Winterdienst

Neues Salzlager in Radolfzell

In Radolfzell wurde eine neue Streustofflagerhalle eröffnet. Der Neubau bringt einige Verbesserungen für den Straßenbetriebsdienst im Landkreis Konstanz mit sich.

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Streusalz fällt auf dem Gelände einer Autobahnmeisterei von der Schaufel eines Radladers (Bild: © dpa)
Symbolbild

Neue Streustofflagerhalle für sichere Straßen im Landkreis Konstanz: In Radolfzell wurde eine neue, moderne Lagerhalle eröffnet. Der Neubau ersetzt die alte, sanierungsbedürftige Halle aus dem Jahr 1970. Die neue Halle bringt einige Verbesserungen für den Straßenbetriebsdienst mit sich. So erhöht sich die Lagerkapazität von 800 auf 1.300 Tonnen Streusalz. Außerdem wurde eine Soleerzeugungsanlage mit einem Volumen von 100.000 Litern in zwei Soletanks installiert. Die Sole wird beim präventiven Winterdienst ausgebracht und erhöht die Verkehrssicherheit auf dem betreuten Straßennetz von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.

Beitrag zum Umweltschutz

Gleichzeitig reduziert der Einsatz von Sole den Salzverbrauch und leistet damit einen Beitrag zum Umweltschutz. In der neuen Streustofflagerhalle können nun auch zwei Winterdiensteinsatzfahrzeuge gleichzeitig beladen und betankt werden. Die neue Halle hat eine Höhe von rund zwölf Metern und die Tore sind mit 9,50 Metern Höhe auf ein sicheres Abkippen großer Salzliefermengen ausgerichtet. Energie wird mit Photovoltaikmodulen auf der neuen Salzhalle gewonnen. Den Strom verbraucht die Straßenmeisterei selbst.

Thomas Bucher, stellvertretender Abteilungsleiter für Straßenbau und Straßeninfrastruktur, sagte bei der Übergabe an den Landkreis: „Mit der neuen Lagerkapazität und der Soleerzeugungsanlage ist ein großer Baustein zu einem wirtschaftlichen Winterdienst gelegt. Ebenfalls ist es erfreulich, dass man mit dem Bau der Photovoltaikanlage und der Eigennutzung des gewonnenen Stroms der Nachhaltigkeit entsprechend Rechnung trägt.“

Zukunftsgerichtete Investition

In die neue Streustofflagerhalle und die Soleerzeugungsanlage wurden 2,7 Millionen Euro investiert. Die Mittel kommen vom Bund. Umgesetzt hat das Bauprojekt das Ministerium für Verkehr.

Boris-Alexej Neugebauer, Dezernent für öffentliche Ordnung und Klimaschutz im Landratsamt Konstanz, zeigte sich sehr erfreut: „Der Landkreis ist als Nutzer der bundeseigenen Liegenschaft dem Bund und dem Land Baden-Württemberg sehr dankbar für diese zukunftsgerichtete Investition.“

Informationen zur Straßenmeisterei

  • Straßenbetriebsdienst auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen durch untere Verwaltungsbehörden
  • Im Landkreis Konstanz: Straßenmeistereien Radolfzell & Welschingen (Stützpunkte in Güttingen, Stockach, Liggersdorf)
  • Betreuung: je circa 375 km Straßen
  • Radolfzell zusätzlich: circa 105 km Radwege
  • Höhenlage der betreuten Straßen: 425-690 m

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