Cybersicherheit

Länderkooperation für starke IT-Sicherheit

Baden-Württemberg, Bayern und Hessen bündeln ihre Kräfte und bilden eine schlagkräftige Allianz für mehr Sicherheit im Bereich der Informationstechnologie.

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Kooperationsvereinbarung Cybersicherheit
Innenminister Thomas Strobl

Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW), das bayerische Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI), und Hessen CyberCompetenceCenter (Hessen3C) bündeln ihre Kräfte und bilden eine schlagkräftige Allianz für mehr IT-Sicherheit.

Neue Maßstäbe für einen noch engeren operativen Schulterschluss

„Cyberangriffe auf die öffentliche Verwaltung und kritische Infrastrukturen werden nicht nur zahlreicher, sondern vor allem auch zunehmend komplexer. Um unsere staatlichen IT-Systeme entschlossen zu schützen und unsere Kommunen sowie insbesondere öffentliche Betreiber kritischer Infrastrukturen bestmöglich zu unterstützen, gewinnt neben dem Ausbau der eigenen Landeskompetenzen auch die enge Zusammenarbeit mit verlässlichen Nachbarn an Bedeutung! Mit der neuen Allianz zwischen der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg, dem bayerischen Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und Hessens CyberCompetenceCenter setzen wir gemeinsam neue Maßstäbe für einen noch engeren operativen Schulterschluss!“, so Baden-Württembergs stellvertretende Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Thomas Strobl, Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und Hessens Minister für Inneres, Sicherheit und Heimatschutz Prof. Dr. Roman Poseck.

Füracker weiter: „Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Bayern, Hessen und Baden-Württemberg bietet uns allen wertvolle Chancen zur Stärkung der IT-Sicherheit. Hand in Hand werden wir den länderübergreifenden Erkenntnis- und Wissenstransfer intensivieren, unsere IT-Sicherheitsexperten gemeinsam aus- und fortbilden und uns bei strategischen und operativen Fragestellungen noch stärker abstimmen.“

Cyberangriffe kennen keine Grenzen

Thomas Strobl, stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen in Baden-Württemberg sagte: „Die Herausforderungen bei der Cybersicherheit kann niemand alleine lösen – denn Cyberangriffe kennen keine Grenzen. Klar ist: Wir brauchen gemeinsame Bündnisse und kluge Ideen für eine leistungsfähige, nachhaltige und erfolgreiche Cybersicherheit. Baden-Württemberg, Bayern und Hessen haben diese Verantwortung frühzeitig erkannt und bereits wegweisende Organisationsstrukturen in ihren Ländern geschaffen. Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg, das bayerische Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und Hessens CyberCompetenceCenter bilden eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. So können wir Kräfte bündeln – denn nur gemeinsam können wir wirksam die Gefahren im Netz bekämpfen.“

Hessens Innenminister Roman Poseck führte aus: „Cybersicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts der fortschreitenden Vernetzung und der sich in den vergangenen Jahren stetig zuspitzenden Bedrohungslage im Cyberraum sind Austausch und Zusammenarbeit ein Schlüssel für ein möglichst hohes Niveau an Cybersicherheit. Deshalb werden Bayern, Baden-Württemberg und Hessen fortan noch enger zusammenarbeiten. Durch die Intensivierung des Erkenntnis- und Wissensaustauschs bei länderübergreifenden Cyberlagen, eine vertiefte Kooperation bei der Aus- und Fortbildung von IT-Sicherheitsexperten und eine noch engere gegenseitige Beratung und Unterstützung schaffen wir wichtige Voraussetzungen für mehr Sicherheit im digitalen Raum.“

Das im Dezember 2017 gegründete Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) schützt Bayerns staatliche IT-Systeme, das Bayerische Behördennetz und steht darüber hinaus den bayerischen Kommunen und den Betreibern kritischer Infrastrukturen als spezialisierter IT-Sicherheitsberater umfassend zur Seite. Dank seiner Fachkompetenz gewährleistet das LSI IT-Sicherheit als Grundlage aller Digitalisierungsprojekte des Freistaats.

Das im April 2019 gegründete Hessen CyberCompetenceCenter (Hessen3C) ist die zentrale Kompetenzstelle zur interdisziplinären Zusammenarbeit und institutionalisierten Kooperation staatlicher Behörden in Hessen. Es erhöht die Sicherheit in der Informationstechnik des Landes, wehrt cyberspezifische Gefahren ab, steigert gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden die Effizienz der Bekämpfung von Cyberkriminalität und schafft Synergien.

Zentrale Koordinierungs- und Meldestelle

Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) ist die zentrale Koordinierungs- und Meldestelle im Land. Sie steht im ständigen Austausch mit allen relevanten Sicherheitsbehörden und Akteuren und vernetzt Staat, Verwaltungen, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung im Bereich der Cybersicherheit. Die Schwerpunkte liegen dabei in der Prävention, Detektion und Reaktion. Die CSBW ist das Herz der Cybersicherheitsarchitektur des Landes, die im Jahr 2021 mit Inkrafttreten des „Gesetz zur Verbesserung der Cybersicherheit“ ins Leben gerufen wurde.

Die schlagkräftigen Fachbehörden arbeiten ohnehin seit langem eng zusammen. Nach dem Vorbild der bereits zwischen Baden-Württemberg und Hessen bestehenden Kooperationsvereinbarung, die nun um Bayern erweitert wurde, gewinnt die Partnerschaft der drei Länder weiter an Intensität und Gestalt.

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