Rettungsdienst

Luftrettungsstandort Mannheim an DRF Luftrettung vergeben

Das Land hat im Vergabeverfahren für den Betrieb des bestehenden Luftrettungsstandorts am Flughafen Mannheim den Zuschlag an die DRF Stiftung Luftrettung erteilt.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Rettungshubschrauber vom Typ H145 der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF)
Symbolbild

Das Innenministerium hat im Vergabeverfahren für den Betrieb des bestehenden Luftrettungsstandorts am Flughafen Mannheim den Zuschlag an die DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH (DRF) erteilt. Am 10. September 2025 unterzeichneten das Land Baden-Württemberg und die DRF den dazugehörigen Vertrag.

„Der Zuschlag an die DRF für den Standort Mannheim ist eine gute Entscheidung. Dadurch haben wir Kontinuität an diesem Standort und einen Partner, der das Geschehen vor Ort bereits lange kennt. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit zwischen der DRF und dem Land. Christoph 53 beziehungsweise ‚Christoph Mannheim‘, wie er künftig heißen wird, ist ein wichtiger Baustein in der Sicherheitsarchitektur der Region Rhein-Neckar und Baden-Württembergs“, erklärte Staatssekretär Thomas Blenke anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Mannheim.

Funkrufname „Christoph Mannheim“

Der Rettungshubschrauber wird im Tagesbetrieb, täglich von Sonnenaufgang (frühestens ab 7.00 Uhr) bis 20 Uhr eingesetzt und den Funkrufnamen „Christoph Mannheim“ tragen. Die DRF wird einen Hubschrauber des Typs Airbus H145 D3 mit Fünfblattrotor einsetzen. Der neue Funkrufname „Christoph Mannheim“ betont die Verbindung zur Stationierungsregion und der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar. Es ist eine gewollte Abkehr von der bisherigen Praxis, Rettungshubschrauber mit einer Kombination aus dem Namen „Christoph“ und Nummern zu benennen. Auf dem Gelände des CityAirports Mannheim soll zudem auch eine neue Station errichtet werden.

Die DRF betreibt den Luftrettungsstandort Mannheim bereits seit seiner Einrichtung zum 1. Juli 1986. Dort hat die DRF in den vergangenen Jahren zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte, wie etwa die Standardisierung des Kinderintensivtransports, realisiert. Diese innovativen Ansätze, interdisziplinäre Kooperationen und nachhaltigen Ergebnisse führen zu wichtigen Erkenntnissen für alle weiteren Luftrettungsstationen im Land wie auch bundesweit. Die DRF wird in bewährter Weise die Hubschrauberbesetzungen stellen, während die notärztliche Besetzung durch das Universitätsklinikum Mannheim und das Universitätsklinikum Heidelberg gewährleistet wird.

15 Jahre Laufzeit

Die nun vergebene Konzession hat eine Laufzeit von 15 Jahren, nach deren Ablauf erneut über die Vergabe entschieden wird. Die Beibehaltung des Standortes ist auch Ergebnis der fachlichen Empfehlungen der Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2020. Das Gutachten ließ das Land beim Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement des Klinikums der Universität München erstellen.

Weitere Ausschreibungsverfahren für Luftrettungsstandorte sind in Vorbereitung. Die Vergabe von Mannheim stellt die zweite von insgesamt zehn durchzuführenden Vergabeverfahren im Land dar. Während der bereits für „Christoph Ortenau“ unterzeichnete Vertrag den Betrieb eines neuen, zusätzlichen Luftrettungsstandortes sichert, stellt die Vergabe für Mannheim die erste Verlängerung eines bestehenden Standortes dar. Über die weiteren Standorte wird nach und nach in Vergabeverfahren neu entschieden. Sobald alle Empfehlungen des Luftrettungsgutachtens umgesetzt sind, werden die dann bestehenden zehn Luftrettungsstandorte jeden Ort in Baden-Württemberg tagsüber planerisch innerhalb von 20 Minuten erreichen.

Download: Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg (Mai 2020) (PDF) (Öffnet in neuem Fenster)

Pressemitteilung vom 17. November 2022: Mehr Standorte für Rettungshubschrauber

Weitere Meldungen

Eine Frau steckt ihren Stimmzettel für die Bundestagswahl in einem Wahllokal in eine Wahlurne.
Landtagswahl

Wahlbenachrichtigung nicht erhalten?

In Westen gekleidete Polizisten stehen in Reutlingen. (Bild: picture alliance/Silas Stein/dpa)
Sicherheit

Baden-Württemberg ist und bleibt sicher

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Festnahme eines deutschland­weit aktiven Serieneinbrechers

Minister Thoma Strobl (Mitte) mit zwei Polizisen, welche die neue Polizeiuniform tragen.
Polizei

Komplett neue Polizeiuniform mit Schnitthemmung

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Öffentlicher Dienst

Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Der neue Polizeihubschrauber mit fünf Rotorenblättern
Polizei

Jahresbilanz 2025 der Polizeihubschrauberstaffel

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Lucha kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys

Symbolbild: Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes sind an einer Wand eines Zimmers zu sehen. (Bild: dpa)
Polizei

Pädokrimineller Täter festgenommen

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges, Präsident des Landgerichts Ravensburg Matthias Grewe, Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Dr. Andreas Singer
Justiz

Neuer Präsident des Landgerichts Ravensburg

Minister Strobl Einweihung Schnellladesäule
Polizei

Polizei Baden-Württemberg testet Schnellladesäule

von links nach rechts: Thorsten Klay (Stellvertretender Landesvorsitzender und Geschäftsführer der Deutschen Justiz-Gewerkschaft Baden-Württemberg), Justizministerin Marion Gentges und Adrian Peschla (Stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Gerichtsvollzieher Bunds Baden-Württemberg) mit Gegenständen der Schutzausrüstung
Justiz

Komplette Schutzausrüstung für Gerichtsvollzieher kommt