Naturschutz

Nachwuchs bei den Goldschakalen im Land

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Bild einer Fotofalle von einem Goldschakal-Welpen

Fotofallen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz zeigen, dass es auch 2024 wieder Nachwuchs bei den Goldschakalen in Baden-Württemberg gibt. Insgesamt werden mindestens vier Welpen in den beiden Landkreisen bestätigt.

Auch in diesem Jahr gibt es Nachwuchs bei den Goldschakalen in Baden-Württemberg. Der erste Nachweis stammt aus dem Landkreis Schwarzwald-Baar. Fotofallenbilder zeigten zunächst die Fähe mit Gesäuge, später dann auch die Welpen selbst. Bestätigt werden können mindestens zwei Welpen. Es ist das vierte Jahr in Folge mit Reproduktionsnachweis. Auch im Landkreis Konstanz zeigen Fotofallenbilder mindestens zwei Goldschakal-Welpen. Auch dort haben die Tiere also nachweislich Fuß gefasst. Erstmals wurde hier in diesem Jahr eine Reproduktion nachgewiesen.

2018 erstmals in Baden-Württemberg nachgewiesen

In Deutschland wurde der erste Goldschakal-Nachweis 1997 in Brandenburg dokumentiert. 2018 in Baden-Württemberg. 2021 konnten in Baden-Württemberg die erste Paarbildung und Nachwuchs im Schwarzwald-Baar-Kreis für Deutschland nachgewiesen werden. Der Goldschakal ist sowohl nach europäischen als auch nationalen Richtlinien geschützt.

Das bekannte Verbreitungsgebiet des fuchsähnlichen Goldschakals erstreckt sich vor allem über den südostasiatischen Raum bis in den Westen nach Südosteuropa. Seit einigen Jahren werden jedoch auch in weiter nördlich und westlich liegenden Ländern Europas Goldschakal-Nachweise registriert.

Größer als Füchse und nachts aktiv

Goldschakale leben in Familiengruppen, die in der Regel aus dem Elternpaar und dessen Nachkommen bestehen. Sie sind etwas größer als Füchse, können jedoch aufgrund ihrer Färbung auch mit einem kleinen Wolf verwechselt werden. Ihre Reviergröße und ihre Ernährung sind mit denen eines Fuchses vergleichbar.

Als Hauptbeute des Goldschakals kommen kleinere Tiere wie Kleinsäuger oder Insekten in Frage. Auch Beeren und andere Früchte werden vom Goldschakal gefressen, selten werden größere Tiere wie Rehe erbeutet. Die Tiere nutzen als Rückzugsräume häufig dicht bewachsene Gebiete und sind vor allem in der Dämmerung und der Nacht aktiv. Hierdurch werden sie vom Menschen nur selten wahrgenommen.

Hinweise zum Goldschakal können der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) unter +49 (0) 761 4018-274 oder info@wildtiermonitoring.de gemeldet werden.

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