Studium

Neue Vorabquote fürs Medizinstudium

Über eine neue Vorabquote werden in den kommenden fünf Jahren jeweils zehn Medizinstudienplätze pro Jahr vergeben. Die Bewerbungsphase für das Wintersemester 2026/2027 startet voraussichtlich Anfang April 2026.

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Logo Öffentlicher Gesundheitsdienst. Die Abkürzung "ÖGD" ist in dicken Buchstaben dargestellt. Darunter steht in "Öffentlicher Gesundheitsdienst - Schützt. Hilft. Klärt auf."

In Baden-Württemberg wird ab dem Wintersemester 2026/2027 eine neue Vorabquote für das Medizinstudium eingeführt. Grundlage ist das neue Gesundheitsdienst-Fachkräftegesetz. Ziel ist es, mehr Ärztinnen und Ärzte für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu gewinnen und so die Gesundheitsversorgung langfristig zu sichern.

Gesundheitsminister Manne Lucha betonte: „Mit der ÖGD-Vorabquote möchten wir engagierte Nachwuchskräfte gewinnen. So stellen wir sicher, dass auch in Zukunft ausreichend Fachärztinnen und Fachärzte in den Gesundheitsämtern tätig sind.“

Regierungspräsidentin Susanne Bay sagte: „Als landesweit zuständige Behörde freuen wir uns, dass wir mit der neuen ÖGD-Vorabquote gezielt den Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken und verlässliche Strukturen für die Gewinnung engagierter Nachwuchsärztinnen und -ärzte schaffen können.“

Zehn Studienplätze pro Jahr

Über die neue Vorabquote werden in den kommenden fünf Jahren jeweils zehn Medizinstudienplätze pro Jahr vergeben. Die Bewerbungsphase für das Wintersemester 2026/2027 startet voraussichtlich Anfang April 2026.

Bewerben können sich Interessierte mit Hochschulzugangsberechtigung, die sich verpflichten, nach dem Studium eine Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen zu durchlaufen und danach mindestens zehn Jahre im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu arbeiten. Die Auswahl erfolgt unabhängig von der Abiturnote. Stattdessen stehen persönliche Eignung und Motivation im Mittelpunkt.

Für das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ist das Regierungspräsidium Stuttgart zuständig.

Vielfältige Aufgaben im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Nach dem Medizinstudium folgt die Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen. Diese Fachrichtung deckt viele wichtige Aufgaben ab, darunter:

  • Gesundheitsschutz
  • Gesundheitsplanung und Gesundheitsberichterstattung 
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Gesundheitshilfen für Kinder und Jugendliche, Erwachsene und besondere Personengruppen

Der Öffentliche Gesundheitsdienst ist eine zentrale Säule des Gesundheitswesens. Er sorgt für Vorsorge, Schutz und eine stabile Versorgung – gerade auch in Krisenzeiten.

Sichere Perspektive für die Zukunft

Wer sich für die ÖGD-Vorabquote entscheidet, erhält einen Medizinstudienplatz und eine klare berufliche Perspektive. Gleichzeitig leisten die zukünftigen Ärztinnen und Ärzte einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit der Bevölkerung.
Im Mittelpunkt steht der Schutz der Bevölkerung – etwa durch die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, die Hygieneüberwachung von Einrichtungen und die Kontrolle des Trinkwassers.

Hinzu kommen Beratung und Information der Bürgerinnen und Bürger, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention sowie Aufgaben wie die Einschulungsuntersuchung und vieles mehr.

Weitere Informationen zur Bewerbung folgen voraussichtlich ab April 2026.

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