Ländlicher Raum

Modellprojekt „KreativLand Baden-Württemberg“ startet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Hochnebel steht in den Tälern des Schwarzwalds und über der Rheinebene.

Mit dem Modellprojekt „KreativLand Baden-Württemberg“ sollen das gestalterische Potenzial und die innovativen Impulse der kultur- und kreativwirtschaftlichen Unternehmen im Ländlichen Raum stärker sichtbar gemacht werden.

„Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine vielfältige und leistungsstarke Branche. Sie gilt als moderner Innovationstreiber für Gesellschaft und Wirtschaft, wird jedoch vor allem mit urbanen Räumen verbunden. Das große gesellschaftliche wie wirtschaftliche Potenzial, das sie auch in ländlichen Räumen aufweist, ist bislang wenig konkret betrachtet worden. Mit unserem Modellprojekt ‚KreativLand Baden-Württemberg‘ wollen wir nicht nur die vorhandenen Datenlücken, sondern vor allem auch Wahrnehmungslücken in diesem Bereich schließen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 4. Januar 2023 zum Start des Modellprojekts „KreativLand Baden-Württemberg“.

Für die Kultur- und Kreativbranche ländlicher Räume liegen derzeit keine konkreten Kennzahlen vor. Hier setzt das Modellprojekt ‚KreativLand Baden-Württemberg‘ an, indem erstmals Kennzahlen erhoben, ausgewertet und in einem zusätzlichen Dialogprozess an verschiedenenen Orten im Ländlichen Raum reflektiert und in Handlungsempfehlungen festgehalten werden. „Ziel ist es, das gestalterische Potenzial und die innovativen Impulse der kreativwirtschaftlichen Unternehmen im Ländlichen Raum stärker sichtbar und beispielsweise für andere Unternehmen oder Kommunen nutzbar zu machen. Denn auch Kultur- und Kreativwirtschaft ist für die Entwicklung des Ländlichen Raums als Wirtschafts- und Kulturstandort von Bedeutung“, unterstrich Hauk.

Das vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz beauftragte Modellprojekt wird von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gesteuert. Als landesweites Kompetenzzentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft unterstützt die MFG Baden-Württemberg seit 2014 die Branche im Südwesten mit passgenauen Programmen und Projekten. Mit einem starken Netzwerk in der Fläche und branchenspezifischer Expertise ist die MFG Baden-Württemberg Träger des Modellprojektes. Das Forschungsinstitut Prognos AG ist wissenschaftlicher Partner der MFG Baden-Württemberg für das Modellprojekt. Die Förderung des Projekts wird vom Land mit rund 200.000 Euro finanziert.

„Mit diesem Dialogprozess wollen wir konkrete Erfahrungen aus der Praxis von Kreativunternehmen und Kommunen im Ländlichen Raum hören und in die Handlungsempfehlungen zur weiteren Förderung der Branche im Ländlichen Raum einfließen lassen. Vertreterinnen und Vertretern aus der Kreativbranche, Verwaltung und anderen Wirtschaftszweigen sind schon jetzt herzlich eingeladen, Kontakt mit uns aufzunehmen und sich im Rahmen der künftigen Workshops zu beteiligen“, erläutert Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg. „Teil des Dialogprozesses ist auch, dessen Ergebnisse redaktionell zu begleiten und in den sozialen Medien zu kommunizieren“, führte Bergengruen aus. Ziel sei es, das komplexe Thema Kultur- und Kreativwirtschaft in ländlichen Räumen der Öffentlichkeit näherzubringen und Sichtbarkeit für die Branche herzustellen.

Kultur- und Kreativwirtschaft

Zur Kultur- und Kreativwirtschaft zählen die Teilmärkte Architektur, Design, Software/ Games, Musik, Film und Rundfunk, Kunstmarkt und Darstellende Künste sowie Presse, Buch und Werbung. Im Corona-Jahr 2020 zählten rund 27.000 Unternehmen in Baden-Württemberg zur Branche. Mit einem Umsatz von 25,6 Milliarden Euro ist sie eine wichtige Säule der baden-württembergischen Wirtschaft und ist damit beispielsweise größer als die chemische Industrie oder das Gastgewerbe im Land (Quelle: Goldmedia Standortmonitor Baden-Württemberg (2021)).

Weitere Meldungen

Eine Frau steht an einer Ampel und scant mit ihrem Handy einen QR-Coder von einem Aufkleber der Radkultur. Der QR-Code führt sie direkt zum RadMELDER.
Radverkehr

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Die frisch gekürte Badische Weinkönigin Rosa Kost (Mitte) steht mit den beiden ebenfalls frisch gekürten Badischen Weinprinzessinnen Tina Müller (links) und Viktoria Benz (rechts) auf der Bühne.
Weinbau

Rosa Kost ist neue Badische Weinkönigin

Kur- und Heilwald
Forst

Handbuch für Kur- und Heilwälder veröffentlicht

Unser Dorf hat Zukunft - Landesentscheid 2025: Griessen
Ländlicher Raum

Klettgau-Grießen gewinnt Silber bei „Unser Dorf hat Zukunft“

Eine Person erntet eine Traube bei der Weinlese.
Weinbau

Neue Verwaltungsvorschrift unterstützt Weinbau

Die Faxen
Landesjubiläum 2027

Jubiläumssong für Baden-Württemberg gewählt

Verdienstkreuz für Volker Jobst
Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Volker Jobst

Eine Frau und ein Mann bei der Weinlese.
Weinbau

Förderprogramm für den Weinbau gestartet

Sojabohnenernte in Umkirch
Landwirtschaft

Ernte auf gentechnisch veränderte Organismen untersucht

BW blüht
Biodiversität

Vorbildliche Projekte für Artenvielfalt ausgezeichnet

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Hitzeschutz

Vereine und Verbände sollen Wettbewerbe absagen

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Vier Millionen Euro für innovative Unternehmen

Menschen gehen auf einem Uferweg am Bodensee spazieren.
Tourismus

Tourismusinfrastruktur­programm 2027 startet

Ministerpräsident Cem Özdemir spricht während der Auftaktveranstaltung des Deutschen Bauerntags in Freiburg.
Bauerntag

Landwirtschaft als Zukunftsverantwortung

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landwirtschaft

Nachbesserungen bei Wieder­herstellungsverordnung gefordert