Landwirtschaft

Gurr-Hirsch besucht Reitstall Rappenhof in Leonberg

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Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch hat den Reitstall Rappenhof in Leonberg besucht. Mit den Fördermaßnahmen des Landes werden Familienbetriebe wie der Reitstall Rappenhof bei der Schaffung von zusätzlichen Einkommensquellen und tiergerechten Haltungsverfahren unterstützt.

„Die Stärkung des Ländlichen Raums in Baden-Württemberg hängt eng mit den dynamischen Entwicklungen in Land- und Ernährungswirtschaft, Gastronomie, Tourismus, Naturschutz und Waldwirtschaft zusammen,“ sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich ihres Besuchs auf dem Pferdebetrieb der Familie Knauer in Leonberg (Landkreis Böblingen). „Mit Fördermaßnahmen zur Diversifizierung unterstützet das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Schaffung von zusätzlichen Einkommensquellen für unsere Familienbetriebe im ländlichen Raum und begleitet so strukturelle Entwicklungen“, betonte Gurr-Hirsch.

Bedürfnisse und das Verhalten der Tiere stehen im Mittelpunkt

Andrea und Timo Knauer bewirtschaften gemeinsam die Reitstall Rappenhof Knauer GbR, ein Pensionspferdebetrieb mit rund 60 Pensionspferden. Anlass des Besuchs war der in 2017 neu errichtete Offenstall für Pensionspferde in Gruppenhaltung mit getrennten Liege-, Bewegungs- und Fressbereichen. Für den Neubau konnten die Betriebsleiter Fördergelder aus dem Agrarinvestitionsförderungsprogramm - Teil Diversifizierung in Anspruch nehmen. „Es ist beachtlich, welche tollen Projekte mit Hilfe der Förderprogramme realisiert werden können. Der Offenstall der Familie Knauer ist ein gutes Beispiel dafür, wie bei Investitionen in moderne Haltungsverfahren die Bedürfnisse und das Verhalten der Tiere im Mittelpunkt stehen können. Gleichzeitig ist das verbesserte attraktive Angebot mit zufriedenen Kunden, die ihre Pferde gerne dort einstellen und optimal versorgt sehen, das A und O einer nachhaltig erfolgreichen Betriebsführung“, so die Staatssekretärin.  

Im Vergleich zur konventionellen Haltungsform in Einzelboxen orientiert sich der moderne Offenstall an den natürlichen Bedürfnissen der Pferde, den örtlichen Begebenheiten und den Ansprüchen der Pferdehalter. Durch die verschiedenen getrennten Funktionsbereiche mit den weiten Laufwegen und der computergesteuerten Kraft- und Raufuttertechnik werden die Pferde angeregt, sich aktiv zu verhalten und zu bewegen. Dabei wird jedes Pferd ganz individuell und genau mit der Menge und Art von Futter versorgt, die für das entsprechende Tier am besten ist.

Einzelbetriebliche Investitionsförderung

Die Einzelbetriebliche Investitionsförderung des MLR mit den zwei Programmen Agrarinvestitionsförderung (AFP) und Diversifizierung dient der Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe bei Investitionen, insbesondere in Gebäuden und deren Einrichtung.

Dabei ist das AFP auf Investitionen in die landwirtschaftliche Produktion, wie zum Beispiel in Milchviehställe, zugeschnitten. Mit der Diversifizierungsförderung werden landwirtschaftliche Unternehmen beim Aufbau zusätzlicher, landwirtschaftsnaher Betriebszweige vor allem im Dienstleistungsbereich unterstützt. Der Fördersatz beträgt bei der Diversifizierung 25 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die Obergrenze an Zuwendungen liegt aufgrund der De-minimis Regelung bei 200.000 Euro bezogen auf einen Zeitraum von drei Steuerjahren.

Im Jahr 2017 wurden in Baden-Württemberg über die Diversifizierung 61 Vorhaben, überwiegend Bauprojekte, mit einem Investitionsvolumen von insgesamt knapp 27 Millionen Euro und Zuwendungen in Höhe von 4,8 Millionen Euro unterstützt. Die Schwerpunkte der geförderten Investitionen liegen in den Bereichen Pensionspferdehaltung, Ferien auf dem Bauernhof und Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte, zum Beispiel in Hofläden.

Landwirtschaft Baden-Württemberg: Förderwegweiser

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