Polizei

Neues Präventionskonzept „Sicher in Glaubensgemeinschaften“

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wappen der Polizei Baden-Württemberg. (Bild: © Steffen Schmid)

In enger Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum gegen Extremismus (konex) hat das Landeskriminalamt das Präventionsprogramm „Sicher in Glaubensgemeinschaften“ entwickelt. Neben der tatsächlichen Sicherheitslage steht auch das Sicherheitsgefühl von Glaubensgemeinschaften im Vordergrund.

„Wir müssen uns jeder Form von Extremismus mit aller Kraft entgegenstellen. Daher verstärken wir kontinuierlich unsere zielgerichteten Präventionsmaßnahmen und schaffen hierdurch ein effektives Netzwerk in der Gesellschaft gegen Extremismus, denn Vorsorge ist besser als Nachsorge. Mit dem Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) verfügen wir über eine kompetente Zentralstelle für die Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Bereich der Extremismusprävention. Auch die Beratung von ausstiegswilligen Extremistinnen und Extremisten und deren sozialen Umfeld gehört zum Aufgabenspektrum“, betont der Stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.

Gemeinsam entwickeltes Präventionsprogramm

In enger Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum hat das Landeskriminalamt Baden-Württemberg nun das Präventionsprogramm „Sicher in Glaubensgemeinschaften“ entwickelt. Das Konzept vermittelt konkrete Verhaltenstipps und –hinweise für Mitglieder von Glaubensgemeinschaften bei verdächtigen Wahrnehmungen. Darüber hinaus werden praxisnahe Hinweise vermittelt, wie Veranstaltungen vor dem Hintergrund möglicher Gefahren durch religiöse oder politisch motivierte Kriminalität organisiert und sicher durchgeführt werden können.

„Baden-Württemberg ist bei der Prävention sowie der Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus seit Jahren sehr, sehr gut aufgestellt. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund jüngster Terroranschläge gehört eine permanente Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung bestehender Konzepte dazu. Bei „Sicher in Glaubensgemeinschaften“ ist es unser Ziel Handlungssicherheit zu vermitteln, damit sich Glaubensgemeinschaften im Dialog mit der Polizei besser auf mögliche extremistische Bedrohungen vorbereiten können“, so Innenminister Strobl.

Ergänzung zu bisherigen Maßnahmen

Aktuell wurde ein Konzept für jüdische und muslimische Glaubensgemeinschaften fertig gestellt. Dieses steht ab sofort bei Bedarf, moderiert durch speziell geschulte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte der regionalen Polizeipräsidien, zur Verfügung. Angebote für weitere Religionsgemeinschaften werden folgen.

"Nach den Attentaten in Halle und Hanau hat die Polizei ihre Schutzkonzepte für Glaubensgemeinschaften weiter verstärkt. Trotzdem stellen wir fest, dass insbesondere bei Bürgerinnen und Bürgern jüdischen und muslimischen Glaubens Verunsicherung besteht. Mit unserem neuen Konzept ergänzen wir unsere vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen, um auch die gefühlte Sicherheit der Menschen in Baden-Württemberg weiter zu stärken“, so Innenminister Thomas Strobl weiter.

Polizei ist kompetenter Ansprechpartner

Allen Religionsgemeinschaften in Baden-Württemberg stehen kompetente polizeiliche Ansprechpartner für einen vertrauensvollen Sicherheitsdialog zur Verfügung. In einem zielgerichteten Austausch vor Ort lassen sich gemeinsam passgenaue, an konkreten Rahmenbedingungen orientierte Maßnahmen und Sicherheitskonzepte entwickeln und weiter fortführen.   

Informationen zum Präventionsprogramm "Sicher in Glaubensgemeinschaften" stehen bei den Referaten Prävention der regionalen Polizeipräsidien, dem Landeskriminalamt sowie beim konex zur Verfügung:

Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Referat Prävention
Taubenheimstr. 85
70372 Stuttgart
Telefon: 0711 5401-3458
praevention@polizei.bwl.de

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration
Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex)
Willy-Brandt-Straße 41
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 279-4556
konex@im.bw.de

Weitere Meldungen

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Wahlaufruf der Landeswahlleiterin

Ein Schild weist in einem Wahlbüro auf eine Wahlurne für die Briefwahl  hin.
Landtagswahl

Letzte Hinweise zur Briefwahl

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Eine Frau steckt ihren Stimmzettel für die Bundestagswahl in einem Wahllokal in eine Wahlurne.
Landtagswahl

Stimmabgabe – so geht wählen

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Ein Intercity steht in einem Bahnhof. (© picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa)
Sicherheit

Landesweiter Prozess für mehr Sicherheit im Bahnverkehr

Logo Öffentlicher Gesundheitsdienst. Die Abkürzung "ÖGD" ist in dicken Buchstaben dargestellt. Darunter steht in "Öffentlicher Gesundheitsdienst - Schützt. Hilft. Klärt auf."
Studium

Neue Vorabquote fürs Medizinstudium

Gruppenbild mit Minister Thomas Strobl (3. von links) bei der Innovationskonferenz Drohnen
Sicherheit

Erste Innovationskonferenz Drohnen

Portraitfoto Herr Chavillier
Amtsleiterwechsel

Neuer Leiter am Staatlichen Hochbauamt Schwäbisch Hall

Stethoskop vor farbig eingefärbtem Kartenumriss von Baden-Württemberg mit Schriftzug: The Ländarzt - Werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg
Gesundheitsberufe

Bis 31. März 2026 für die Landarztquote bewerben

Abschiebung nach Afghanistan – Letzter Straftäter der Gruppenvergewaltigung in Illerkirchberg wird abgeführt
Migration

Erneute Abschiebung nach Afghanistan

Polizeivizepräsident Uwe Stürmer
Polizei

Ravensburger Polizeipräsident in den Ruhestand verabschiedet

Bauarbeiter erneuern den Fahrbahnbelag auf einer Straße (Bild: © dpa).
Straßenbau

Neue Ortsumgehung bei Rißtissen für mehr Ruhe im Ortskern

Menschen gehen auf einem Uferweg am Bodensee spazieren.
Tourismusinfrastruktur

Land fördert 38 kommunale Tourismusprojekte

Windräder stehen während des Sonnenaufgangs auf einem Feld.
Erneuerbare Energien

Schnellere Genehmigungen für Windkraft-Anlagen durch Digitalisierung