Kunst und Kultur

Landespreis für Heimatforschung 2021 verliehen

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Eine Trachtengruppe beim Landesfestumzug der Heimattage 2018 in Waldkirch (Bild: © picture alliance/Achim Keller/dpa).

Kunststaatssekretärin Petra Olschowski hat die diesjährigen Preisträger des Landespreises für Heimatforschung geehrt und das ehrenamtliche Engagement gewürdigt. Die ausgezeichneten Arbeiten leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Identität Baden-Württembergs.

Der mit insgesamt 17.500 Euro dotierte Landespreis für Heimatforschung 2021 geht an neun Autorinnen und Autoren beziehungsweise Autorenteams, die sich ehrenamtlich mit lokalgeschichtlichen Fragestellungen ihrer Heimat beschäftigt haben. Die teils noch recht jungen Preisträgerinnen und Preisträger kommen in diesem Jahr aus Aglasterhausen, Ellwangen, Freiberg, Freiburg, Filderstadt, Gundelfingen, Kirchberg/Jagst, Oberndorf am Neckar, Rheinfelden, Rottweil und Wellendingen. Sie wurden von Kunststaatssekretärin Petra Olschowski in Radolfzell mit dem Landespreis geehrt.

Unverzichtbarer Beitrag zur kulturellen Identität des Landes

„Es ist durch Globalisierung, weltweite Vernetzung und gestiegene Mobilität umso wichtiger, dass wir uns mit dem eigenen Lebensumfeld, mit Traditionen und unserer Geschichte vor Ort auseinandersetzen. Die mit dem Landespreis für Heimatforschung ausgezeichneten Arbeiten leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Identität Baden-Württembergs, indem sie neue und interessante Aspekte aus der Lokal- und Regionalgeschichte behandeln, festhalten und weitergeben. Ich freue mich besonders, dass sich auch Schülerinnen und Schüler und weitere junge Menschen intensiv mit den vielfältigen Aspekten der Heimat beschäftigen“, sagte Petra Olschowski.

Heimatforschung erstreckt sich auf ein breites Themenspektrum, das von der Orts-, Siedlungs- und Naturgeschichte über Themen zur Migration bis hin zu lokalen Traditionen und Lebensläufen herausragender Persönlichkeiten reicht. Aus 109 eingereichten Bewerbungen wurden die ausgezeichneten Arbeiten ausgewählt. Der unabhängigen Jury gehörten Vertreterinnen und Vertreter des Landesausschusses Heimatpflege sowie Persönlichkeiten aus der Forschung und dem Schulbereich an. Neben den mit einem Preisgeld von insgesamt 17.500 Euro dotierten Auszeichnungen wurden auch acht Arbeiten mit Anerkennungsurkunden für das geleistete Engagement gewürdigt.

„Kenntnis und Verstehen der eigenen Heimat sind wichtig für eine kulturelle Identitätsfindung. Die Heimatforschung trägt dazu bei, die Vielfalt örtlicher und regionaler Traditionen Baden-Württembergs – gerade in einem zusammenwachsenden Europa – bewusst zu machen. Sie kann zu einem tieferen Verständnis von Heimat führen und dazu beitragen, die Heimat anderer in Toleranz zu achten“, betonte Petra Olschowski.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2021

Die Auszeichnung wird seit 1981 vergeben. Zunächst von den Volks- und Raiffeisenbanken Baden-Württemberg getragen, wird der Preis seit dem Jahr 2000 vom Land Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Landesausschuss Heimatpflege Baden-Württemberg gestiftet. Der Landespreis für Heimatforschung wird in den Kategorien erster Preis, zweiter Preis, Preis „Heimatforschung digital“ (2021 erstmalig), Jugendförderpreis und Schülerpreis verliehen. Ausgezeichnet werden beispielhafte Leistungen der ehrenamtlichen Heimatforschung, die nicht im Zusammenhang mit einer wissenschaftlichen Ausbildung oder darauf aufbauenden beruflichen Tätigkeit entstanden sind. Sowohl die Werke der Preisträger als auch der Empfänger einer Anerkennungsurkunde werden im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart dokumentiert und archiviert.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Preise

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