Energie

Walker kritisiert Reform des Gebäudeenergiegesetzes

Die Bundesregierung plant eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes. Energieministerin Thekla Walker sieht darin einen Vertrauensbruch gegenüber Verbrauchern, Kommunen und Handwerk.

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Das Thermostat einer Heizung.
Symbolbild

Am 24. Februar 2026 hat sich die Bundesregierung auf die Eckpunkte eines neuen Gebäudeenergiegesetzes verständigt. 

Energieministerin Thekla Walker kommentiert die Pläne der Bundesregierung zur Reform des Gebäudeenergiegesetzes wie folgt: 

„Die GEG-Novelle ist ein Vertrauensbruch gegenüber Verbrauchern, Handwerk und Kommunen. Die Verlängerung der Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten wird für unsere Gesellschaft sehr teuer werden. Wer sich jetzt noch für fossile Brennstoffe entscheidet, wird in einer Kostenfalle landen. ‚Grünes Öl‘  gibt es auf dem Markt de facto nicht. Kraftstoffe, die aus Pflanzen hergestellt oder mithilfe von Ökostrom synthetisch erzeugt werden, werden knapp als auch teuer sein. Eine Biomethan-Quote von zehn Prozent erfordert eine Steigerung des Energiepflanzenanbaus, die die Flächen in Baden-Württemberg auch laut der Biogasstrategie des Landes überhaupt nicht hergeben.

Dem Handwerk wird das Geschäft mit neuen Heizungen absehbar wegbrechen. Die Aufgabe der Klimaziele und die Abschaffung konkreter Vorgaben wird psychologisch zu einem jahrelangen Abwarten des Marktes führen.

Die Kommunen geraten in eine unhaltbare Situation. Über 300 Städte und Gemeinden haben in Baden-Württemberg eine fertige Wärmeplanung vorgelegt, so viel wie in keinem anderen Bundesland. Dieser Planung entziehen die GEG-Pläne die Berechnungsgrundlage. Ohne Zieldaten und konkrete Zwischenschritte werden Investitionen in neue Wärmenetze oder die Transformation der bestehenden Gasnetze kaum durchführbar sein.“

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