Künstliche Intelligenz

Knapp 5,5 Millionen Euro für Besucherzentrum im Innovation Park AI

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Künstliche Intelligenz Knapp 5,5 Millionen Euro für Besucherzentrum im Innovation Park AI

Das Land fördert den Bau des Besucherzentrums im Innovations Park für Künstliche Intelligenz in Heibronn mit 5,4 Millionen Euro. Das Besucherzentrum wird ein Ort der Wissensvermittlung, des Lernens, der Vernetzung und der Inspiration. 

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am 21. Dezember in Stuttgart einen Förderbescheid über 5,4 Millionen Euro für die erste Teilmaßnahme des Innovation Park Artificial Intelligence (Ipai) an Moritz Gräter, CEO des Ipai, übergeben. Die Förderung trägt zur Entstehung eines Besucherzentrums bei, das am innenstadtnahen Standort Wohlgelegen des Ipai in Heilbronn bis Anfang 2024 gebaut wird.

Darin können sich Laien und Fachpublikum über die Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz (KI) und das entstehende KI-Ökosystem in Heilbronn informieren. „KI wird unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft grundlegend verändern. Deshalb soll der Ipai in Heilbronn auch ein Ort des Dialogs sein, wo wir uns mit den Chancen und Herausforderungen von KI auseinandersetzen können“, hob die Ministerin hervor.

Ort für Wissensvermittlung, Lernen, Vernetzung und Inspiration

Im Erdgeschoss des derzeit im Bau befindlichen Gebäudes erwächst auf über 1.000 Quadratmeter Fläche ein Ort der Wissensvermittlung, des Lernens, der Vernetzung und der Inspiration. Das flexibel geplante Stockwerk wird als „Dialogplattform“ eine hohe Bandbreite an Veranstaltungs- und Ausstellungsformaten zum Thema KI möglich machen. Begleitend dazu werden spezifische Angebote entwickelt. Diese richten sich etwa an Menschen in der Berufs- und Studienorientierung oder in der Qualifikationsphase (Berufsausbildung/Studium).

Aufgrund der gemeinnützig ausgerichteten Konzeption wird eine breitgefächerte und unabhängige Wissensvermittlung sichergestellt. Abgerundet wird das Konzept durch individuell kuratierte Exponate, Ausstellungen und Mitmachangebote, die das Thema KI hautnah erlebbar machen sollen. Dadurch können Interessierte einen unmittelbaren Eindruck davon bekommen, welche Einsatzmöglichkeiten KI heute schon bietet. Das Konzept soll um ein gastronomisches Angebot ergänzt werden.

Darüber hinaus ist geplant, ebenfalls im Erdgeschoss des Gebäudes verortet, eine Reallaborfläche für die Erprobung von KI-Anwendungen bereitzustellen. Diese soll als weitere vom Land geförderte Teilmaßnahme umgesetzt werden. In den oberen Stockwerken des Gebäudes sollen individuell nutzbare Flächen für die Akteure des Ipai Ökosystems – etwa für etablierte Unternehmen und Start-ups – entstehen, ohne eine landesseitige Förderung.

Moritz Gräter betonte: „Im Ipai wollen wir von Beginn an KI und die damit einhergehenden Chancen, ebenso auch die Herausforderungen, verständlich vermitteln und in die Breite der Bevölkerung tragen.“ Um das Gesamtprojekt Ipai rasch in die Umsetzung zu bringen, wurden in Heilbronn bereits frühzeitig Planungen für einen 6.500 Quadratmeter umfassenden „Initialstandort Wohlgelegen“ vorangetrieben. „Wir wollen hier unser Ipai-Konzept zunächst schnell und agil testen, mit passgenauen Leistungsangeboten an den Markt gehen und wertvolle Erfahrungen sammeln, bevor wir 2026 am Hauptstandort Steinäcker loslegen“, sagte Gräter mit Blick auf die 23 Hektar große Fläche im Norden Heilbronns, für deren Bebauung derzeit ein städtebaulicher Wettbewerb läuft.

Der Innovation Park Artificial Intelligence 

Als Ergebnis eines europaweiten, transparenten und diskriminierungsfreien Wettbewerbsverfahrens zur Standortauswahl, das am 3. Dezember 2020 gestartet worden war, hatte der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg am 27. Juli 2021 entschieden, den Innovation Park AI Baden-Württemberg in Heilbronn zu realisieren. Im Ipai soll das relevanteste Ökosystem für anwendungsorientierte Künstliche Intelligenz in Europa aufgebaut werden. Hier kommen Unternehmen, Start-ups, angewandte Forschung und Wissenschaft, aktuelle und zukünftige Talente, Investoren sowie Akteure der öffentlichen Hand zusammen, um synergiegetrieben an KI-basierten Softwareprodukten und -lösungen zu arbeiten und so die Wertschöpfung im Bereich KI zu steigern. Das Ökosystem Ipai bietet sowohl die Möglichkeit, sich zu vernetzen, weiterzubilden und zu informieren als auch modernste Infrastruktur als Basis für Innovationen zu nutzen.

Für die Realisierung des Projekts hat der Landtag des Landes Baden-Württemberg bis zu 50 Millionen Euro bereitgestellt. Der Wettbewerbsbeitrag der Stadt Heilbronn, der Stadtsiedlung Heilbronn GmbH sowie der Dieter Schwarz Stiftung setzte sich im Wettbewerb durch. Der Ipai wird nach den Erwartungen der Landesregierung private KI-Investitionen in Milliardenhöhe am Standort auslösen. Die Förderung des Ipai wird schrittweise über Anträge für Teilmaßnahmen bewilligt. Weitere Projektbestandteile des Ipai werden unter anderem ein Start-up Innovation Center, verschiedene Reallabore sowie ein Daten- und Rechenzentrum sein.

Innovation Park Artificial Intelligence

Weitere Meldungen

IHK Heilbronn
Start-up BW

Krumm Engineering UG im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

IW JUNIOR Landeswettbewerb - Dorfgemeinschaftsladen
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen beim Landeswettbewerb ausgezeichnet

ELR
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Der neue Vorstand des 21. Landeselternbeirats; von links: Jörg Vettermann und Susanne Balzer (beide stellvertretende Vorsitzende), Stephanie Wieland (stellvertretende Kassenwartin), Vanessa Scholz (Vorsitzende), Friedhelm Biene (Kassenwart), Chrissy Bach (Schriftführerin) und Georg Beier (stv. Vorsitzender).
Schule

Neuer Vorstand des Landeselternbeirats gewählt

Grünstempel
Bauen

Anerkennung als Prüfingenieur für Bautechnik beantragen

Mitarbeiterinnen des Malteser Hilfsdienstes stehen mit Lebensmitteln vor einer Haustür.
Ehrenamt

Bewerbung für Engagement-Preis gestartet

Ein Neubaugebiet von Weissach
Grundsteuer

Baden-württembergisches Grundsteuermodell bestätigt

Hunde im Tierheim. (Bild: Norbert Försterling / dpa)
Tierschutz

Land fördert Tierheim Dreherhof im Ostalbkreis

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Ausbildung

13 Millionen Euro für überbetriebliche Berufsausbildung

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Steuereinnahmen des Landes sinken nur leicht

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Kleinkind auf Rutsche
Stadtentwicklung

Land fördert drei nichtinvestive Städtebauprojekte