Ausbildung

Lernfabrik 4.0 in der Werner-Siemens-Schule in Stuttgart eingeweiht

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)

Das Land fördert die Einrichtung einer Lernfabrik 4.0 in der Werner-Siemens-Schule in Stuttgart mit rund 440.000 Euro. Die Lernfabrik trägt dazu bei, dass die Digitalisierungsstrategie der Landesregierung auch in der Ausbildung greift.

Der Amtschef im Wirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Michael Kleiner, hat offiziell die an der Werner-Siemens-Schule eingerichtete Lernfabrik 4.0 in Stuttgart eingeweiht. „Unsere Industrie wandelt sich durch die Digitalisierung immer mehr zu einer Industrie 4.0. Damit unser Fachkräftenachwuchs und unsere Beschäftigten am Puls der Zeit bleiben und nicht von dieser Entwicklung abgehängt werden, muss sich der Wandel in der Arbeitswelt auch in Aus- und Weiterbildung niederschlagen. In der neuen, von drei beruflichen Schulen gemeinsam genutzten Lernfabrik 4.0 werden Auszubildende und Teilnehmende an Weiterbildungslehrgängen für die digitale Produktion der Zukunft fit gemacht“, sagte Kleiner bei der Zeremonie.

Damit profitiere nun auch die Stadt Stuttgart von einem der Leuchtturmprojekte für Digitalisierung und berufliche Bildung, die die Lernfabriken 4.0 sind, so Kleiner. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Lernfabrik 4.0 in Stuttgart mit rund 440.000 Euro und trägt damit dazu bei, dass die Digitalisierungsstrategie der Landesregierung auch in der Ausbildung greift.

Industrie 4.0 für Schülerinnen und Schüler fassbar machen

„Die intelligente, flexible Fabrik der Zukunft braucht ein optimales Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation“, betonte Kleiner. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigten bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Fachkräftenachwuchses Unterstützung. „In der Lernfabrik 4.0 wird das abstrakte Konzept von Industrie 4.0 für Schülerinnen und Schüler fassbar gemacht. So können zum Beispiel Auszubildende in der Max-Eyth- oder der Robert-Bosch-Schule über eine ‚Cloud‘ Fertigungsdaten an die verkettete Bearbeitungs- und Montage-Anlage der Werner-Siemens-Schule übermitteln. Es freut mich sehr, dass die Stadt Stuttgart die Initiative ergriffen und dieses beispielhafte Projekt auf den Weg gebracht hat“, sagte der Ministerialdirektor.

In der Lernfabrik 4.0 wird eine Industrie 4.0-Prozesskette – von der Beauftragung über Fertigung, Montage und Materialfluss bis zur Auftragsabwicklung – eines Unternehmens realitätsnah für die Aus- und Weiterbildung abgebildet. Die Lernfabrik 4.0 ist mit hochinnovativen Technologien ausgestattet, die bald in jedem produzierenden Unternehmen zu finden sein werden. So sind Industrieroboter integriert und es werden aktuelle Produktionsdaten mit Tablets visualisiert. Die Lernfabrik wird in verschiedenen Bildungsgängen der drei gewerblichen Schulen eingebunden werden.

Weitere Informationen

Neben dem Wirtschaftsministerium bringen die Stadt als Schulträger, die Schule und mehrere Unternehmen Finanzierungsbeiträge ein. Das Projekt der Stadt Stuttgart ist eines von sechzehn Lernfabrik-Konzepten, die nach einer Ausschreibung des damaligen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft im Jahr 2015 von einer Jury für eine finanzielle Förderung ausgewählt wurde. Das Wirtschaftsministerium fördert die über nahezu alle Regionen des Landes verteilten Lernfabriken mit 6,8 Millionen Euro.

Wirtschaftsministerium: Lernfabriken 4.0 in Baden-Württemberg

digital@bw

Weitere Meldungen

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW

Jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt