Gesellschaft

Ideenwettbewerb zum Thema Einsamkeit startet

Einsamkeit betrifft Menschen aller Altersgruppen und Lebenslagen. Die Landesregierung prämiert in einem Ideenwettbewerb kreative Projektideen, die neue Ansätze zur Bekämpfung von Einsamkeit vor Ort erproben.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Jugendliche schaut aus dem Fenster.
Symbolbild

30 Prozent der in Baden-Württemberg lebenden Menschen sind von Einsamkeit betroffen, acht Prozent davon besonders stark. Dabei hängen Einsamkeitserfahrungen weniger mit geografischen, sondern vor allem mit sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Faktoren zusammen. Das hat eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung ergeben, die vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration in Auftrag gegeben und vergangene Woche der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die Landesregierung nimmt die neuen Studienergebnisse zum Anlass, einen großen Ideenwettbewerb in fünf unterschiedlichen Kategorien zu starten.

„In Baden-Württemberg gibt es bereits viele Initiativen und Aktivitäten, die sich gegen Einsamkeit richten. Mit dem Ideenwettbewerb wollen wir dieses Engagement sichtbar machen und vor allem diejenigen, die sich gegen Einsamkeit einsetzen wollen, bei der Umsetzung neuer Ideen unterstützen. Klar ist: Um die Kette der Isolation zu durchbrechen, braucht es persönliche Kontakte. Das direkte Umfeld von Betroffenen – sei es in den Kommunen und der unmittelbaren Nachbarschaft, in Familien und Freundeskreisen, im Vereinsumfeld oder gesellschaftlichen Gruppen und Verbänden – ist ein entscheidender Faktor“, sagte Sozialminister Manne Lucha anlässlich des Starts des Ideenwettbewerbs.

Deshalb sollen nun kreative Konzepte und vielseitige Ideen prämiert werden, die neue Ansätze zur Bekämpfung von Einsamkeit vor Ort erproben. Dabei werden fünf Zielgruppen in den Blick genommen. Als Preisgeld sind bis zu 30.000 Euro für die Umsetzung des Projektvorhabens vorgesehen. Die Laufzeit der einzelnen Vorhaben kann bis zu zwei Jahre betragen.

Zielgruppen des Ideenwettbewerbs

Bewerbung

Eine Bewerbung für den Wettbewerb ist bis zum 31. Januar 2026 beim Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg möglich. Weitere Details zur Ausschreibung können dem Aufruf zum Ideenwettbewerb entnommen werden.

Weitere Meldungen

Collage aus zwei Fotos: Teilnehmende der GFMK 2026 stehen als Gruppe auf einer Treppe, Foto von Baden-Württembergs Sozialminister Oliver Hildenbrand mit Abstimmungsschild für Baden-Württemberg in der erhobenen Hand.
Gleichstellung

Impulse für Demokratie, Gewaltschutz und Integration

Eine Jugendliche schaut aus dem Fenster.
Zusammenhalt

Land wird Bündnis gegen Einsamkeit gründen

Futuristisches Fahrzeugkonzept U-Shift (Bild: DLR (CC-BY 3.0))
Zukunftstechnologien

Förderprojekt U-Shift denkt Mobilität neu

Junge Männer auf einer Schwimmplattform in einem Badesee in Plüderhausen
Gesundheitsschutz

Badeseen im Land überzeugen mit sehr guter Wasserqualität

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheit

Warnung vor Hitzewelle mit Tropennächten

Flur im Krankenhaus mit Personal und Betten
Gesundheit

Kliniken sichern, Versorgung stärken, Lasten fair verteilen

Businessfrau sitzt an einem PC
Wirtschaft

Ungenutztes Arbeitskräfte­potenzial von Frauen

Ein fahrender Regionalzug
Schienenverkehr

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Landestreffen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Baden-Württemberg
Heimat

Treffen und Tagung der Russlanddeutschen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

Gruppenbild: Team der Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg (LADS) mit Vertreterinnen und Vertretern aus 12 Städten und Landkreisen im Sozialministerium in den Räumen des Sozialministeriums.
Antidiskriminierungsstelle

LADS und Kommunen im Dialog zur Antidiskriminierungsarbeit

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Logo von Start up BW
Gründungsprogramm

Starthilfe für junge Unternehmen

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert

Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Klimawandel

Land rüstet sich für Extremwasserereignisse