ganz besonders motiviert, mit indischen Partnern Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten.“

Ministerin Petra Olschowski besucht mit einer 24-köpfigen Delegation die indischen Städte Mumbai und Pune. Vom 7. bis zum 9. Februar 2025 besucht die Delegation unter anderem das bundesstaatliche Indian Institute of Technology Bombay, das private Institut SVKM's NMIMS, das bereits enge Verbindungen nach Baden-Württemberg pflegt, und das St. Xavier‘s College. Im Zentrum des Aufenthalts in Pune (9. bis 11. Februar 2025) stehen das autonome College of Engineering Pune (COEP), die bundesstaatliche Savitribai Phule Pune University und die private Dr. D. Y. Patil Vidyapeeth Deemed University.

Zehn Jahre Partnerschaft von Baden-Württemberg und Maharashtra

Die Reise findet im Zeichen des zehnjährigen Jubiläums der Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Maharashtra statt. Seit Februar 2024 ist diese Zusammenarbeit durch die Unterzeichnung eines Fachkräfteabkommens noch intensiver geworden. Maharashtra hat im Juli 2024 ein Kooperationsbüro in Stuttgart eröffnet.

Indien hat das zweitgrößte Hochschulsystem der Welt

Die indische Hochschullandschaft ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Indien hat mehr als 40.000 staatliche, regionale und private Hochschulen und Colleges. Davon sind etwa 6.000 Hochschulen und Colleges in der Region Maharashtra zu finden. Dem gegenüber stehen 70 staatliche und private Hochschulen in Baden-Württemberg.  

Die indische Regierung hat in den letzten Jahrzehnten beim Ausbau des Hochschulsystems vor allem auf den privaten Sektor gesetzt. Es ist zu erwarten, dass dieser auch zukünftig eine noch größere Rolle spielen wird. Bereits heute sind fast 80 Prozent der Colleges und fast 40 Prozent der Universitäten privat finanziert. Das Studium ist in Indien sowohl an staatlichen wie privaten Colleges und Universitäten gebührenpflichtig. Für Programme in den Ingenieurwissenschaften, Management oder Medizin etwa muss mit 2.000 bis 3.000 Euro pro Jahr gerechnet werden. An privaten Hochschulen liegen die Gebühren mit 1.700 Euro bis 10.000 Euro deutlich höher.

Zahl indischer Studierender in Deutschland steigt

Die Zahl der indischen Studierenden in Baden-Württemberg ist zuletzt deutlich angestiegen. Zum Wintersemester 23/24 waren ziemlich genau 4.000 indische Studierende an baden-württembergischen Hochschulen eingeschrieben. In Baden-Württemberg sind indische Studierende die zweitgrößte Gruppe unter den internationalen Studierenden, direkt nach Studierenden aus China.

Fast 90 Hochschulkooperationen zwischen Baden-Württemberg und Indien

Von bundesweit 464 Kooperationen mit Hochschulen in Indien bestehen insgesamt 87 Hochschulkooperationen mit Hochschulen in Baden-Württemberg. Es gibt 13 hochschulische Partnerschaften zwischen Maharashtra und Baden-Württemberg. Maharashtra ist für Baden-Württemberg einer der wichtigsten Partner. Die Delegationsreise soll vor allem für die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Türen für neue Partnerschaften öffnen.

Weitere Meldungen

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW

Jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan