Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Mit einer Rekordfördersumme in Höhe von 48 Millionen Euro unterstützt das Land die Anschaffung von 213 emissionsfreien Linienbussen und fünf Bürgerbussen.

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Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.

Das Land fördert im Jahr 2026 mit 48 Millionen Euro die Anschaffung von 213 emissionsfreien Linienbussen und fünf Bürgerbussen. 31 davon werden im Ländlichen Raum eingesetzt. Zum ersten Mal werden ausschließlich emissionsfreie Linienbusse gefördert.

Starke Nachfrage bei der Elektromobilität

Verkehrsminister Winfried Hermann stellte bei der Verabschiedung des Programms fest: „Die Elektromobilität bei Bussen nimmt Fahrt auf. Bereits in den vergangenen Jahren haben wir eine große Zahl an Batteriebussen gefördert. Um der weiterhin stark wachsenden Nachfrage nach emissionsfreien Bussen zu begegnen, haben wir das diesjährige Fördervolumen auf die Rekordsumme von 48 Millionen Euro aufgestockt. Die Busunternehmen nehmen die Transformation ernst. Wir unterstützen sie mit guten Förderbedingungen beim Kauf klimafreundlicher, moderner und barrierefreier Fahrzeuge. Das macht den öffentlichen Verkehr für die Fahrgäste attraktiver und reduziert gleichzeitig Lärm und Abgase.“

Mit dem Busförderprogramm 2026 unterstützt das Land auch in diesem Jahr die Beschaffung neuer Busse mit emissionsfreier Antriebstechnik, um die Umstellung der Busflotten im Land auf klimafreundliche Antriebe zu stärken. Die Förderung basiert auf dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG).

Erstmals ausschließlich emissionsfreie Linienbusse gefördert

Bereits in den vergangenen Jahren lag der Schwerpunkt der Mittelverwendung darauf, Fahrzeuge mit emissionsfreiem Antrieb anzuschaffen. Erstmalig werden dieses Jahr ausschließlich emissionsfreie Linienbusse gefördert. Alle beantragten emissionsfreien Fahrzeuge, die im ländlichen Raum fahren, können gefördert werden. Das Fördervolumen wurde gegenüber dem letzten Jahr noch einmal um ein Drittel gesteigert. Gegenüber dem Jahr 2023 wurden die Fördermittel mehr als verdreifacht. Bei den 213 geförderten Linienbussen handelt es sich um 206 batterieelektrische Busse und sieben Brennstoffzellenbusse. Der Kauf von Dieselbussen wird in diesem Jahr nicht mehr bezuschusst.

Neben den Linienbussen fördert das Land auch in diesem Jahr wieder Bürgerbusse. Dies unterstützt lokal organisierte, ehrenamtlich getragene Verkehrsangebote. In diesem Jahr wurden fünf Anträge auf Bürgerbusse eingereicht und bewilligt. Die Fördermittel in diesem Bereich betragen insgesamt 200.000 Euro.

Anzahl der elektrischen Busse im ÖPNV steigt

Die Zulassungszahlen für batterieelektrische Busse sind in den letzten Jahren in Deutschland stetig gewachsen – ein Trend, der sich auch in Baden-Württemberg widerspiegelt. Zum 1. Oktober 2025 waren in Baden-Württemberg insgesamt 423 Batteriebusse registriert. Parallel zur Marktentwicklung wurde auf nationaler Ebene mit dem Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz eine gesetzliche Grundlage geschaffen, die verbindliche Mindestziele für die Beschaffung sauberer (emissionsarmer) und emissionsfreier Busse festlegt.

Im ersten Referenzzeitraum (2021 bis 2025) schreibt das Gesetz unter anderem vor, dass ein erheblicher Anteil der beschafften Busse im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) „saubere Fahrzeuge“ sein müssen. Für Busse bedeutet dies, dass eine Mindestquote von 45 Prozent sauberer Busse erreicht werden muss, wobei mindestens die Hälfte dieser Fahrzeuge emissionsfrei (zum Beispiel rein elektrisch) sein muss. Baden-Württemberg erfüllt die gesetzlichen Vorgaben für emissionsfreie Busse, bei den sauberen Fahrzeugen gibt es Aufholbedarf. Im zweiten Referenzzeitraum (2026 bis 2030) des Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetzes werden die Anforderungen weiter steigen. Die Länder haben im Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz die Möglichkeit erhalten, Branchenvereinbarungen abzuschließen mit dem Ziel, die Einhaltung der gesetzlichen Mindestziele gemeinsam sicherzustellen. Das Land Baden-Württemberg sowie die Branchenverbände Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen e.V. (WBO) sind dieser Branchenvereinbarung für den Busbereich beigetreten.

Förderprogramm für eine umweltfreundliche Mobilität

Baden-Württemberg kommt insgesamt in Sachen Klimaschutz im öffentlichen Nahverkehr zügig voran. Das Programm zur Busförderung verfolgt weiter das Ziel, die ÖPNV-Unternehmen bei der Umsetzung der Vorgaben zu unterstützen.

Die Antragsbewilligung für das Busförderprogramm erfolgt durch die Landeskreditbank (L-Bank).

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