Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Das Projekt „Biogasleitung Weikersheim“ zur kommunalen Wärmeversorgung verbindet Innovation, regionale Wertschöpfung und Umweltschutz.

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Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Symbolbild

„Das Projekt ‚Biogasleitung Weikersheim‘ ist mustergültig für die Innovationskraft im Ländlichen Raum. Es kombiniert lokale Wärmeerzeugung mit der Flexibilität des Gasnetzes und stärkt die Unabhängigkeit und Resilienz des Ländlichen Raums. Das zukunftsweisende Vorhaben soll die kommunale Wärmeversorgung durch die Errichtung einer 4,3 Kilometer langen Rohbiogasleitung und zwei Biogas-Satelliten-Blockheizkraftwerke mit einer Gesamtleistung von drei Megawatt elektrisch (MWel) sicherstellen. Dadurch können jährlich bis zu 500.000 Liter Heizöl eingespart werden. Mit diesem Modellprojekt setzt die Bioenergie Tauberhöhe GmbH & Co KG Maßstäbe und wird im Rahmen des Förderprogramms ‚Zukunft Biogas Plus‘ mit 300.000 Euro gefördert. Das Projekt macht deutlich, dass Biogas keine Übergangslösung ist, sondern ein strategisch wichtiger Baustein einer sicheren, grundlastfähigen und klimaneutralen Energieversorgung in Baden-Württemberg“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich des Spatenstichs zum Projektstarts in Weikersheim im Main-Tauber-Kreis.

Damit leistet das Projekt mit einer zukunftsfähigen Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in der Gemeinde Weikersheim.

Wichtiger Impuls für die Energiewende

Mit der ressortübergreifenden Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg (LSNB) strebt das Land an, Baden-Württemberg zu einer Leitregion für biobasiertes, kreislauforientiertes Wirtschaften zu entwickeln. Die Biogasstrategie Baden-Württemberg flankiert die LSNB. Minister Hauk begrüßt das Zukunftsprojekt in Weikersheim und betont seine Zuversicht in Sachen Biogas. „Unsere jahrelangen Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen für die Biogasbranche finden in den aktuellen politischen Weichenstellungen endlich Gehör. Wir schaffen damit die notwendige Planungssicherheit für die Branche und setzen einen wichtigen Impuls für die Energiewende in Baden-Württemberg“, betonte Minister Hauk.

Mit den Eckpunkten zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz habe die Bundesregierung einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. „Dieser Kurswechsel, den wir in Baden-Württemberg lange gefordert haben, bringt echte Technologieoffenheit und ersetzt das alte, starre Heizungsgesetz“, sagte Minister Hauk.

Biogasbranche

  • Die Biogasbranche erzeugt jährlich etwa 30 Milliarden Kilowattstunden Strom und deckt damit den Bedarf von etwa zehn Millionen Haushalten ab.

  • Die Biogasbranche bietet etwa 50.000 Arbeitsplätze und generiert einen jährlichen Umsatz von etwa 13 Milliarden Euro.

  • Die Biogasbranche kann bis zu 21 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr einsparen.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Bioökonomie und Innovation

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