Innovation

Neues imec-Kompetenzzentrum in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg gewinnt die Forschungseinrichtung imec für die Entwicklung chiplet-basierter Technologie für Automobilanwendungen im Land. Die neue Partnerschaft ermöglicht ein innovatives Netzwerk mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie.

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von links nach rechts: Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Kerstin Jorna (Europäische Kommission), Luc Van den hove (Präsident und CEO von imec), Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele bei der Bekanntgabe des Ansiedlungsprojekts

Das weltweit führende Forschungs- und Innovationszentrum für Nanoelektronik und digitale Technologien imec und das Land Baden-Württemberg haben auf der Hannover Messe die Gründung des Advanced Chip Design Accelerators (ACDA) bekannt gegeben. Das neue imec-Kompetenzzentrum in Baden-Württemberg wird im Rahmen des imec Automotive Chiplet Program (ACP) hochmoderne Chiplet-, Packaging-, Systemintegrations-, Sensor- und (Edge-)KI-Technologien entwickeln und damit imecs bestehendes Forschungs- und Entwicklungsangebot im Bereich Automotive ergänzen. Es wird die lokale und internationale Automobilbranche dabei unterstützen, Risiken zu minimieren und die Einführung von Automobil-Chiplets in die Produktion zu beschleunigen.

Wir freuen uns, imec als hochinnovative Forschungseinrichtung mit ihrem neuen Kompetenzzentrum in Baden-Württemberg willkommen zu heißen. Als eine der innovativsten Regionen der Welt mit einer starken Automobilindustrie und hoher Fachkompetenz in Künstlicher Intelligenz passen Baden-Württemberg und imec perfekt zusammen.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Flandern haben bereits im vergangenen Jahr eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, um die Zusammenarbeit im Bereich Mikroelektronik zu intensivieren. Mit der Ankündigung wurde nun ein bedeutender Meilenstein erreicht – in Anwesenheit von Matthias Diependaele, Ministerpräsident von Flandern, Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, sowie Vertretern aus Wissenschaft und Industrie.

Stärkung der digitalen Souveränität

Der Advanced Chip Design Accelerator ist Teil der Chip-Design-Strategie des Landes Baden-Württemberg und in die Strategie der Europäischen Kommission zur Stärkung der digitalen Souveränität Europas eingebunden. Das Kompetenzzentrum wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg mit 40 Millionen Euro über zunächst fünf Jahre finanziert. Es wird im Innovationspark Künstliche Intelligenz (IPAI) in Heilbronn angesiedelt sein.

Das neue Zentrum trägt dem Wandel von traditionellen Chip-Technologien hin zu Chiplet-basierten Rechenarchitekturen in der Automobilbranche Rechnung. Diese Technologie eignet sich besonders für anspruchsvolle Funktionen wie autonomes Fahren und ein verbessertes Fahrerlebnis im Innenraum. Chiplets sind modulare Chips mit spezialisierter Funktionalität, die schnelle Anpassungen und Upgrades ermöglichen und gleichzeitig den Stromverbrauch, die Entwicklungszeit und die Kosten reduzieren. Das Projekt trägt auch zum strategischen Ziel der Europäischen Kommission bei, die Europäische Allianz für vernetzte und autonome Fahrzeuge ins Leben zu rufen.

Darüber hinaus wird das Land Baden-Württemberg das Chip-Ökosystem zukünftig mit zusätzlichen fünf Millionen Euro für die Umsetzung einer Geschäftsstelle sowie eine Anschubfinanzierung der wissenschaftlichen Kooperation im Bereich Chiplet-Technologien unter Federführung der Fraunhofer-Gesellschaft unterstützen.

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imec

imec ist ein weltweit führendes Forschungs- und Innovationszentrum für Nanoelektronik und digitale Technologien. Mit seiner hochmodernen F&E(Forschung und Entwicklung)-Infrastruktur und einem Team von mehr als 6.000 Mitarbeitern und Spitzenforschern betreibt imec Forschung und Entwicklung in den Bereichen fortschrittliche Halbleiter- und Systemskalierung, Silizium-Photonik, Künstliche Intelligenz, Kommunikationstechnologien jenseits von 5G, Sensortechnologien sowie in Anwendungsfeldern wie Gesundheit und Lebenswissenschaften, Mobilität, Industrie 4.0, Agrar- und Lebensmitteltechnologie, Smart Cities, nachhaltige Energie, Bildung und mehr.

Imec bringt weltweit führende Unternehmen entlang der gesamten Halbleiter-Wertschöpfungskette zusammen, darunter flämische und internationale Technologie-, Pharma-, Medizin- und IKT-Unternehmen, Start-ups sowie akademische und wissenschaftliche Einrichtungen. Imec hat seinen Hauptsitz in Leuven (Belgien) und besitzt weitere Forschungsstandorte in Belgien, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und den USA sowie Repräsentanzen auf drei Kontinenten. Im Jahr 2023 erzielte imec einen Umsatz (G&V) von 941 Millionen Euro.

Zitate der Projektpartner (PDF, deutsch und englisch)

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