Integration

Land fördert Modellprojekte der Sprachförderung

Das Land fördert Modellprojekte der Sprachförderung mit mehr als 1,6 Millionen Euro. Die Modellprojekte richten sich an Menschen, die nicht über die klassischen Deutschkurse erreicht werden können.

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Eine Schülerin schreibt beim Deutschunterricht für Asylbewerber auf die Tafel. (Foto: © dpa)

Auch in diesem Jahr investiert die Landesregierung in das erfolgreiche Programm „Modellprojekte der Sprachförderung“ (PDF), um Menschen mit Migrationsgeschichte auf innovativen Wegen Sprache zu vermitteln und damit das Fundament für gesellschaftliche Teilhabe zu legen. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration stellt dafür 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld fließt in Projekte, die sich an Menschen richten, die nicht über die klassischen Deutschkurse erreicht werden können. Es ergänzt damit die bewährte Deutschsprachförderung des Landes über die Verwaltungsvorschrift Deutsch.

„Wir haben die Mittel noch einmal aufgestockt, um die Vielfalt und Kreativität der Anträge zu berücksichtigen. Eine unabhängige Jury hat schließlich aus 77 Anträgen 50 Projekte ausgewählt, die sich gleichmäßig über das ganze Land verteilen. Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe, wir freuen uns deshalb über die Vielfalt an Projekten und die neuen, innovativen Wege, die hier eingeschlagen werden, beispielsweise durch digitale und durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Formate“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha.

Vereinsamung entgegenwirken, Pflege verbessern

Die niedrigschwelligen Sprachkursformate richten sich an bestimmte Gruppen. Mit Blick auf die alternde Gesellschaft werden insbesondere ältere Personen mit Migrationshintergrund angesprochen, die an klassischen Deutschkursen nicht mehr teilnehmen. Dadurch kann Vereinsamung entgegengewirkt und Selbstwirksamkeit gefördert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Pflege- und Gesundheitswesen, denn gerade hier ist eine effektive Kommunikation entscheidend, um eine hochwertige Versorgung zu gewährleisten. Daher fördert das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration die Stärkung der Kommunikation und Interaktion in interkulturellen Teams im Pflege- und Gesundheitswesen. Außerdem trägt ein Sprachcoaching von Auszubildenden in der Pflege dazu bei, dass Auszubildende mit Migrationsgeschichte ihre Ausbildung erfolgreich absolvieren und als qualifizierte Fachkräfte tätig sein können. Erstmals können auch Teilnehmende des freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) von den Sprachcoachings profitieren.

Geförderte Modellprojekte 2025/2026

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