Arbeitsmarkt

Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Die Arbeitslosenquote im Land bleibt im Februar 2026 bei 4,8 Prozent. Die leichte saisonübliche Belebung reicht nicht aus, um die Arbeitslosenquote spürbar zu senken. Immer mehr junge Menschen haben keine Beschäftigung.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Symbolbild

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, sagte am 27. Februar 2026 anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen: „Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Die leichte saisonübliche Belebung gegenüber Januar reicht nicht aus, um die Arbeitslosenquote spürbar zu senken. Eine durchgreifende Erholung ist derzeit nicht erkennbar.“

Die Arbeitslosenquote bleibt im Februar 2026 unverändert auf 4,8 Prozent. Die gesamte Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg sinkt im Februar 2026 leicht um 3.658 Personen beziehungsweise 1,2 Prozent auf insgesamt 306.758 Arbeitslose. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote im Februar bei 4,6 Prozent und es gab 14.179 Arbeitslose weniger.

Ländervergleich

Inhalte werden geladen.

Arbeitslosenquote im Februar 2026

Die Arbeitslosenquote liegt im Februar 2026 wie im Vormonat bei 4,8 Prozent.

Mehr

„Der Arbeitsmarkt steht weiterhin unter dem Einfluss von geopolitischen Spannungen und handelspolitischer Restriktionen. Gleichzeitig zeigen sich in zentralen Industriebereichen langfristige, strukturelle Anpassungsprozesse. Besonders die exportorientierte Industrie steht unter starkem Druck, was sich auf Investitionsentscheidungen und Beschäftigungsperspektiven auswirkt“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Im Februar 2026 steigt die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit leicht und lag bei 73.790. Gegenüber dem Vormonat waren dies 1.777 beziehungsweise 2,5 Prozent ausgeschriebene Stellen mehr. Im Vorjahresvergleich waren 242 (minus 0,3 Prozent) Stellen weniger ausgeschrieben.

Keine tragfähige Perspektive für Abbau der Arbeitslosigkeit

„Zwar ist gegenüber dem Jahresbeginn ein leichter Anstieg neu gemeldeter Stellen zu verzeichnen, doch eine tragfähige Perspektive für einen spürbaren Abbau der Arbeitslosigkeit ist derzeit nicht erkennbar. Vor allem der Maschinenbau und die Automobilindustrie zählen bundesweit zu den Branchen mit den höchsten erwarteten Beschäftigungsrückgängen. In Baden-Württemberg ist diese Entwicklung besonders relevant, da ein erheblicher Anteil der industriellen Wertschöpfung und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung an diesen Branchen hängt.“

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren lag im Februar 2026 bei 27.480. Im Vergleich zum Januar 2026 ist die Jugendarbeitslosigkeit um 1.025 Personen beziehungsweise plus 3,9 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Jugendarbeitslosigkeit um 9,7 Prozent höher. Die aktuelle Jugendarbeitslosenquote betrug im Februar 4,0 Prozent. Im Februar 2025 lag sie noch bei 3,6 Prozent und vor der Coronapandemie im Februar 2020 bei 2,7 Prozent.

„Die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Junge Menschen sind von wirtschaftlichen Schwächephasen besonders betroffen, da Unternehmen bei unsicherer Auftragslage Neueinstellungen zurückstellen. Doch gerade in Baden-Württemberg sind stabile Ausbildungs- und Übernahmeangebote entscheidend, um die Substanz des Arbeitsmarktes langfristig zu sichern. Ebenso kommt es darauf an, Beschäftigte durch gezielte Weiterbildung und Qualifizierung in neue Tätigkeitsfelder zu integrieren und so die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken“, so Hoffmeister-Kraut.

Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg: Der Arbeitsmarkt im Februar 2026

Bundesagentur für Arbeit: Statistik: Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Februar 2026

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus: Arbeit

Weitere Meldungen

Gruppenfoto der Teilnehmenden der 53. Sportministerkonferenz auf Norderney
Sport

53. Sportministerkonferenz auf Norderney

Eine Schülerin meldet sich in einer Schule in Stuttgart während des Unterrichts.
Schule

Zahlen zum Potenzialtest und zur Unterrichtsversorgung

Start-up BW

EasZotic GmbH im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch"

Eine Person in medizinischer Kleidung hält eine Digitalkamera speziell für den klinischen Einsatz. (Bild: Maja Hitij/dpa)
Technologie

Land fördert Miniatur-Batterien für Medizintechnik

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Innenminister Thomas Strobl am Grab des früheren Ministerpräsidenten Lothar Späth auf dem Waldfriedhof in Stuttgart-Degerloch
Gedenken

Zehnter Todestag von Lothar Späth

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Prof. Dr. Hubert Klausmann (rechts) die Staufermedaille in Gold.
Auszeichnung

Staufermedaille in Gold an Prof. Dr. Hubert Klausmann

von links nach rechts: Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl, Landrat Dr. Achim Brötel, Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Präsident des Städtetages Baden-Württemberg
Digitalisierung

Schnellere Digitalisierung der Verwaltung

Grafik Baulicher Holzschutz
Bauökologie

Abendvorlesung zum baulichen Holzschutz

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Frau und Beruf

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Eltern sitzen mit ihren beiden Kindern im Wohnzimmer (Bild: © dpa).
Familie

Ideenwettbewerb für Familienleben gestartet

Ostplatz in Heidenheim
Städtebauförderung

Ausschreibung für Landes-SIQ startet

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Schule

102 weitere Ganztagsschulen

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Ein Rettungshubschrauber vom Typ H145 der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF)
Rettungsdienst

Ravensburg wird Luftrettungsstandort